die sklaverei der friedlichen

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Guest

Re: die sklaverei der friedlichen

#16 Beitragvon Guest » 27. März 2006, 02:29

kann verstehen, dass dich das verwirrt. tja, es gibt halt nicht nur die rechte der caniden. theorie ist schön, aber nur die praxis zählt. wenn man sich die tierbesitzer heute anschaut, muss man ehrlich sagen, dass die wenigsten wirklich in der lage sind den tieren eine 100% artgerechte haltung zu ermöglichen. wenn man sich wirklich auf den standpunkt stellen würde, dass nur die tiere besitzen dürfen, die eine 100%ig artgerechte haltung ermöglichen, müsste ein grossteil der leute schlicht und einfach ihre tiere abgeben! wo sollten die ganzen tiere denn hin? die tierheime quellen jetzt schon über!verantwortungsvoller ist es, meiner meinung nach, sich vor dem familienzuwachs zu überlegen, ob man die verantwortung, die sich daraus ergibt überhaupt tragen kann! und wenn man sich ein tier holt, dann doch bitte mit den konsequenzen leben. das bedeutet dran arbeiten und lernen und die umstände für alle beteiligten so angenehm wie möglich machen.

das grösste problem überhaupt an der ganzen sache ist, dass leute sich schon VOR der anschaffung eines tieres zu wenig gedanken machen. das tierchen als spielzeugersatz für die kinder, als partnerersatz, als allheilmittel gegen einsamkeit, als statussymbol und und und! menschen leben aus vielen gründen mit tieren zusammen, aber nicht weil sie das domestizierte raubtier als das schätzen, was es letzendlich ist.
vorher denken, dann klappt dat auch besser mit den rechten.

zu deinen rechten als nichthundebesitzer:

natürlich sollte man diese auch achten. die frage ist, ob man es kann.
hunde sind wie kinder in erster linie extrem neugierig ( wenn die neugier nicht aberzogen wurde ). dh. sie wollen alles ergründen, sich alles anschauen, überall dabei sein, wo was abgeht, folgen gerüchen die sich nicht kennen und sind dazu noch sehr verspielt. verspielt müssen sie auch sein, wenn sie klein sind, weil in hunderudeln essenzielle regeln des zusammenlebens spielerisch vermittelt werden. ok, nicht jeder kann damit was anfangen. es mögen auch nicht alle leute kinder! das entscheidende is dabei, dass ich als hundebesitzer in der pflicht stehe, meinen hund so zu erziehen, dass er andere leute NICHT belästigt. das sit aber nicht immer so einfach, weil der hund nicht nur über mich lernt, sondern auch über seine umwelt.
beispiel :
als mein hund klein war, wollte er allen leuten die uns entgegen kamen hallo sagen ( und das hier in der stadt!). kannste dir vorstellen wie stressig das ist? ich musste also meinem hund beibringen, dass es nicht in orndung ist das zu tun. wie soll ich das bitteschön machen, wenn die leute meinen hund im vorbeigehen begrabschen, ihm leckerchen anbieten, sich runterknien, ihn streicheln und mit hoher stimme loben "ach, was bist du für ein süsser kleiner!"? alleine dadurch lernte mein hund schnell... "boa, jeder mag mich und es ist richtig den menschen so zu begegnen."
jetzt hab ich natürlich versucht das zu unterbinden mit der bitte die leute mögen meinen hund nicht anfassen, nichts geben usw. glaubste die sehen das ein? mein hund unterscheidet nicht zwischen leuten die hunde mögen und welche, die es nicht tun. ich kann nur so gut es geht versuchen in solchen fällen entgegenzuwirken! das hab ich getan und mein hund reagiert nicht mehr drauf. genauso sieht es bei kindern aus. in der stadt ist es unmöglich, dass der hund auf kinder zurennt, die kinder beschnüffelt oder sogar an ihnen hochspringt! hab n halbes jahr gebraucht und mein süperkinderfreundlicher hund guckt kinder nicht mehr an unterwegs, ausser er sieht, dass es in meinerseits ordnung ist.

so erzieht man und erzieht man und versucht einen kompromiss zu finden zwischen den ganzen sachen, aber alles brauch seine zeit!

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Re: die sklaverei der friedlichen

#17 Beitragvon CaughtInACrack » 27. März 2006, 03:32

das grösste problem überhaupt an der ganzen sache ist, dass leute sich schon VOR der anschaffung eines tieres zu wenig gedanken machen. das tierchen als spielzeugersatz für die kinder, als partnerersatz, als allheilmittel gegen einsamkeit, als statussymbol und und und! menschen leben aus vielen gründen mit tieren zusammen, aber nicht weil sie das domestizierte raubtier als das schätzen, was es letzendlich ist.

stimmt.. geb ich dir recht..

aber noch ein beispiel..

eine frau, die hat ihr altes pferd mit dicken beinen den ganzen tag in der box stehen..
marschiert eines tages mit ihm über die hauptstraße zum andern stall, lässt ihn da..
reitet von nun an immer fleißig stunenlang in den wald (der süße is über 20, abegemagert, dicke beine).
aufer weide kricht er dann ne fiese wunde.. tierarzt? nö.. is zwar das ganze bein auf und vereitert.. aber egal..
soll man da jetz sagen "ja die hätte sich gedanken machen sollen, aber jetz is zu spät, sollses doch behalten"
sowas is doch mehr als eindeutig mehr als nur nicht artgerecht oder nicht?
auch wenn die psychisch ein an der klatsche hat...

das ding ist doch einfach, dass einfach nicht jeder nachdenkt, bevor er sich ein tier kauft, oder das es oft mit der zeit immer schlimmer wird für das tier..
udn irgendwann kommt doch ein punkt, da kann man nicht mehr verantworten, das tier dazulassen..
wenn der besitzer das selber erkennt.. gut.. wenn nich.. müssen das halt andre übernehmen (leichter gesagt als getan)

es ist kein platz da.. klar.. trotzdem gibt es nioch viel zu viele tiere, denen es bei ihren besitzern einfach dreckig geht, da ist jeder trennungsschmerz n klacks gegen
Zuletzt geändert von CaughtInACrack am 27. März 2006, 03:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: die sklaverei der friedlichen

#18 Beitragvon Guest » 27. März 2006, 03:38

wenn es denn nun so ist, dass es ihnen dort wirklich schlecht geht. wer beurteilt das?
meiner meinung nach is dein pferdebespiel ne form von tierquälerei! aber es besteht doch noch n grosser unterschied zwischen nicht 100%ig artgerechter haltung und tierquälerie!

ne freundin von mir ist hundetrainerin und die is zum beispiel der meinung, dass selbst leuten die ihre tiere überfetten lassen, deren hund nur 1,5 std am tag raus kommt oder die immer die gleiche strecke mit dem hund gassi gehen, der hund abgenommen gehört!

die frage ist, wo zieht man dort die grenze? bei tierquälerei auf jeden fall.

nicht artgerechte haltung = tierquälerei? was ist nicht artgerecht?

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Re: die sklaverei der friedlichen

#19 Beitragvon CaughtInACrack » 27. März 2006, 03:50

dann halt das beispiel von dem meeri, dass das kleine kind zur einschulung bekommen hat.
es sitzt alleine tag für tag im kleinen käfig, 2 mal die woche wirds rausgezerrt, damit schulkamerade streicheln und tätscheln dürfen...

sicher keine quälerei in dem sinne..
aber da, wenns schon vorher nich sein sollte.. sollte sich doch wenigstens das verantwortungsbewusstsein der eltern melden, was sagt, dass das so nicht gut ist
und dass es dem tier woanders wohl besser gehen würde...

sowas einzusehen, wenn es passt (man kennt ja auch sein tier - sollte man - und dann müsste man das auch zum passenden zeitpunkt erkennen).. ist ne wichtige sache... um auf meine respektssache (war das doch oder?) zurückzukommen
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Re: die sklaverei der friedlichen

#20 Beitragvon Guest » 27. März 2006, 03:52

die hätten das tier gar nicht erst holen sollen! davon red ich doch! tiere sind kein spielzeug für kinder! und wenn sie es holen, sollten sie sich zumindest damit beschäftigen und lernen das tier so artgerecht wie möglich zu halten!nicht holen und dann wegwerfen!

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Re: die sklaverei der friedlichen

#21 Beitragvon Knox » 27. März 2006, 03:55

war letztens in tierhandlung da wollte ein kind eine schildkröte haben die musten erst nachweis bringen das sie einen garten haben der mindesten so und so gross ist und sich bereiterklären das in unregelmäßigen abständen einer von der zoohandlung nachschauen kommt das das tier gerecht gehalten wird sowas finde ich mega geil
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Re: die sklaverei der friedlichen

#22 Beitragvon CaughtInACrack » 27. März 2006, 03:57

thrashin e-dur schrieb am 26.03.2006 23:22
die hätten das tier gar nicht erst holen sollen! davon red ich doch! tiere sind kein spielzeug für kinder! und wenn sie es holen, sollten sie sich zumindest damit beschäftigen und lernen das tier so artgerecht wie möglich zu halten!nicht holen und dann wegwerfen!


HÄTTEN.. ja.. aber was will man machen, wenn das schon gelaufen is und die nich im geringsten beabsichtigen das zu ändern...
dann ist abgeben die bessee variante (nicht in TH, nicht aussetzen.. sondern wen suchen, wo ses ganz sicher gut haben)
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Re: die sklaverei der friedlichen

#23 Beitragvon CaughtInACrack » 27. März 2006, 03:58

Knox schrieb am 26.03.2006 23:25
war letztens in tierhandlung da wollte ein kind eine schildkröte haben die musten erst nachweis bringen das sie einen garten haben der mindesten so und so gross ist und sich bereiterklären das in unregelmäßigen abständen einer von der zoohandlung nachschauen kommt das das tier gerecht gehalten wird sowas finde ich mega geil


wow.. das nenn ich selten!
aber sowas is ja auch schon ein anfang..
das würd wahrscheinlich viele der fälle nach dem obigen muster verhindern
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