Wasted Youth - Wie die 1980er Jahre wirklich waren

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Knox
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Wasted Youth - Wie die 1980er Jahre wirklich waren

#1 Beitragvon Knox » 6. November 2017, 12:30

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Wasted Youth - Wie die 1980er Jahre wirklich waren
v. Rock and Roll Junkie

296 Seiten; €11,95.-
ISBN 978-3-96103-198-6
Rediroma-Verlag
https://www.rediroma-verlag.de/
Info: Schwerpunkt des Buches sind die Jugendkultur der 80er Jahre und die typischen Zeiterscheinungen dieses Jahrzehnts, begleitet vom Soundtrack dieser Dekade.
Wasted Youth schildert den Prozess des Erwachsenwerdens von Rock and Roll Junkie in verschiedenen Situationen. Bezüge zu Lebensgefühl und Soundtrack der Eighties ziehen sich als roter Faden durch das gesamte Buch. Die Kapitel sind deshalb nach bekannten Rocksongs dieser Kulturepoche benannt.
Gesamteindruck:

Dr. Achim Heinze ist süchtig nach harter Rockmusik. Nach einem waschechten Soli, Lederjacke aus dem Bikershop, AC/DC, etwas Punk, Love, Drugs und Rock and Roll. Mit diesem Buch holt der langhaarige Bombenleger das Yesterday in the days after, macht die Pommesgabel zum Gruß und beschreibt den Werdegang eines Möchte-gern-Outlaws, der - näher betrachtet - die typische pubertären Problem zu bewältigen hat, die ein Heranwachsender eben so mitbringt. Hin und her gerissen zwischen konservativen Erwartungshaltungen und rebellischem Aufbegehren plaudert der Rock and Roll Junkie aus der Nähkiste warum und wie er sich als Oma-Scheck einen Namen macht, wie mit einem self made Gesöff Stimmung in die Bude kommt. Gesurft wurde nicht im Internet, sondern am Baggersee und mit der Moped wurde Highway to hell zelebriert. Das Motto war Freunde, Musik, Liebe und Alkohol. Und dieses Motto findet sich auch in den vielen Kategorien wider, Songtitel, die Achim benutzt, um sein Lebensgefühl zu illustrieren. Die Ausarbeitung wirkt konstruiert und ist kategorisiert, aber nicht gekünstelt. Auch wenn es hier nie einen ausgesprochenen Coolness-, Beliebtheitskodex geht, sind die Schilderungen eine Auflsitung eines Provinz-Rookies aus einem Provinzlexikon. Aus soziologischer Sicht beschreibt Achim Rollenerwartungen, die soziale Position und Sanktionen. Nüchtern betrachtet analysiert er also die Ich- und Selbstwerdung im Kontext eines musikpsychologisches Zugangs als Motor für diesen Sozialisationsprozess, wo er am Ende erkennen und sich eingestehen muss: Ich befürchte, nach alldem, was sich in so kurzer Zeit ereignet hat, bin auch ich älter geworden." Das Buch liefert also auch Hinweise auf musikalische Präferenzen und Werteorientierung.
Mit der gleichnamigen CD (publiziert auf timezone-records) huldigt Achim mit friends seine Vorlieben und versucht mit Uptempo, Klavierballade, Gitarrensolo die besten Zeiten von LA GUNS, HANOI ROCKS und GUNS N'ROSES hochleben zu lassen. Im Ergebnis skizzieren die Songs wie auch die Songtitel die emotionale Situation und den Einflussfaktor der Vorbilder, die für eine gewisse Dekade spezifische Merkmale der gewünschten Musik aufgreift und ein Repertoire aufzeigt, dass die Zusammenhänge von Leidenschaft, Identität, Leistungsanspruch gerecht werden will. Mir gefallen die im Buch erwähnten "hörenswerten Songs aus den 80er Jahren; Soundtrack Part 2" besser.
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