Ausstellung zeigt jetzt erstmals Fotografien von Che Guevara

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Knox
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Ausstellung zeigt jetzt erstmals Fotografien von Che Guevara

#1 Beitragvon Knox » 30. Juli 2004, 21:25

Ausstellung zeigt jetzt erstmals Fotografien von Che Guevara

Ausstellung zeigt jetzt erstmals Fotografien von Che Guevara

Viele Menschen wissen gar nicht, dass der ehemalige kubanische Minister und Revolutionär Ernesto „Che“ Guevara auch ein begeisterter Fotograf gewesen ist.

In der Toskana findet jetzt gerade eine Ausstellung statt, die rund 250 Fotografien Guevaras zeigt. Die Bilder wurden erst vor einigen Jahren bei der Witwe Guevaras Aleida March entdeckt.
Quelle: portale.web.de
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Re: Ausstellung zeigt jetzt erstmals Fotografien von Che Gue

#2 Beitragvon Knox » 30. Juli 2004, 21:27

ERNESTO CHE GUEVARA ALS FOTOGRAF


Die Ausstellung zeigt seine ersten Arbeiten, die auf der zweiten Reise durch Südamerika entstanden sind. Diese führt ihn 1953 von Argentinien über Bolivien, Ecuador, Panama, Costa Rica, Nicaragua und Guatemala nach Mexiko, wo er schließlich im Jahr 1955 ankommt. Er realisiert hier verschiedene Reportagen über den Aufstieg zum Popocatepetl und über die Maya-Stätten von Chichen-Itzá und Uxmal. Er arbeitet als Straßenfotograf und als Reporter. Für die Agentur Latina fotografierte er die Panamerikanischen Spiele von 1955.

Der humanistische Blick von Che zeigt sich ebenso in einer Serie von Farbfotografien aus dem Jahr 1959. Als ‚Botschafter der kubanischen Revolution' reist er nach Kairo, Damaskus, Indien, Birma, Thailand, Singapur, Hongkong, Ceylon, Pakistan, Toledo, Marokko und Japan. Überall entstehen Straßenszenen, Ansichten von außergewöhnlichen Bauten, Ausgrabungsstätten oder Fabrikhallen, Portraits anonymer Personen und abstrakte Kompositionen, und schließlich ein außergewöhnliches Selbstportrait in Farbe, das als eine neue Ikone des Mythos Che gelten kann.

1959 wird in Caney de Las Mercedes eine Schule gebaut, in Erinnerung an den kurz zuvor verstorbenen Camilo Cienfuegos. Ches Blick verfolgt die Bauarbeiten in einer detailgenauen und ausführlichen Reportage. Mit Meisterschaft fotografiert er - noch im selben Jahr - die Landschaft aus einem Hubschrauber und macht ein wunderbares Selbstportrait, auf dem sein Bein am linken unteren Rand zu sehen ist.

1961 wird er zum Industrieminister ernannt und besichtigt in regelmäßigen Abständen die neuen kubanischen Betriebe. Er beginnt mit einer Reihe von sehr modernen Reportagen, bei denen er extreme Perspektiven und einige sehr spezielle Bildausschnitte einsetzt - sehr präzise und immer in dem Ziel, die technischen Errungenschaften der jungen Nation zu demonstrieren. Auf dieselbe Art entstehen herrliche Ansichten von der Nordküste der Ostprovinzen.

Zwischen 1960 und 1963 bereist er die wichtigsten Stätten in der Sierra Maestra, um Fotos ‚nachzuholen', die während der Kämpfe nicht möglich waren. Wir sehen die getarnten Camps in einer dichten Vegetation, heraufbeschworen auf Bildern von großer Sensibilität, einer Art Hommage an die im Kampf gefallenen Kameraden. Che hat die Abzüge selbst gefertigt mit dem Know-how, das er sich in einem Labor in Mexiko aneignen konnte. Auf den wunderbaren Landschaftsaufnahmen sind bei genauerem Hinsehen inmitten des dichten Bewuchses die Kreuze auszumachen, die Che selbst in Erinnerung an jene Kameraden errichtet hatte, und die aus dieser Arbeit ein echtes Zeitzeugnis machen. Sie zeigt die Orte, an denen die Hauptstellungen gezogen wurden, und den Landstrich, der noch Reste des Hauses von Conrado Enriquez andeutet, das während der Kämpfe niederbrannte.

Mit großer Sensibilität nimmt er Szenen aus der Familie auf, an denen wir die Zärtlichkeit des Vaters oder Ehemanns ablesen können. In seinen so intimen Portraits der Kinder Hilda, Aleida und Camilo findet Che genau die wunderbaren Momente, aus denen sich sein persönliches Erinnerungsalbum zusammensetzen soll.

Die Ausstellung enthält außerdem drei in Tansania aufgenommene Selbstportraits, unter denen besonders eines auffällt, das 1965 vor seiner Einreise in den Kongo entstand, wo er inkognito bleiben wollte. Er sitzt in einem Hotelzimmer vor dem Spiegel. Wir sehen den ruhigen und schönen Blick des Guerilleros ohne Bart, mit nacktem Oberkörper, halb verdeckt durch einen Schrank, in dem zwischen einer Menge anderer Sachen auch die Bücher liegen, die als improvisiertes Stativ dienen mussten, um den Fotoapparat zu halten. Und schließlich können wir das letzte Selbstportrait von 1966 bewundern, das ihn in einem Hotel in La Paz zeigt.

Insgesamt sind es 200 Fotografien, die sich nach technischen Gesichtspunkten in drei große Gruppen aufteilen: Zeitgenössische Abzüge, die Che selbst gefertigt hat. Neue Abzüge, die von Originalnegativen oder -positiven gemacht wurden. Und schließlich neue Abzüge von Originalfarbdias. Diese neuen Abzüge wurden sehr behutsam restauriert: Wo Verluste am Bildinhalt sichtbar werden, sollen diese weiterhin die Widrigkeiten bezeugen, denen sie während einer speziellen und ungewöhnlichen Zeit ausgesetzt waren - ganz im Geiste des gefährlichen Lebens, das ihr Urheber führte. Wir möchten uns beim Centro de Estudios Che Guevara bedanken für die Mühen bei der Katalogisierung und Erhaltung dieser wunderbaren Bilder, die uns heute ein besseres Verständnis der Person von Ernesto Che Guevara de la Serna erlauben.
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Re: Ausstellung zeigt jetzt erstmals Fotografien von Che Gue

#3 Beitragvon Knox » 30. Juli 2004, 21:28

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Aufstieg zum Popcatepetl
Mexiko, 1955

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Provinz von Matanzas
Kuba, 1959

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Ostprovinzen, Kuba, 1961

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Schulstadt Camilo Cienfuegos
Kuba, 1959
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Re: Ausstellung zeigt jetzt erstmals Fotografien von Che Gue

#4 Beitragvon Klosterfrau » 30. Juli 2004, 23:45

Ich kann mich ja täuschen, bin aber der Meinung diese Bilder in Deutschland schon in einer Ausstellung gesichtet zu haben. Bin auch fast überzeugt, dass es die auch in Buchform gibt.
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Re: Ausstellung zeigt jetzt erstmals Fotografien von Che Gue

#5 Beitragvon Knox » 30. Juli 2004, 23:50

Klosterfrau schrieb am 30.07.2004 19:15
Ich kann mich ja täuschen, bin aber der Meinung diese Bilder in Deutschland schon in einer Ausstellung gesichtet zu haben. Bin auch fast überzeugt, dass es die auch in Buchform gibt.


tatsächlich in hamburg siehe da

http://www.mkg-hamburg.de/ausstell/03_che/home.htm
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Re: Ausstellung zeigt jetzt erstmals Fotografien von Che Gue

#6 Beitragvon Klosterfrau » 30. Juli 2004, 23:52

Siehst du wohl.
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Re: Ausstellung zeigt jetzt erstmals Fotografien von Che Gue

#7 Beitragvon Knox » 30. Juli 2004, 23:57

Klosterfrau schrieb am 30.07.2004 19:22
Siehst du wohl.


da hat Quelle: portale.web.de wohl nicht richtige info
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