Diskussion mit Skinheads

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Bobso
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Diskussion mit Skinheads

#1 Beitragvon Bobso » 16. Februar 2006, 02:04

Aalso:
Hab mal mit ein paar Skins aus Aachen in deren Forum diskutiert. Mit einem der Leute war ich mal
gut befreundet! jaja, so können die Wege auseinandergehen! Schade!

Bobso:

Hi Piffko!
Find ich vernünftig, eine Diskussion nicht in GBs anzufangen! Das spart Traffic und Nerven!

Jedenfalls gehts mir um die Inhalte eurer Page! Ihr sagt, dass ihr unpolitisch seid, etwas gegen beide Extreme habt! Das find ich nicht haltbar!
1. Ihr habt einen Link zu irgend so ner komischen Band, welche die Lebensrune und die schwarze Sonne in ihrem Logo haben, also Elemente, die klar der okkulten NS-Szene zuzuführen sind!
Ausserdem kommt noch der "Vikings"-Anspruch dazu! Zum kotzen!
2. Ein gewisser "Terror", der auch im Forum aktiv ist, beschreibt, dass er gerne ENDSTUFE hört! Andi bestätigt das! Ist das ein Witz? Endstufe ist eine stark rechte Band, da gibts nichts dran zu rütteln! Und die Ausrede, dass die Mucke (also nicht die Texte) gut ist, finde ich nicht haltbar! Schlechte Ausrede!
3. Stefan hat auch schon zugegeben, dass er kein Problem damit hat, mit Faschos einen zu heben, so lange sie ihn nicht mit Politik zulabern! Das nenne ich mal Rechtsoffenheit und Inkonsequenz!

Ihr sagt, dass ihr weder "braun", noch "red" seid! Sehe ich nicht so!
Wer rassistische Bands hört und wem es nichts ausmacht, sich mit Faschos abzugeben, der vermischt absichtlich die Grenzen! Für mich habt ihr keine Authenzität mit eurer "unpolitischen" Haltung!
Schade, dass alles den Bach runter geht...


basch:


uten tach bobso ...
also ich schreib jez einfach was ich dazu sagen kann was warscheinlich nciht viel sein wird aber ich versuch ma jeden deiner punkte aus meiner sicht zu beantworten!
1. die Band "treibjagd" hat diese symbole gewählt da sie wirklich vikingrock machen ... viele metal bands zB benutzen diese symbole auch und deine begründung dass diese zeichen eindeutig auf die ns-geschichte zurück zu führen ist kann ich auch nicht bestätigen da es diese symbole schon lange zeit vorher in der germanischen und heidnischen geschichte gab ... ich benutze diese symbole nicht aber wer spaß dran hat oder sich für diese geschichte interessiert soll sie von mir aus gerne benutzen
2.+ 3. endstufe als stark rechte band einzustufen ist ok. aber sie spielen auch viele gute, ich nenn sie mal oikracher, die nur über den skinheadkult oder über spaß und trinken und party handeln. aber genausogut wie endstufe hör ich auch linke bands wie zB fahnenflucht oder schleimkeim (zwar seltener aber ich höre sie auch) womit du warscheinlich überhaupt kein problem hast. hauptsächlich hör ich dann allerdings die "normalen" skinbands die halt skinhead rock n roll oder oi spielen. die tatsache das ich mir gerne mit faschos einen hebe ist für mich schwierig zu erläutern. ich trinke oft mit menschen die ich noch nie in meinem leben getroffen habe und es nach diesem abend höchst warscheinlich auch nie wieder werde ... die politische einstellung dieser leute kenn ich meistens nciht und sie interessiert mich auch nicht besonders ! ob ich da nun mit einem rechten oder einem linken oder einem mittig eingestellten menschen rede und trinke und spaß habe, es ist mir egal. solange sie nicht versuchen mir irgendwas einzureden oder wenn sie nicht anfangen ihre idelogie in den vordergrund zu stellen kann mir diese egal sien da sie mich ncht interessiert.
wenn du mich unbedingt rechtsoffen nennen willst musst du mich auch linksoffen nennen. so seh ich das.
ich sage ich bin weder braun noch rot und das stimmt auch.
wenn du ein problem mit dieser einstellung hast und diese auch nicht hinnehmen kannst find ich das ziemlich schade weil ich finde das wir schon n paar richtig gute partys gefeiert haben (wo mich deine politische einstellung auch nicht interessiert hat).

das ist alles was ich bis hier dazu sagen kann.


Magoo:

zu der Band endstufe is Rac ... geht hautpsächlich gegen kommunismus wenn überhaupt... dazu ham die texte wie in die eier , working class und renee ... die wirklich sehr angesagt sind weil die musik genau wie die texte nunmal gut sind ...

wie gesagt wir sind keine braunen und keine roten ... aber leute nach ihrer Politischen Haltung zubeurteilen is schwachsinn das kann man jedem der beiden seiten vorwerfen weil es bei beiden der fall ist ...
das kann man genau so damit vergleichen wenn einer nen Farbigen nach seiner Hautfarbe beurteilt !

Zu dem Argument gegen Stefan bleibt bei uns einfach der Satz "Suff dich voll und Fress dich dick doch halt dein maul von politik" ... das gilt den rechten genau wie den linken ...

Und um Nochmal zur Musik zurück zukehren Leute nach der Musik zu beurteilen is noch bescheuerter -.- nur weil einer versch. Richtungen Musik hört heißt es doch nicht direkt das er so denkt oder sowas unterstützt ...

so jez aber erstmal genug hab hunger

Cheers&Oi!


Piffko:
sers loitz.
also: die schwarze sonne ist eindeutig ein symbol der ss und das gab es nicht vorher!aber trotzdem: unpolitisch gibt es nicht.selbst wenn man sich über politiker aufregt ist man ploitisch auch wenn man sonst nichts damit am hut hat.
und zur musik: diese zu hören und den inhalt der texte aufzufassen und nachzuleben ist ein gewaltiger unterschied.ich höre auch gerne mal endstufe (bei welchen ich nicht denke dass sie nur was gegen kommunismus haben) aber ebenso dritte wahl oder etwas mehr in die punkrichtung was ja ziemlich krasse unterschide sind und woraus man erkennt, dass ich mich politisch nicht festlege. das hat nichts damit zu tun dass ich keine auhung habe, ganz im gegenteil , ich habe nur keinen bock, mich in eine schublade drängen zu lassen sondern sehe die " musik in der musik". der inhalt dieser steht dabei ein wenig im hintergrund.
ich mag ebenso wenig lieder die mit "sieg heil" rufen bestückt sind wie welche in denen anarchie o. ä. gefordert wird.
ich sehe mich als rechtsoffen, ich kann jedoch genauso sagen, dass du "linksoffen" bist, was soviel heißt dass wir beide ins "extreme" gehen nur in unterschideliche richtungen (wobei ich dir versprechen kann dass ich im allgemeinen nichts gegen andersdenkende habe solange sie mir nicht versuchen ihre meinungen aufdrängen zu wollen).
soviel zu mir.
nun zu dir.
warum bist du so intolerant? das ist genauso wie wenn du mich anmachst weil ich fleisch esse nur weil du vegetarier bist.
jedoch rechne ich es dir hoch an dass du dich hier ngemeldet hast, nicht so wie die anderen spacken die was gegen uns ins gb schreiben und keine daten hierlassen.
is schade dass wir so auseinander gegangen sind nachdem was wir durchgemacht haben. hätte kein prob. damit dich nochma wieder zu treffen.
ach ja, und es heißt "AUTHENZITITÄT"was bedeutet, dass man sich icht von anderen beeinflussen lässt...(*besserwisserisches grinsen*)
naja hoffe wir können mal live darüber diskutieren.
cheers'n'oi!
piffko
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Bobso
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Re: Diskussion mit Skinheads

#2 Beitragvon Bobso » 16. Februar 2006, 02:05

Bobso:

Also, dass du politisch nicht uninteressiert bist, dass glaub ich dir gern!
Du willst mir also vorwerfen, dass ich intolerant bin?

Nun, ich versuch dir mal meine Denkweise zu erklären:
Ich seh mich nicht als Linksextrem, sondern als Links! Die Antifa kotzt mich übrigens genau so an, wie euch! Also: schon mal ein gemeinsamer Nenner!
Ich bin nicht intolerant, sondern ich versuche die Intoleranz (die Rechten) zu bekämpfen, da sie durch ihre Intoleranz andere Ausgrenzen, was im besten Falle einfach dumm ist! Also sympatisiere ich auch ganz einfach nicht mit den Menschen, die solche Leute toleriern, da sie zugleich das Handeln der Rechten legitimieren!

Ich sehe mich als Demokrat, obwohl ich auch der Ansicht bin, dass die Demokratie niemals funktionieren wird, so wie sie vorgesehen war!
Was schreckt dich so am Kommunismus ab? Bis jetzt hat es keinen Kommunismus gegeben, höchstens auf dem Papier!
Und jetzt kommt mir bitte nicht mit der DDR, der UDSSR oder so nem Scheiß!
Das war nichts anderes als die heftigsten Dikaturen unter dem Deckmantel des Kommunismus! Und warum? Weil die Menschen nicht in der Lage sind, diese Ideologie in die Realität zu übertragen, ohne sich an ihr zu bereichern!
Das heisst nicht, dass ich den Kommunismus als toll ansehe! Ich finds genau so bescheuert wie ihr, allerdings mit einem Unterschied:
Ihr seht den Kommunismus als das linke Extrem an, dass die Menschen einsperrt und auch nicht besser ist als die Diktatur, während ich der Meinung bin, dass die Praxis dieser Regierungsform an der unreife der Leute versagt!

Was hatte dies jetzt mit dem Thema zu tun?
Jede Menge! Ihr grenzt euch zu allen Extremen ab und stellt euch "in die Mitte", wollt unpolitisch sein! Wie Piffko ja schon erklärt hat: Diese Sichtweise ist nicht haltbar, da es das Wort "unpolitsch" eigentlich nicht gibt! Ok, ihr könnt in den Wald ziehen, dann seid ihr unpolitisch! *g*
Jetzt mal im Ernst: Rechts ist da, wo die Mitte ist!
Dieser Spruch scheint sich bei euch wieder mal zu bestätigen!

Ich will euch nicht unterstellen, dass ihr rechts seid! Aber eben eine rechtsoffenheit, die ihr ja auch zugebt! Warum seid ihr rechtsoffen? Aus Toleranz?
Dann lest noch mal den Anfang!
In den vergangenen 10 Jahren wurden ca. 120 Menschen in Deutschland auf der Strasse von Rechten umgebracht, oftmals ohne Motiv!
Von Linken: kein einziger!

Wenn ihr beide EXTREME nun verabscheut, meint ihr damit eigentlich nur eins:
Unterdrückung der Menschen!
Diese Haltung ist auch richtig! EXTREME müssen bekämpft werden, da oft die Objektivität fehlt! Aber eines muss man sich selbst fragen:
Habe ich eine Moral???
Manchmal denke ich, dass einige von euch diese nicht haben, denn wenn man Leute toleriert, die andere nur wegen ihrer Hautfarbe umbringen, nur damit man selbst keinen Stress hat und es einem alles egal sein kann...nun ja!
Da kann man dann eigentlich nur noch von Ignoranz oder fehlender Bildung sprechen!
Muss man sich das Leben wirklich so einfach wie möglich machen? Was sit mit den anderen? Oder mit einem selbst? Soll man die politischen Meinungen anderer Ignorieren, es ok finden, mit Nazis einen saufen zu gehen, solange sie einen mit ihrer Politik verschonen?
Für mich ganz klar der falsche Weg!
Sorry, Leute! Mit Rechtsoffenen habe ich nichts zu tun!
Das gilt für euch, so wie für alle anderen sogenannten "Oi-Skins" die versuchen "unpolitisch" zu sein!



Piffko:

also: am allgemeinen habe ich nix gegen kommunismus, nichts gegen ausländer und nix gegen linke.wenn dann aber ein ausländer kommt und scheiß deutschland sagt, ein linker kommt und zu mir nazi sagt und mir jemand erklären will dass kommunismus gut ist, hab ich natürlich ein problem damit.
und ab wann ist man ein nazi? bin ich einer wenn ich einen dunkelhoitigen schlage weil er mich angemacht habe? oder wenn ich sage dass ich es schön in deutschland finde?
und töten die nazis dunkelhäutige?
bevor ich antworte möchte ich klarstellen dass ich keinesfalls hinter dem handeln dieser szene stehe und ihr verhalten toleriere.
aber für die linken ist es halt einfacher menschen für ihre seite zu gewinnen da keiner die gefahr erkennt, die von ihnen ausgeht.die rechten jedoch werden immer für die bösen gehalten und fallen dadurch mehr auf.
wenn du dir mal beide extreme anschaust wollen sie doch eh nur dasselbe: freiheit und nicht vom staat unterdrückt werden, die einen durch diktatur die anderen durch kommunismus. jedoch wissen wir beide dass das nicht geht. man kann keine freiheit haben wenn man nicht selber entscheiden kann.
und wo ist überhaupt der unterschied zwischen uns? ich bin vielleicht rechtsoffen und du
bist linksoffen. es sind beides extreme und unserer meinung nach sind diese schlecht...


Terror

Mein lieber Bobso, sicher höre ich Endstufe und unter anderen Diverse andere Bands die als Rechtsrock eingestuft werden. Jedoch muss ich deswegen kein Rechtsradikaler sein oder mich mit dieser Seite sympathisieren. Meine Meinung steht und lässt sich nicht durch irgendwelche Liedtexte beeinflussen. Wenn du dir jetzt sagst das dies unbewusst passiert kann ich dich beruhigen, denn ich höre unter anderen eindeutig linke Bands wie z.B. die Redskins. Dies ist eine kommunistische Skinheadband aus Great Britain. Bin ich deswegen jetzt ein Kommunist ? Oder noch besser nach deiner Denkweise ein Nazi-Kommunist ? Ich denke du siehst ein das dies schwachsinnig ist und zu nichts bringt. Schließlich laufen auch nicht alle Leute die Counter-Strike spielen Amok

Zu den Kontakt mit Rechten kann ich nur eins sagen : Ich denke wir sind alle nicht der Meinung der Rechten und dies zu denken bzw. sogar zu behaupten wäre falsch und uns gegenüber ungerecht. Wir grenzen nur keine Leute aus weil sie anders denken oder müssen diese durch stundenlange und vorallen sinnlose Diskussionen auf unseren politischen weg führen. Unpolitisch heisst nicht keine politische Meinung zu haben, sondern auf diese keinen Wert zu setzen. Das heisst das ich denke was ich will und mein Gegenüber das gleiche darf ... ohne das ich ihm deswegen auf die Fresse hauen oder ausschließen muss. Ich vergleiche dies hin und wieder mit Rassismus, einen aufgrund seiner Hautfarbe auszugrenzen ist scheiße und dumm, genauso wie jemanden aufgrund einer anderen Meinung auszuschließen. Oder hast du eine Freundschaft oder eine gute Beziehung beendet weil jemand eine andere MEinung zu dem Irak-Krieg hatte ?


basch:

mich stört hier ein wenig das alle von "uns" reden ...
darauf hab ich bei meiner antwort bewusst verzichtet da ich hier nur meine meinung vertrete und nicht die der andere (auch wenn sie fast gleich sind)

also ich finde ich hab das alles so getroffen wie ich darüber denke.
falls dir daran immernoch irgendwas nciht passt dann schreib bitte diesen punkt oder diese punkte auf und sag mir was dir daran nciht gefällt. da du eventuell etwas falsch verstehst oder ich einfach falsch beschrieben hab ...
kann natürlich genauso sein das dir was an meiner einstellung wirklich was nicht passt...dann kann ich daran auch nichts ändern.





Also, mir fällt da echt nix mehr zu ein! Vielleicht sollte ich ihnen mal erklären, dass die mit ihrer ach-so-toleranten haltung eigenlich sehr intolerant sind, weil sie ja eben Leute tolerieren, die intolerant sind.
Ähh, war jetzt ne bisschen kompliziert! Ich denke mal, dass ihr wisst, was gemient ist!

Wie seht ihr die Sache???
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fraggle
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Re: Diskussion mit Skinheads

#3 Beitragvon fraggle » 16. Februar 2006, 02:26

Ich bin nicht intolerant, sondern ich versuche die Intoleranz (die Rechten) zu bekämpfen, da sie durch ihre Intoleranz andere Ausgrenzen, was im besten Falle einfach dumm ist! Also sympatisiere ich auch ganz einfach nicht mit den Menschen, die solche Leute toleriern, da sie zugleich das Handeln der Rechten legitimieren!


also ich stimme da dem wilhelm busch zu... "Toleranz ist gut, aber nicht gegenüber den Intoleranten" denn sobald tolerant der intoleranz gegenüber ist, ist man in indirekter weise selbst intolerant. oder hab ich da einen denkfehler?

Caitiff
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Re: Diskussion mit Skinheads

#4 Beitragvon Caitiff » 16. Februar 2006, 02:29

Ich find die ehrlichgesagt noch nicht mal so unvernünftig, alles in allem (und bevor's Fragen gibt, ich bin eindeutig links, und auch antifaschistisch eingestellt)...
Man läuft nicht rum und fragt wirklich jeden den man trifft nach seiner politischen Meinung, nur um festzustellen mit wem man im selben Raum sein "darf" und mit wem nicht.
Wenn man sich gegen beide Extreme abgrenzt und dem ganzen nicht den übergroßen Wert beimisst seh ich da drin noch nichts schlimmes.

Kenn auch Leute, die vielleicht politisch nicht ganz "korrekt" sind, aber es sind und bleiben Menschen, teils halt auch Freunde. Wobei ich da schon eine deutliche Grenze ziehe: Mit Gewalttätern und überzeugten Rassisten/Neonazis etc will ich nix zu tun haben!
Hab's schon geschafft mit einigen überzeugten Rechten (die ich allerdings nur dieses eine Mal getroffen hab) zu diskutieren, und solang die net anfangen brutal zu werden und locker bleiben kann das ganz lustig sein.
Gut, ich konnt sie leider net vom Anarchismus überzeugen, sie mich aber auch net vom Nationalsozialismus^^

Rechtsrock zu hören find ich zwar scheiße, aber letztlich jedem selbst überlassen - selbst wenn es nervt, und die Texte mich fast zum Amoklauf bringen.
Wenn man da so verkrampft und betont pc reagiert macht vielen, die nur rumprollen wollen, diese Provokation doppelt soviel Spaß. Zur Not gegen ansingen, wenn im Dorf ein paar S***Heil rufen kann man die mit nem lauten Fick Heil schon verunsichern! *g*
Who cares, solang die betreffenden Personen sich nicht dahingehend verfestigen und ins gewaltbereit-militante abrutschen?
Hab erst letztens erlebt dass einer, den ich halbwegs gekannt hab ins rechte Lager gerutscht is. Verdammt bitter, aber letztlich seine Sache. Mehr als diskutieren kann man da auch nicht.

Will nur deutlich machen dass man sehr genau abwägen sollte, ob man alles was einem politisch net passt gleich verteufelt, oder versucht konstruktiv damit umzugehen (vielleicht auch zu Außerdem find ich's halt nicht gut Leute nur wegen denen mit denen sie reden etc. gleich abzustempeln. Hey, bei den Leuten die ich kenne, ach wie bedenklich... nur weil man andere toleriert/akzeptiert/respektiert (in Grenzen) muss man deren Meinung weder teilen noch gutheißen!

Hoffe ihr haltet mich jetzt nicht für nen Pseudo-Fascho, das liegt mir nämlich fern Bild
Bin auch durchaus bereit meinen Standpunkt gegenüber den Rechten deutlich zu machen, von mir aus auch nonverbal^^

Edit: so viele Beiträge, auf die ich noch net reagieren konnte....
ich stimme euch durchaus zu, Toleranz hat Grenzen!!! Und die braucht sie auch...
nur bei mir hört die Toleranz wirklich erst bei verbalen/physischen Verletzungen, Angriffen und Unterstützung derartigen Verhaltens auf. Da würde ich auch jederzeit einschreiten!

Und jetzt könnt ihr mich zerreißen, ich denk hiermit mach ich mir nur Feinde^^
*in Deckung geh*
Zuletzt geändert von Caitiff am 16. Februar 2006, 02:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Diskussion mit Skinheads

#5 Beitragvon UNiXPunK » 16. Februar 2006, 02:29

"Im Namen der Toleranz sollten wir daher das recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren." Karl Popper

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Re: Diskussion mit Skinheads

#6 Beitragvon Tockroach » 16. Februar 2006, 02:55

Tank Girl schrieb am 15.02.2006 22:59
Man läuft nicht rum und fragt wirklich jeden den man trifft nach seiner politischen Meinung, nur um festzustellen mit wem man im selben Raum sein "darf" und mit wem nicht.

sicher es ist schwachsinnig jeden erstmal auszufragen, wie er gesinnt ist bevor man sich nen bier an der theke holt.
aber wenn man in einem gespräch immer mehr den verdaht bekommt, dass der gesprächstpartner eineeindeutig rechte gesinnung hat sollte man schon reagieren.
ichzumindest kannes nicht mit meinem gewissen vereinbaren mich gegen nationalsozialismus einzusetzen und dann aus reiner bequemlichkeit in der kneipe nichts zu tun wenn mich dort genau dieses thema ankotzt!

naja ich glaube, in der hinsicht rechtsoffenheit oder rechtsradikalismus bin ich etwas intollerant.
aber ich stehe auch zu dieser intolleranz, da ich sie für richtig halte. und darauf kommt es auch für mich an.
ich bin natürlich nicht so dumm, dass ich in jedem der nicht gleich jeden ausländer mag einen nazi sehe aber wenn ich rechte parolen oder rechte ansichten bemerke kann ich mein maul auch nicht halten und muss drauf hinweisen wie sehr ich "rechts" verabscheue...

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Re: Diskussion mit Skinheads

#7 Beitragvon Caitiff » 16. Februar 2006, 03:00

Klar, wenn der das durchblicken lässt oder unbedingt über Politik schwallen will - Attacke!
Das leugne ich ja nicht. Bei sowas mach ich denen klar auf welcher Seite ich stehe.

edit: hab mir dadurch auch nicht nur Freunde gemacht, kann sein dass mich das noch mal einholt. aber egal, das war's wert^^

Nur manchmal hab ich einfach das Gefühl, das ein Teil der Leute ein bisschen überparanoid sind - nichts gegen gesundes Misstrauen, aber man muss auch mal anderen ihre Meinung lassen (meine Beschränkungen von oben gelten nach wie vor, auch dafür).

Zu Toleranz fällt mir noch ein schöner Spruch von Nietzsche ein:
"Toleranz ist nichts anderes als das Misstrauen in ein eigenes Ideal"
Zuletzt geändert von Caitiff am 16. Februar 2006, 11:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Guest

Re: Diskussion mit Skinheads

#8 Beitragvon Guest » 16. Februar 2006, 03:01

Tockroach schrieb am 15.02.2006 23:25
Tank Girl schrieb am 15.02.2006 22:59
Man läuft nicht rum und fragt wirklich jeden den man trifft nach seiner politischen Meinung, nur um festzustellen mit wem man im selben Raum sein "darf" und mit wem nicht.

sicher es ist schwachsinnig jeden erstmal auszufragen, wie er gesinnt ist bevor man sich nen bier an der theke holt.
aber wenn man in einem gespräch immer mehr den verdaht bekommt, dass der gesprächstpartner eineeindeutig rechte gesinnung hat sollte man schon reagieren.
ichzumindest kannes nicht mit meinem gewissen vereinbaren mich gegen nationalsozialismus einzusetzen und dann aus reiner bequemlichkeit in der kneipe nichts zu tun wenn mich dort genau dieses thema ankotzt!

naja ich glaube, in der hinsicht rechtsoffenheit oder rechtsradikalismus bin ich etwas intollerant.
aber ich stehe auch zu dieser intolleranz, da ich sie für richtig halte. und darauf kommt es auch für mich an.
ich bin natürlich nicht so dumm, dass ich in jedem der nicht gleich jeden ausländer mag einen nazi sehe aber wenn ich rechte parolen oder rechte ansichten bemerke kann ich mein maul auch nicht halten und muss drauf hinweisen wie sehr ich "rechts" verabscheue...


ich find dich ziemlich tolerant. *fg*
ich hab auch keine lust mit jemandem zu saufen der mit rechten feiert, sich ihre sprüche reinzieht und dabei den mund hält!

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Re: Diskussion mit Skinheads

#9 Beitragvon Flo » 16. Februar 2006, 11:42

Wiedermal diese Fehlannahme Punk hätte was mit Toleranz zu tun.
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Caitiff
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Re: Diskussion mit Skinheads

#10 Beitragvon Caitiff » 16. Februar 2006, 11:48

Wer hätte je gedacht dass eine Subkultur, die sich auch durch Abgrenzung definiert, so tolerant ist?
Aber man kann Leute nicht nur als Vertreter einer Subkultur sehen, sondern als Menschen.

Bin ich tolerant weil ich Punk bin? Nein
Einfach weil es bis zu einem gewissen Grad der Rationalität und dem(bei mir vorhandenen) Gedanken "Leben und leben lassen" entspricht.
Zuletzt geändert von Caitiff am 16. Februar 2006, 11:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Diskussion mit Skinheads

#11 Beitragvon NichtTherapiebar » 16. Februar 2006, 13:00

also ich bin ein Mensch ich toleriere jeden Mensch....denn wenn man Intolerante nicht toleriert find ich hebt man sich auf das gleiche nievau ab wie Intolerante....man sollte die einstellung von ihnen nicht akzeptieren un vorallem auch nicht respektieren aber bloß weil ein mensch eine meinung hat die mir nicht gefällt(oder die ein verbrechen ist looool) muss der mensch nicht gleich scheiße sein....in meiner familie hab ich viele beispiele(ist sehr rechtsorientiert)....ich bin auch der meinung das es egal ist welche musik man hört solang sie einem gefällt sowieso bloß weil man mal ne rechte band hört oder ne linke band oder wat weiß ich muss man nicht gleich die meinung übernehmen.....ich finde es scheiße das hier über leute diskutiert wird(besser gesagt deren meinungen) die hier NICHT anwesend sind und sich nicht dazu äußern können....
haut rein
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Re: Diskussion mit Skinheads

#12 Beitragvon Caitiff » 16. Februar 2006, 13:02

NichtTherapiebar schrieb am 16.02.2006 09:30
ich finde es scheiße das hier über leute diskutiert wird(besser gesagt deren meinungen) die hier NICHT anwesend sind und sich nicht dazu äußern können....


Stimmt... is dann ohnehin eher einseitig, vor allem weil sie ihre Meinung nicht noch mehr klarstellen können. Wobei diese Posts von ihnen, die am Anfang zitiert worden sind ja schon mal besser sind als gar nichts.
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Re: Diskussion mit Skinheads

#13 Beitragvon Loreleypunx » 16. Februar 2006, 15:31

Ein rechtsoffener Skinhead ist kein Oi Skin...
Würd eher sagen, dat is en Bonehead.
Ich finds lächerlich, das sich irgendwelche ,,rechts offenen" hinter dem Oi! Kult verstecken. Anscheinend kommen se so besser durch oder haben kein Mumm, hinter ihrer wahren Sache zu stehen.
Die haben ,,The Spirit of 69" nivht verstanden.
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Re: Diskussion mit Skinheads

#14 Beitragvon Caitiff » 16. Februar 2006, 15:57

Wo ist die Grenze von
"Politik geht mir am Arsch vorbei" und rechtsoffen?
Oder ist da in euren Augen kein Unterschied?
Und wie ist es mit linksoffen... wenn man meint sie sollten strikt unpolitisch und nicht rechtsoffen sein, "dürfen" sie dann überhaupt linksoffen sein? --> nur mal als Denkanstoß, ich als Linke habe logischerweise nix gegen Linksoffenheit


Ich seh immer noch als erstes den Mensch, dann die politische Meinung...etwas undogmatischer.

Hat zwar auch seine Grenzen, aber in der Regel halte ich diesen Grundgedanken für gut.
Zuletzt geändert von Caitiff am 16. Februar 2006, 16:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Diskussion mit Skinheads

#15 Beitragvon Loreleypunx » 16. Februar 2006, 16:30

Joa. gute Frage.



Wenn ein OI! Skin zu mir sagt, er liebt sein Vaterland is dat ok.
Wenn ein Oi! Skin sagt, er sei stolz auf sich is dat auch ok.
Wenn er sagt, er steht auf Freundschaft und Treue is das auch gut.
wenn er zu mir sagt, er wäre rechtsoffen, is es ein Arschloch.
Rechts wie auch rechtsoffen fängt bei mir bei Ausländerfeindlichkeit und Adolf Sympathy an.
Und solche Arschlöcher sollen sich nicht Skinhead nennen.
Ich kann auch mittig bleiben und die ganze Scheisse die von oben kommt kritisieren.

Ich lebe auch in einer geilen Gegend und liebe diese auch. Aber damit ist die Landschaft und nicht die Politik gemeint.
Bei dem, wat ich die letzten Jahre durchgemacht hab und wat ich erreicht hab kann ich auch sagen, ich bin stolz auf mich.
Und Freundschaft und Treue is ja wöhl für jeden wichtig..
Ich brauch weder die eine noch die andere Extreme. Ich ahb die linke seite richtig extrem mitgemacht und hab mich zu tief darin verstrickt.

Hab mein weg aber gefunden:
Und der heisst nix extremes. Der heisst Menschlichkeit und Gerechtigkeit
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