Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

Moderator: sif

Nachricht
Autor

Guest

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#2 Beitragvon Guest » 31. März 2005, 05:38

Bild Ich würd mich aufhängen... Bild

Jean Puce
Beiträge: 86
Registriert: 10. März 2005, 21:05
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#3 Beitragvon Jean Puce » 23. Mai 2005, 03:12

Haste das Review von Idiot! noch irgendwo abgespeichert? Das war das Ober-Review!
Scheisse, dass das alte Bandportal abgekackt ist...

Benutzeravatar
sif
Beiträge: 203
Registriert: 27. August 2004, 20:15
Wohnort: Frankfurt/Main
Kontaktdaten:

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#4 Beitragvon sif » 9. April 2007, 17:08

Ox Review DNA

PORNOHEFT. Aus Frankfurt. Das wird nicht einfach. Diese Band schert sich einen Dreck um Konventionen, die in den vergangenen 30 Jahren Punk festgelegt wurden. Auch wenn ich neues Rebellentum im Punkrock begrüße, bleibt der Zugang zu Pornohefts zweitem Album zunächst schwierig. Pornoheft sind wie eine schmerzhafte Dauererektion, sie rauben dir den letzten Nerv und stoßen in der Öffentlichkeit nicht immer auf Verständnis. Chaos also auf der ganzen Linie? Nein, nur neue Wege, und gerade beim Gesang können die auch mal anstrengend für den Hörer sein. Ordentlich Dampf steckt trotzdem dahinter, das Schlagzeug stürzt voran, in eine ungewisse Zukunft mit Gitarren-Kreischsägen. Pornoheft verstehen es, Eindruck zu schinden. Ob er dann gut oder schlecht ist, das wird jeder für sich selbst entscheiden müssen, es wird aber definitiv ein bleibender Eindruck sein. Punkrock hat eine neue Avantgarde. (27:55) (7) Arne Koepke

Benutzeravatar
sif
Beiträge: 203
Registriert: 27. August 2004, 20:15
Wohnort: Frankfurt/Main
Kontaktdaten:

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#5 Beitragvon sif » 9. April 2007, 17:15

Ramtatta Review DNA

PORNOHEFT - DNA
Diese Ausgabe hat 7 von 10 Punkten erhalten. Dieses Review wurde von Nez am 07 . April 2007 verfaßt.

Da staune ich erstmal: Eine halbe Stunde vollgepackt mit 16 Songs, brachial, krass und hektisch, kaum einer über 1:30 lang - mit kryptischen Inhalten, schrägem, hohen Gejelle und krassem, bassigem HURREZURRBURR- Gesang. Wie könnte man das jemals covern? Denn das war eine der Infos, die ich so im Vornherein reingekriegt habe über Pornoheft: Es soll einen Sampler geben, auf dem verschiedene Bands Stücke der "genialen Band Pornoheft" covern. Wie soll das bitte gehen, frag ich mich, diese Stücke auf der DNA haben auf den ersten Blick gar keine Songstruktur. Und trotzdem: Schon beim ersten Hören gefällt mir das. Ich frag mich: Ist das jetzt TRASH, ist das COMEDY oder ist das AVANTGARDE? Ich höre die Scheibe ab da täglich. Es ist unerträglich interessant. Freunde, die von weitem aus meiner Klangwerkstatt Industriegeräusche vernommen haben wollen, erwischen mich beim Hören von Pornoheft. Wer hinter dem relativ platten Namen eine genauso platte Band mit anzüglichen Texten erwartet, wird vermutlich in dieser Erwartung enttäuscht. Aber ehrlich gesagt weiß ich das nicht. Mir fällt sehr bald auf, dass die Stücke genial arrangiert sind. Also, wenn die überhaupt irgendwas sind, dann sind die arrangiert. Und zwar sehr straff. Sie sind kurz. So kurz, dass es mich ankotzt, denn ich würd sie ganz gern länger hören. Ich würde sie gern richtig zelebrieren - aber Pornoheft lässt mich nicht. Andererseits hat gerade dieses Kurze einen eigenwilligen Reiz. Warum machen die das so? Ich lese, dass die GEMA kein Stück als Stück akzeptiert, dass nicht wesentlich über 1:30 hinausgeht. Das ist für die ein Fragment. Provokation der Gema oder das Vermeiden, jemals in die Gema aufgenommen zu werden? Die spinnen doch, die Frankfurter. Diese Band, die eigentlich "Pornonazi" heißen wollte, was an den demokratischen Strukturen der Band scheiterte, die scheint es einfach mit jedem aufnehmen zu wollen: Mit der GEMA, mit ihren Hörern und mit den fleißig covernden Bands. In das Album davor reingehört (Live at Vintage): Das könnte man schon covern. Es enthält eine Fülle von Songs - richtige Songs mit einer Struktur, die entfernt an das Schema F angelehnt sind. Aber egal, wir reden ja hier über die neue Scheibe. Schon äußerlich ist man da einen ganz neuen Weg gegangen. Ich kann mir das irgendwie vorstellen: "Ihr habt im Booklet ja nur Puschen, schreibt doch mal n paar Informationen rein" - was machen die? Knallen das Booklet sowas von voll mit Informationen, dass sich aber auch keiner mehr auskennt. Texte: Unlesbar, weil zum größten Teil ausländisch - also zig Seiten des sehr aufwendigen und übrigens überaus ästhetischen Booklets in verschiedene Sprachen übersetzt. Doch auch die deutsche Version macht eher Kopfschmerzen: Es ist geradezu eine Wissenschaft, sie zu entziffern. An Leertasten wurde generell gespart und man muss es eben lesen, wie es da steht: Klein, gedrängt, zunächst sinnlos. Wort an Wort. Es entpuppt sich als die Tracklist, aber wie kann ich mir da sicher sein? Das ist wohl die Politik von Pornoheft... Apropros Politik: Das Booklet ist politisch. Condoleeza Rice, Bush, Merkel, Kampfhubschrauber und ähnlich antiamerikanische Bilder illustrieren die Seiten - zugegebenermaßen auch nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Verfremdet mit einem Fernseh-Bildröhren-Verpixelungs-Effekt, wenn ich das mal so nennen darf. Ausschnitte. Fragmente. Was soll das bloss für eine Politik sein? Das erscheint mir wie die Welt aus dem Blickwinkel eines Gartenzwergs. Die Texte sind, wie der instrumentelle Part, fragmentarisch gehalten. Mit Lebensweisheiten schmeißen die Herren wohl nicht um sich - auch wenn man das vielleicht so interpretieren könnte. "Ich steh da ohne Beine, ohne Beine steh ich da" kann aber muss nicht einen tieferen philosophischen Hintergrund haben. Ebenso wie "Wir gehen spazieren ohne Gehirn" oder noch besser: "Auf den Dächern Hähnchen Klee, deine Freundin lackiert Zeh" . Viel mehr als diese Textfragmente gibt ein einziges Stück schon aufgrund der Länge gar nicht her. Dazu noch ein schwer verständliches Gejelle und zur Abrundung ein noch unverständlicheres URREBURR oder ein wie heißt das noch: M-DAKS-N-LECKEN-NÄ? Was immer das bedeutet. Es ist wohl griechisch. Das längste Stück heißt übrigens "Keine Zeit" und begnügt sich nach einem typisch - kurzen, schnellen Anfang mit einem minutenlangen Pling-Pling der Gitarre (untermalt von drums & bass). Ob das jetzt die verinnende Zeit darstellen soll, ob es das Stück künstlich verlängern soll oder ob es einfach nur die Nerven reizen soll - man steht vor einem weiten Feld der Interpretationsmöglichkeiten. Der letzte Track ist richtig nett und gern mag ich auch Track 11 (Ohne Titel), wenn das Singen einmal aufhört und man einfach instrumentell rockt.
Was mir gefällt ist der sehr schön koordinierte und einwandfreie, mehrstimmige Gesang. Auch wenn er noch so eigenwillig ist. Instrumentell einfach schnell, der Schlagzeuger hat Speed im Blut, der Bass ist schnell und sauber, die Gitarre geht nach vorn. Das ganze Werk ist einfallsreich und originell. Das ganze könnte noch ne Runde dicker klingen. Insbesondere das Schlagzeug. Textverständlichkeit ist leider nicht immer gegeben und einige Gesangsparts fallen erst mit einem guten Kopfhörer oder sehr gutem Car-HiFi auf. Auch die Kürze empfinde ich als Manko. Das ist auch der einzige Grund, weshalb ich Pornoheft nicht zu den Karl-Heinz-Stockhausens des Hardcorepunks erhebe, die kommen mir einfach zu schnell.
Fazit: Ich denke, ein großer Teil eines möglichen Publikums kann mit der Scheibe nichts anfangen. Aber das kann man ja heutzutage einfach antesten, indem man mal reinhört. Aber dann muss klar sein, dass mp3-Sound wirklich nicht hergeben kann, was die drei auf CD gepresst haben. Es ist genial. Aber wie schon Marcel Reich-Ranicki sagte: Ein Genie ist meistens kein guter Nachbar (...). Anstrengend für die Umwelt ist DNA auf jeden Fall. Ich empfehle, dass man sich die Platte mit einer absolut guten Anlage reinzieht.

pornoheft.org
myspace.com/pornoheft
Released über Katze Platten und Empty Head Rec.

Benutzeravatar
sif
Beiträge: 203
Registriert: 27. August 2004, 20:15
Wohnort: Frankfurt/Main
Kontaktdaten:

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#6 Beitragvon sif » 9. April 2007, 17:28

Erschienen in Störfaktor 51, Nr.666
Pornoheft - DNA

von Idiot!

Um Das Neue Album von Pornoheft einer hinreichenden Analyse unterziehen zu können, bedarf es einem ungetrübten Blick auf die Lebenswelt der vier Musiker.

Überrumpelt und verwirrt vom europaweiten Erfolg des letzten Albums "Live at Vintage / Rosa Puschen" löste sich die Band kurzerhand auf. Plötzlich finden sich die Bandmitglieder als Zivilisten in eine Welt zurückgeworfen, die sie vor ein paar Wochen noch in ihren kulturellen Grundangeln so erschüttert hatten. Sif arbeitete fortan als Produzent für mehrere internationale Topacts wie u.a. Rammstein, die Rolling Stones, CIA und Madonna und spielte beim letzten Album des kürzlich verstorbenen Wesley Willis das Keyboard ein. Vink Sperber verschlug es in die Politik, u.a. als letzter Minister für Sprache und universelle Grammatik unter Saparmyrat Nyýazow in Turkmenistan. Dreiervier kehrte in sein Heimatdorf zurück und eröffnete eine Umweltverschmutzungs-Fabrik. Am schwersten verkraftete jedoch Fiszn'Dipn die plötzliche Auflösung der Band: Er gründete ein hinduistisch-zahlenmystisches Lachgas-Camp im Hindukusch, verschacherte in kürzester Zeit sein komplettes Nervensystem und artikuliert sich seither ausschließlich in sprechsprachlich elaboriertem Emoticons. Bei einem schweren Reitunfall verlor er zudem beide Trommelstöcke und fast drei gute Freunde. Sif : "Fiszn setze die Band aufs Spiel, obwohl wir bereits seit zwei Monaten aufgelöst waren!"

Nachdem Dreiervier bei einem Autounfall so plötzlich und tragisch aus dem Leben gerissen wurde, griff Sif zum Telefon und überzeugte Vink von einer Reunion der Band. Jetzt musste nur noch Fiszn aufgesucht werden, der von der Außenwelt isoliert und ohne myspace-Seite irgendwo in den Bergen des Hindukusch meditierte. Bewaffnet mit drei Mulis und Tonnen von Weißbrot spürten sie ihn nach nur zwei Monaten auf, um dann einen herben Rückschlag zu verzeichnen. "Ich sagte ihnen: Mein Krieg ist vorbei. Ich habe meinen Frieden hier oben gefunden.", so Fiszn, der nach eigener Aussage zu diesem Zeitpunkt immerhin schon wieder leichte Gartenarbeit verrichten konnte. Vink und Sif gaben sich jedoch nicht zufrieden, legten ihm neues Songmaterial und das überarbeitete Strategiepapier der Band vor. Fiszn bat um drei Tage Gedenkzeit. Sif und Vink flogen zurück in ihre Wahlheimat „Frankfurt“.

Am dritten Tag erleuchtete der Fraport Frankfurt in gleißendem Licht. Fiszn war wieder da, Pornoheft zurück und alle merkten es! ...zumindest irgendwie. Auf der eilig anberaumten Pressekonferenz konstatierte der noch arg lädierte Fiszn:
"So lange Dreiervier nicht zurückkommt, so lange wird es die Beatles geben."

601 ist ein hymnischer Gesang auf die neuste Jeanskreation des Bandeigenen Modelabels PoFa. Vink: "Die 601 ist die perfekte Jeans. Nur in ihr kann man einen Pornoheft-Song angemessen tanzen." Und es ist tatsächlich wahr: 601 ist nicht nur eine Jeans zeitlosen Chics, sondern funktionell perfekt ausbalanciert! Es folgt Amuletto, ein Song furioser Klarheit: "Haben sie gesagt, es geziemt sich nicht? Kommen sie zum Zaun, Amuletto [...] In New York in meinem Flur da steht ein wunderschönes -" Pferd, möchte man da unweigerlich zwischen den Zeilen heraushören. Und tatsächlich: Hier schließt sich der Kreis; Fiszns schwerer Reitunfall ereignete sich genau am 11. September 2002 um Punkt 11:11 Uhr! Das folgende Lied, Der Sturz, bestätigt diesen Eindruck: Assembliert man dieses nämlich in Binärcode, setzt es iterativ in Amuletto ein und kompiliert das Ergebniss zurück, hört man die deutsche Synchronstimme von Denzel Washington langsam die Zahlenfolge 1011101110111011... aufsagen. Isoliert man diese Zahlenfolge in einzelne Viererblöcke und rechnet diese in das Dezimalsystem um, erhält man jeweils die Dezimalzahl 11, also genau die Anzahl der Türme, die in New York am 11. September 2002 eingestürzt sind. Nun stellt sich die Frage, ob das folgende Europa als antiamerikanisch zu werten ist. Auf Anfragen stellt Fiszn klar: "Das Lied sagt, dass es in Europa sehr schön warm ist. In Amerika ist es aber auch sehr schön warm!". In Griechenland sei es demnach auch sehr warm, dafür aber etwas kryptisch: "Allesklar? Ne!", so der Refrain. Ein erfrischend unverkrampftes Statement für eine Band, die als die intellektuelle Speerspitze Europas gilt. Keine Zeit hingegen ist philsophische Schwerkost: "Keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit und Beine lang. Sonnenauf- und Untergang." Und auch Kennedy verlangt, als politisch-historisch motivierter Song über eine Zeit, an die wir uns alle nicht gerne zurückerinnern, dem Hörer alles ab. Und wenn darauf Marianne, zu verstehen als diachronische Sprachanalyse aller bisher übermittelten slawischen, romanistischen und angelistischen Sprachkorpi erklingt, werden unerfahrene Hörer die CD vielleicht schon weglegen, ohne den eigentlichen, sehr amüsanten, aber zugegeben etwas arg verschachtelten, ironisierenden Sprachwitz erkannt zu haben. Ohne Beine, wieder autobiographisch für Fiszns Zeit in Isolation und gesteigerter Lachgass-Affinität, lockert die Platte dafür wieder etwas auf: "Ich stehe ohne Beine, ohne Beine steh ich da". Ohne Gehirn reiht sich als logische Konsequenz aus Ohne Beine locker in das Albumgefüge: Schamanische Beschwörungsgesänge und coole Extrem-Sportler-Phrasen geben sich die Klinke in die Hand und es wäre nicht verwunderlich, wenn sich hier ein kleiner Sommerhit entpuppt. Ohne Titel hingegen, ist eine politische Abrechnung mit der Stadt Frankfurt, welche 2004 Fiszn, Sif, Dreiervier und Vink die Ehrenbürgertitel anbot. Dreiervier: "Adorno, Gaudino, Weidner, da reihen wir uns bestimmt nicht mit ein!". Rattengift erzählt als kleine, autobigraphische Anekdote Sifs Tätigkeit als Kammerjäger vor Pornoheft und basiert auf gleichnamigen Belletristik-Undergroundhit, von dem William S. Burroughs Naked Lunch abkupferte. Seoul war als Memo für Dreiervier gedacht, welcher ständig vergaß, wo seine Freundin Tina arbeitete. Der Text besteht praktisch nur aus der Frage "Wo arbeitet Tina?", welche zugleich Titel des nächsten Liedes ist (Antwort diesmal: Im Kasernenhof!). Tschechien beschreibt einfühlsam die brutale Realtiät osteuropäischer Straßenkinder und ruft zugleich dazu auf, PoFa-Artikel zu kaufen, deren Erlöse zu 100% an die Band gehen. Das letzte Lied, Zeh ist ganz in der Tradition der ersten Platte gehalten und eine richtige Hommage an die letzten 30 Jahre der Bandgeschichte: Ein wunderschöner Love-Song in optimalem Mitgröhl-Tempo.
Eine abschließende Bewertung erübrigt sich und eine Kaufempfehlung geht aus dieser Rezension eindeutig hervor!
Idiot!
www.stoerfaktor51.de

Benutzeravatar
sif
Beiträge: 203
Registriert: 27. August 2004, 20:15
Wohnort: Frankfurt/Main
Kontaktdaten:

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#7 Beitragvon sif » 9. April 2007, 17:29

Organ Magazine DNA Review

Frantic and angular and very stylistic and Germanic and uber-new wave punk crash and burn and and and another fine album from our favourite Germans. They’re like some kind of Motorhead or Mudhoney for people who like positively charged weird/wired Kraut rock and unpredictable operatic punk and strangely obscure European new-wave Pere Ubu flavoured bands from 1981. Think Ramones in a healthy ruck with Einsturzende Neubauten and you’ll be somewhere near getting there. Things seem relatively straight froward this rime around, relative is the key word though, last time around Pornoheft were extremely extreme and very left field - this time they seem to be relatively accessible – still weird and wired and rewarding and just as gloriously recommended and as worth you valuable time as last time around though
Sean, of Organ UK, in Organ 198
www.organart.com

Benutzeravatar
sif
Beiträge: 203
Registriert: 27. August 2004, 20:15
Wohnort: Frankfurt/Main
Kontaktdaten:

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#8 Beitragvon sif » 9. April 2007, 17:31

Church of Noise DNA Review

In regulären Fällen eines CD Kaufs in Mitteleuropa stellt sich beim Lesen des Hochglanzbooklets erst der Oha-Effekt, spätestens aber nach dem zweiten Song dann während des Runs zur nächsten Örtlichkeit der Brechreiz ein. Glücklicherweise ist das bei Pornoheft aus Frankfurt umgekehrt – lediglich beim Lesen des Booklets und der ohne Satz- oder Freizeichen geschriebenen Texte und Credits wird einem schwindelig. Die Songs jedoch können sowohl in Soundfragen als auch im Songwriting durch die Bank weg überzeugen und lassen manch anderen Act ähnlicher Genres blass aussehen. Was Pornoheft hier abliefern, ist das, was seit Mitte der Neunziger Jahre konsequent verlernt und negiert worden ist: Rock-Musik, Mut zu Experimenten und schwefeldicke Attitude, ohne sich selbst die ganze Zeit bierernst zu nehmen. Alles in Allem klingen die drei Jungs in etwa wie eine Platte, die entsteht, wenn man King Buzzo, Mike Patton und mindestens zwei Yeah-Yeahs in ein Ipecac-Studio mit Dave Sardy an den Reglern sperrt und in regelmäßigen Abständen Gitarren, Schlagzeuge, Röhrenamps, kolumbianisches Koks und holländisches Gras hineinwirft. Pornoheft haben definitiv mehr zu bieten, als gemeinhin gefordert wird - abwechslungsreichen und interessanten Groove, warme und direkte Gitarren, Riffs, dick wie eine Wand und dennoch keinen Deut platt, gepaart mit Texten, die auch dem zweiten und dritten Lesen standhalten können. Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass die Platte mindestens die Aufmerksamkeit bekommt, die sie auch verdient.

Micha/ Church of Noise

Underdog Fanzine DNA Review

Pornoheft
"?" CD
Let's go crazy!
HabtihreuchgedachtichlesemireureTexteimGanzendurch?Dahabtihreuchgetäuscht,dennichbineinungeduldigerzeitg
enosseundwerdeleichtunruhig,wennichgenervtbin,wasichvoneurerMusiknichtsagenkann,dieistherrlichschrägwiedie
PisastudieoderdieHaushaltslageinBankfurt!ObichdieMusikaberauchbeimGangzumBäckerhörenwürde,glaub'ichnicht,
dafüristdernämlichzukurz.VielleichtlackiereichmalwiedermeineHeizung,wenndraussendieSonnescheintundgehefrei
williginTherapie,meineSeelenrissekitten.Späterkannichjaimmernochdurchdrehen,ne?Ihrwisstschon:DerWahnsinn
schleichtsichvonhintenan,packtdich,hältdichfest,bisdudannjemandanderesbist.EineFrage
habeichabernoch:Wannmerkeich,dassichverrücktbin?Antwort:WennichdieCDbiszuEndeangehörthabe.
TRASHcrazyPunk aus der totalen Institution, jenseits der forensischen Klink.
Keine Wichsvorlage, aber ein Störfaktor des guten Geschmacks.
Wann habt ihr eigentlich wieder Freigang?

Underdog ISSUE#20 Sommer 2007
Zuletzt geändert von sif am 17. Juni 2007, 22:40, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Spike
Beiträge: 512
Alter: 34
Registriert: 10. Februar 2007, 18:30
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#9 Beitragvon Spike » 9. April 2007, 17:43

ist das wirklich sinnig Reviews in Foren zu posten ??
... Daumen hoch! Bild

Benutzeravatar
sif
Beiträge: 203
Registriert: 27. August 2004, 20:15
Wohnort: Frankfurt/Main
Kontaktdaten:

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#10 Beitragvon sif » 9. April 2007, 19:27

knox hat gesagt, ich darf das. (hehe)

Benutzeravatar
Spike
Beiträge: 512
Alter: 34
Registriert: 10. Februar 2007, 18:30
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#11 Beitragvon Spike » 9. April 2007, 19:54

najaa.. finds nur nicht interessant Bild
... Daumen hoch! Bild

KA
Beiträge: 3357
Alter: 32
Registriert: 2. August 2004, 18:03
Wohnort: Dortmund City, alta
Kontaktdaten:

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#12 Beitragvon KA » 9. April 2007, 20:00

Musste ja nich lesen, wobei einige der Reviews schön geschrieben sind.
Bild

Benutzeravatar
Knox
Beiträge: 63146
Alter: 61
Registriert: 20. April 2003, 22:26
Wohnort: Bierdosenland

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#13 Beitragvon Knox » 9. April 2007, 20:07

ist doch ok so hat man die hier alle zusammen
Bild
Suhrkamp und Insel raten von der Verslektüre ab. Sie kann zu Gehirnerweichung führen

Benutzeravatar
Spike
Beiträge: 512
Alter: 34
Registriert: 10. Februar 2007, 18:30
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#14 Beitragvon Spike » 9. April 2007, 21:10

jajaa... habs grad mit sif geklärt glaub ich! Sorry, wenn das falsch rüberkam.
... Daumen hoch! Bild

Benutzeravatar
sif
Beiträge: 203
Registriert: 27. August 2004, 20:15
Wohnort: Frankfurt/Main
Kontaktdaten:

Re: Reviews zu Veröffentlichungen von Pornoheft

#15 Beitragvon sif » 9. April 2007, 21:39

alles easy, muss zum frisör...

Bild


Zurück zu „Platten“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast