Diskussion mit Skinheads (die 2te)

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Bobso
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Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#1 Beitragvon Bobso » 4. März 2006, 20:53

Fortsetzung und Ende der überaus stumpfen Diskussion!
(Wer den Anfang lesen will : http://6736.rapidforum.com/topic=118975996076)

bootsista:

Hey Bobso, ich kannte dich als toleranten Oberpunk der jeden aufm Markt willkommen hieß und jetzt ist aus dir ne linke Ratte geworden.
Seit dem du in der linken Ecke rumhängst argumentierst du mit Dingen die zusammenhangslos sind. Ich denke ich spreche hier für die meisten, wenn ich sage wir wollen unser Leben leben wie uns das gefällt und was in den köpfen der leute drin ist, ist jedem selbst überlassen solange man nichts in die Tat umsetzt.
Du bist nicht besser als n Rechtsdenker wenn du so linksextrem denkst!
Cheerz'n'Oi!eva


Hajo Potta:

da kann ich nur Bootsista recht geben. Die linken sprechen immer von Tolleranz halten sich selber aber nicht daran.
Hab ich schon oft mitbekommen hier in Witten.
Links/Rechts = Gleicher Müll gleicher Faschismus und gleiche Gewalt
nur in anderen Farben.


Bobso

Wenn ihr das Grinsen sehen könntet, was grade über meine Wangen geht! Nun ja...
linke Ratte...Hoho! Das sind ja mal ganz neue Anschuldigungen und Bezeichnungen!
Hey, ihr letzten 2 Kommentatoren:
Habt ihr euch die oberen Posts durchgelesen?

Hab euch zu erklären verucht, dass Toleranz gegenüber Intoleranten (Faschos, Linksextremen) keine Toleranz sein kann, da man ja ihre intoleranten Ansichten legitimiert!
Ein schöner Spruch hierzu:

"Im Namen der Toleranz sollten wir daher das recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren." Karl Popper

Ihr seid im eigentlichen Sinn keine Oi-Skins, da ihr ganz klar rechts- (von mir aus auch links)offen seid und es euch anscheinend egal ist, mit wem ihr euer Glas hebt!
Erbärmlich!
Ich weiß nicht, was Oi ist, aber ich weiß, das IHR devinitiv KEINE Oi-Skins seid!

Bin übrigens nicht linksextrem, sondern links, da alle extreme fürn Arsch sind und ein objektives Meinungsbild und eine Disskusionsgrundlage ausschließen!
Warum bin ich links?
Weil ich sozial gegenüber den Toleranten Menschen bin, was wahre Toleranz bedeutet!

Und wenn ich schon diese Worte aus dem Mund eines Mitläufer-Mädels höre:
"linke Ratte...früher offener Punk"
Muahaha!
Meine Meinung, Eva, hat sich nie geändert! Wenn früher einer auf den Markt gekommen wäre und gesagt hätte: "Ich geh auch mit Faschos saufen, ich bin tolerant!", ich hätte ihn zum Teufel gejagt!
Du unterstellst mir hier ganz klar deine subjektiven eindrücke...!
Denk mal drüber nach!
Ich war schon immer so und ich werde einen Scheißdreck tun, mir "Unpolitisch" auf die Stirn zu malen und dann mit Faschos und kommunistischen Diktaturvertretern (ist dasselbe, siehe obere Posts) einen saufen gehen!

Ihr seid einfach der Beweis dafür, dass die Skinheadszene von klar Rechtsoffenen untergraben wird, die sich unter dem Deckmantel "unpolitisch" tarnen!

Klar, liebe Eva: Leb dein Leben, so wie du meinst! Halte dich aus der ganzen Politiksache raus, verachte sie und beschwer dich später, dass das Bier so teuer ist/dass du Krankenkassengebühren zahlen musst/dass DEIN späterer Arbeitslohn gesenkt wird, dafür die Einkommen der Konzerne steigen/...
Du machst dir dein Leben zu einfach!
Klar, ist dein gutes Recht! Aber beschwer dich später nicht, dass die Dinge so gekommen sind, wie sie jetzt sind!
Ich will hier niemanden belabern oder überreden, ich will euch lediglich EURE Haltung wiederspiegeln und euch die Konsequenzen bewusst machen!

Tja, schade! So einfach können Freundschaften aufgrund gesellschaftspolitischer Unwissenheit und fejlender Moral zu Grunde gehen!

Bobso

PS an Piffko:
Hab letztens am Stand der NPD in Aachen einen alten Kumpel gesehen, mit dem du früher auch sehr viel zu tun hattest! Wollt ich dir nur mitteilen.
Wer? Der Typ, der da wohnt wo es mehr Kühe als Einwohner gibt! Kennst du aus der Mitelstufe!
ein sehr schönes Beispiel, wie erbärmlich man sich entwickeln kann, oder?

Machs gut, alter Freund! Wünsch dír noch ein schönes Leben! Hoffentlich wirst du mit deiner Einstellung glücklich (das meine ich ernst!)
Bin sehr traurig über die ganze Geschichte!
Vielleicht wachst du irgendwann einmal auf...


Piffko:

ch verstehs nicht.
du versuchst uns als rechts zu beschuldigen (bzw.mich)aufgrund dessen, dass uns die politische meinung anderer egal ist. ich finde dass ist toleranter als menschen zu beschuldigen die meinung der loite zu haben mit denen sie sich abgeben...
und warum soll ich aufwachen?ich bin weder links noch rechts und tolieriere andere meinungen. ich finde das offener als du.


Bobso:

ähem...vielleicht liest du dir meinen Beitrag noch mal durch!
Wenn du eine andere Meinung hast...ok!

Aber jetzt mal ganz ehrlich:
Deine Meinung strotzt nur so von Ignoranz, Intoleranz (les dazu noch einmal meinen Beitrag) und Egoismus!
Aber ich sehe schon, dass man mit euch nicht großartig diskutieren kann, weil ihr nicht bereit seit, meine Einträge aufmerksam durchzulesen!
Ich habe nämlich keinen Bock, mich ständig zu wiederholen!

Und noch was:
ich habe dich nie als Rechts, sondern als Rechtsoffen beschuldigt!
Das ist der beste Beweis dafür, dass ihr euch meine Einträge nicht richtig durchlest (es gibt viele weitere Besipiele) und aus diesem Grund habe ich einfach keinen Bock mehr, mich mit euch darüber zu unterhalten! Dies ist keine Diskussion, sondern eine "Ich hab recht" Unterhaltung, da ihr ja noch nicht einmal bereit seit, meine Einträge mit Verstand durchzulesen!
Bei Verstand fällt mir noch was ein: Ich glaube, dass sich ein paar von euch eben diesen schon weggesoffen haben oder von vornherein nicht viel davon besessen oder nie genutzt haben!
Wie auch immer...
Ich werde dieses Forum aus besagten Gründen nicht mehr besuchen!
Ich habe einfach keinen Bock auf eine Diskussion auf Stmmtischkneipenniveau!
Tschüss!


Piffko:

du bisset...


Terror

Was für ein Held, quatscht uns voll anstatt einfach drauf zu scheißen und stempelt uns dann noch alle als Idioten ab. Lang leben die möchtegern Interlektuellen. Aber ist doch immer schön das die "linken" immer mehr über Leute wissen als diese von sich selbst und das obwohl sie die noch nie in ihren beschissenen kleinen Leben gesehen haben. Nunja, ein Haufen drauf.


----------------------------------------------------------

Allein schon die letzten beiden Einträge bestätigen mich in der Annahme, dass es einfach keinen Sinn gemacht hat!
Schade, denn einer der Typen war früher mal n echt guter Freund von mir...

Von meiner Seite bleibt da nur zu sagen:
HIRNLOSE PROLLS!
BAD RASCAL FANZINE
www.badrascal.de.tl

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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#2 Beitragvon Loreleypunx » 4. März 2006, 21:01

Das sind keine Skins, das sind Spacken
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Tockroach
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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#3 Beitragvon Tockroach » 4. März 2006, 21:16

irgendwie habt ihr beiden es auf den punkt gebracht. prolls und hirnlose spacken Bild

ich verstehs nicht warum die sich alle unpolitisch auf ihre fahnen schreiben und dann eher meinungslos sind. nur weil jemand momentan nicht hetzt und andere ohne sinn attackiert isser ok?

ich hab den alten thread durchgelesen und kann dir nur zustimmen bobso!

Caitiff
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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#4 Beitragvon Caitiff » 4. März 2006, 21:28

Die Diskussion ist doch immer wieder sinnlos.
Ist ihre Sache wie sie ihr Leben leben, fertig.
Hirn- und meinungslos ist das in meinen Augen nicht.
(gut, ich finde zwar dass es Grenzen der Toleranz gibt - aber letztlich nicht meine Sache, was andere denken - denn zwischen "denken" und "tun" liegen Welten, sonst wäre ich auch schon 100facher Mörder)

Finde es arm so schnell einfach Leute abzuurteilen...

So, mehr sag/schreib ich in diesem Thread nimmer, das artet sonst schon wieder aus ;-)
edit: außerdem ist es langweilig wenn immer nur alle zustimmen Bild
Zuletzt geändert von Caitiff am 4. März 2006, 21:37, insgesamt 1-mal geändert.
I ain't like you! And I don't want your love - and I don't need your respect -
I just can't hate enough - well I got no tears of regret!!!

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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#5 Beitragvon Tockroach » 4. März 2006, 21:46

also ich meinte auch nicht alle skins oder ois sondern diese beispiele. ich wollte auf keinen fall die ganze szene beleidigen!
gibt oft genug andere bessere beispiele die sich da sinnvoller verhalten finde ich.

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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#6 Beitragvon NichtTherapiebar » 4. März 2006, 22:11

ich finde es wieder sehr unmöglich das man diese leute nicht in diesen thread eingeladen hat,find ich echt unteraller sau,weil jeder hat ein recht auf aussprache!

bei den rechten nicht differenzieren wollen aber bei den linken!!! Na toll das ist keine Disskussionsbasis in meinen Augen! Ich schließe mich auch Caitiffs meinung schreib hier auch nix mehr rein !!!
Zuletzt geändert von NichtTherapiebar am 4. März 2006, 22:11, insgesamt 1-mal geändert.
LULULULULULULU oda so! Bild

Bei uns saht mer DEPP

Don't know what I want, but I know how to get it.

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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#7 Beitragvon Bobso » 6. März 2006, 19:55

Das "Gespräch" ist aus einem Forum der "Bootbois Aachen" entnommen!
Warum soll ich die denn nach hier einladen? Damit wir ihre Stumpfheit und ihre mangelnde Intelligenz hier noch mal diskutieren können?
Sorry, NT! Macht wirklich nicht viel Sinn!
Versteh auch eigentlich gar nicht, was du mit deinem Post sagen wolltest...egal!

Hab noch ein kleines Schmankerl, und zwar den letzten Eintrag! DER Hammer!


bootsista:

hör ma bobso du kennst mich gar nicht mehr also sag nich ich wär n mitläufer.wenn ich keinen bock darauf hätte würde ich es lassen. außerdem habe ich nie gesagt dass ich mich nicht für politik interessiere sondern dass ich mich nicht auf eine seite schlage ach ja mein "späteres gehalt" krieg ich schon längst und ich krieg das jetzt schon mit ob sich mein lohn verändert also wunder ich mich auch nicht wenn sich irgendetwas ändert.außerdem frage ich mich was daran so schlimm sein soll mit jemanden einen zu heben der ne andere meinung hat,dabei gehts nur ums zusammensein und nicht über hautfarbe religion oder parteizugehörigkeit.

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man weiß echt nicht, ob man lachen oder weinen soll!
BAD RASCAL FANZINE
www.badrascal.de.tl

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Tockroach
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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#8 Beitragvon Tockroach » 6. März 2006, 20:24

eindeutig: weinen Bild

ibi
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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#9 Beitragvon ibi » 12. März 2006, 23:33

am besten explodieren und dann schreiend ausm haus rennen und sein biersche trinken !
Oi! & Cheers
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Packpriest
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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#10 Beitragvon Packpriest » 29. März 2006, 03:59

Ganz ehrlich:

Ihr nehmt euch kein Stück, schon aufregend...

blackwolf
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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#11 Beitragvon blackwolf » 28. Oktober 2006, 02:59

Caitiff schrieb am 04.03.2006 17:58
Die Diskussion ist doch immer wieder sinnlos.
Ist ihre Sache wie sie ihr Leben leben, fertig.
Hirn- und meinungslos ist das in meinen Augen nicht.
(gut, ich finde zwar dass es Grenzen der Toleranz gibt - aber letztlich nicht meine Sache, was andere denken - denn zwischen "denken" und "tun" liegen Welten, sonst wäre ich auch schon 100facher Mörder)

Finde es arm so schnell einfach Leute abzuurteilen...

So, mehr sag/schreib ich in diesem Thread nimmer, das artet sonst schon wieder aus ;-)
edit: außerdem ist es langweilig wenn immer nur alle zustimmen Bild







tja so ist das hier ab und zu
wenige leute denken alles zu wissen und bewerten zu können

jeder soll so sein wie er eben ist

also zu meiner zeit, sind gute 12 - 15 jahre ins land gezogen
war punk nicht so pupertär, politisiert und voreingenommen
wir waren eher alle abgefickt und haben alles gemacht was spaß für uns bedeutete
na zeiten ändern sich eben
- nicht immer zum besseren - freunde

was ich eigentlich sagen wollte stimme dir voll zu !

tick
Beiträge: 771
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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#12 Beitragvon tick » 28. Oktober 2006, 06:28

ibi schrieb am 12.03.2006 20:03
am besten explodieren und dann schreiend ausm haus rennen und sein biersche trinken !
Oi! & Cheers

diesen wundervollen beitrag lass ich jetzt einfach mal so stehen =)
"Niemand beging einen größeren Fehler als jener,
der nichts tat, weil er nur wenig tun konnte." - Edmund Burke

EsLebt
Beiträge: 2104
Registriert: 5. März 2006, 22:28
Wohnort: Freiburg

Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#13 Beitragvon EsLebt » 9. August 2007, 14:38

ich hab neulich von nem netten skin einen schönen vortrag über oi gelesen, dem ich mich ziemlich anschliessen kann. ich kopier den mal rein:
Oi!
"It' s never too late to break out!"
Oi! ist Musik von der Straße. Oi! ist unsere Musik und so wie wir. Sie ist rauh,
hart wie das Leben, aber ehrlich und kein Machwerk irgendwelcher Charthitfabriken.
Oi! ist Musik von der Straße für Leute von der Straße. Sie ist so real wie das
Leben. In den Texten unserer Heroes geht es um das, was auf der Straße passiert. es
geht um Gewalt, Liebe, Ehrlichkeit, Klassenjustiz, Zusammenhalt, Probleme wie
Arbeitslosigkeit, Polizeirepression, Rassismus, Verarschung durch Politiker und
Parteien. Und Oi! ist neben Ska und Reggae für mich die geilste Musik, die es gibt!
Natürlich gibt es da auch andere Auffassungen, Oi! sei einfach nur geile Partymucke,
Oi! habe nichts mit Politik zu tun. Und Oi! wird immer wieder wie fast alles in
dieser kapitalistischen Gesellschaft vermarktet und da ist es natürlich klar, daß
man mit klaren (nicht nur politischen) Aussagen so manchem potentiellen Käufer auf
die Füße treten würde. An Oi! trennen sich (nicht nur) in der Szene die Geister
ebenso wie an den Themen Politik oder Homosexualität. Es haben sich nebeneinander
verschiedene Ansprüche entwickelt und Ansätze zu verschiedenen Szenen. Das ist keine
Spalterei, sondern Realität. Wo Unterschiede kaschiert werden sollen, werden diese
nach einiger Zeit von alleine aufbrechen und das tun sie z.B. auch in Hinsicht auf
Bands, ihre Musik, Texte und ihr Publikum. Gehe einer zu Konzerten von Attila oder
Stage Bottles oder zu Konzerten von Rabauken oder Verlorene Jungs. Das sind Welten,
allein schon jenseits der klar rassistischen Adolf-Jünger.
Oft genug wird in Interviews und in Texten von Oi! Bands betont, man sei anders, man
sei rebellisch oder man lehne Führer und Parteien ab, brauche niemanden, der einem
etwas vorschreibe, verachte die Autoritäten, etc. Lieder wie "2.000.000 Voices" von
den Angelic Upstarts, "One law for them, one law for us" von den 4-Skins, "Violence
in our minds" und "Rebels with a cause" von Last Resort oder "Oi! against Racism"
von den Street Troopers handeln davon, um nur mal einige zu nennen.
Oi! ist politisch, denn Probleme wie Arbeitslosigkeit, Polizeirepression oder
Rassismus haben ihre Ursache in der Politik der Herrschenden in Politik und
Wirtschaft. Und wenn Oi! solche Themen anspricht bzw. Texte über solche Probleme
handeln, dann ist Oi! auch politisch und das ist auch gut so (denn wer soll diese
Themen denn thematisieren und aus unserer Sicht darstellen außer uns? "Fürsprecher"
oder Experten, die wissen, was gut für uns ist, haben wir schon genug und brauchen
wir eigentlich gar nicht!). Vielleicht nicht parteipolitisch oder einheitlich in
seiner politischen Aussage oder Ausrichtung. Aber immerhin politisch. Und genau das
ist der Unterschied zur Musik in den Charts, zu den zuckersüßen,
teenagerherzenverzückenden Melodien von Take That, East 17, New Kids Under The
Block, Tic Tac Toe, DJ Popo oder wie sie alle heißen oder hießen. Diese "Bands", die
zumeist nur aus schnucklig anzusehenden Vorzeigeboys und -girls bestehen, die auf
der Bühne ihre Show abliefern, in sexy Kostümen rumhüpfen und den Mund zu den vom
Band laufenden Texten bewegen, aber keine Musikinstrumente beherrschen, sind meist
von Produzenten nach Verkaufs- und Marktkriterien zusammengewürfelt und Radiosender
pushen die eine oder andere Band je nach Bezahlung. Da geht es nicht um gute Musik
oder Texte, es geht darum diese Musik wie jedes andere Produkt auch zu vermarkten
und dann zu verkaufen. Und so sind dann auch die Texte dementsprechend. Für die
Teenager gibt es diese Bands, für die Älteren dann welche wie Phil Collins oder Pet
Shop Boys und für unsere Großeltern Heino und Volksmusik. Je nach Zielgruppe
variieren die Interpreten, was bleibt sind die gleichen nichtssagenden Texte. Und
stets drehen sich die Texte um nichts außergewöhnliches, meist auf schnulzige Art
und Weise um Liebe. Nur jeweils auf die zu manipulierende Zielgruppe zugeschnitten.
Und manche Punk oder Oi! Band reiht sich inzwischen auch in diese Reihe ein, weil
sie dem Publikum nichts Sensationelles geschweigedenn überhaupt etwas zu sagen hat.
Die Message reduziert sich meist auf "Saufen, Ficken, Oi!". Warum aber stets neue
Auflagen von Songs mit dieser gleichen "Message" entstehen, ist mir unbegreiflich.
Das ist lediglich Unterhaltungsmusik im rebellischen Outfit, aber sie erfüllt ihren
Zweck. Vorhandene Aggressionen werden im Alkohol ertränkt ("Man kann den
Kapitalismus nicht unter den Tisch trinken. Im Vollrausch gibt es keine Revolution."
1988 im Darmstädter Zine Rat Race.) und der letzte kritische Gedanke geht im "Ficken
Oi!"- Einerlei und im Suff unter.
Kurz gesagt von dem oft erhobenen Anspruch "Rebels with a cause" zu sein, ist oft
nicht viel zu spüren. Dann kommen noch die Umdichtungen hinzu, Oi! sei unpolitisch.
Über solche Märchen wie Oi! wäre das Erkennungszeichen der rechten Bewegung oder Oi!
käme vom nationalsozialistischen Spruch "Kraft durch Freude" (im Englischen
"Strength through joy") müssen wir hier gar nicht erst reden. Solcher geistiger
Dünnsinn hat sich von vornherein selbst disqualifiziert, weil die Vorkämpfer solchen
"Wissens" meist soviel Ahnung von Oi! haben wie ich vom Blumenkranzbinden, denn es
sind meist besserwissende Hippies und Menschen, die vorgeben alles zu wissen und
doch nichts vom Leben wissen.
Auch in Matthias Maders Buch "Oi! The Book Vol. 1" sind dementsprechend Anmerkungen
enthalten. So bezeichnet er z.B. Combat 84 als "eine der kontroversesten Bands des
demokratischen Oi! Spektrums". Das ist für mich recht verwunderlich. Daß Combat 84
eher konservativ und pro-Thatcher waren, ist klar. Aber wie kann eine Band wie Last
Resort, The 4-Skins oder The Blaggers als "demokratisch" bezeichnen. Sie waren alles
andere als systemkonform. Wer die Regeln dieser Gesellschaft nicht nur den Worten
nach ablehnt, sondern auch in Taten gegen sie verstößt, ist bestimmt kein
Systembefürworter. Combat 84 sagten "Wir wollen Politik und Fußball völlig von
unserer Musik trennen!" (Sounds, Februar 1982), sprachen sich aber dennoch für die
Todesstrafe aus und ihr Sänger kam aus einer rechtsgerichteten Londoner Skin-Gang.
Oder Close Shave z.B. deren einer Gitarrist bei ihnen ausstieg und Ende 1994 nur
noch bei der Naziband Razor' s Edge spielte. Oder Another Man' s Poison, in deren
Reihen Charlie Chields Gitarrist war und zuvor in der RAC-Band Grade 1 gespielt
hatte oder ihr Sänger, der sich am St.George Day (britischer Feiertag der Nazis mit
Konzerten, Demo, etc.) Nazibands ansah und Schweizer Hammerskins beherbergte. Man
sprach sich z.B. im Pure Impact klar gegen linke Politik und Redskins aus, bewies
aber wiedereinmal Offenheit gegenüber rechten Tendenzen. Das ist nicht
"unpolitisch", das ist unverhohlen rechtslastig.
Da haben Bands Songs wie "Fighting the system" (Criminal Class) oder es gibt Label
ähnlichen Namens. Geben sich rebellisch und proben doch nur den Aufstand im Rahmen
dessen, was man ihnen als Narrenfreiheit zugesteht. Wie will ich gegen das System
sein, ja es sogar bekämpfen, wenn ich mich auf seine Grundfeste berufe. Rebellion -
nur eine Pose oder Mode? Nach den Vorfällen von Southall spielten Bands wie Blitz,
Infa Riot, The Business oder The Partisans unter dem Motto "Oi! against Racism,
against Political Extremism, but still against the System!". Sham 69 spielte ebenso
wie Infa Riot Konzerte für "Rock against Racism" (RAR). Der Sänger von Infa Riot,
Lee Wilson, sagte im Oktober 1982 im Sounds über Kritiker: "Nur wenige Leute haben
mich wegen der "Rock against Racism"-Sache kritisiert, eine Minderheit. Sie mögen
sich Fans nennen, aber ich möchte mit ihnen nichts zu tun haben. Wo sie ihre Ideen
herbekommen, ist unglaublich. Erst sagen sie 'Yeah, wir sind rechts', dann auf
einmal 'Klar, aber Anarchie'. Wie können sie rechtsradikal sein und die Armee und
Polizei hassen?" Zu Street Politics bekennen sich Bands wie Angelic Upstarts, deren
Sänger Mensi in den 80igern Kontakt und Diskussionen mit der britischen SWP hatte,
seit Jahren AFA unterstützt bzw. bei Red Action mitmachen soll. Heutige Bands wie
Street Troopers oder The Oppressed unterstützen die Idee von SHARP und spielen
Konzerte für AFA (The Oppressed) oder RASH (Street Troopers). In Spanien oder
Italien unterstützen viele Bands Aktionen zur Verbesserung der Lage der
Arbeiterklasse, Aktionen für inhaftierte (politische) Gefangene (z.B. Nabat für
Mumia Abu-Jamal) oder gegen die Staatsmacht. Oi! ist und bleibt unsere Musik und die
ist und bleibt politisch!
In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat. (George Orwell)

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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#14 Beitragvon Dennis Versus » 10. August 2007, 01:42

Guter Text.
Bild
19.06.09 Das letzte Konzertweekend in Brühl steht an:
Tv Smith &Pascow &Inner Conflict &2lhud &Versus
+Cocktails+Trashtombola+Büchertisch+&&&

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Re: Diskussion mit Skinheads (die 2te)

#15 Beitragvon Knox » 10. August 2007, 02:10

jo finde ich auch
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Antisemitismus-Vorwürfe gegen Rapper
BMG stoppt Zusammenarbeit
Die Bertelsmann Music Group setzt die Kooperation mit Kollegah und Farid Bang aus. Ein halbherziger Einsatz gegen Antisemitismus.


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