HUNDE ALLGEMEIN

Nachricht
Autor
Guest

Re: HUNDE ALLGEMEIN

#16 Beitragvon Guest » 26. März 2006, 15:48

Von der Schnauze zum Magen

Der Hund nimmt das Futter mit der Schnauze auf und kaut es mit Hilfe seiner kräftigen Kiefer. Die Zunge formt das Futter in ein angemessenes Klümpchen und befördert dieses ans hintere Ende der Schnauze, durch den Schlund, am Kehlkopf vorbei in die Speiseröhre, die sich öffnet und nach der Passage wieder schließt. Dieses hochkomplizierte Manöver, an dem zahlreiche winzig kleine Muskeln und feinste Nerven beteiligt sind, kann man mit einem Wort bezeichnen: schlucken. Das aufgenommene Futter wird in der Speiseröhre durch Muskeltätigkeit weiterbefördert. Die Speiseröhre hat dickere Wände und ist dehnbarer als der Dünndarm, so dass Hunde relativ große Brocken hinunterschlucken können - Knochen, Steine, kleine Spielsachen -, die dann allerdings möglicherweise im Magen oder im Dünndarm stecken bleiben. Die Speiseröhre befördert das Futter durch den Brustkorb in den Magen. Dort öffnet sich der Magenpförtner, um das Futter aufzunehmen, und schließt sich danach wieder.

Verdauung im Magen

Die Magenwand ist beim Hund in zwei fast gleichgroße Systeme geteilt. Hauptmagen und Magenausgang. Im Magen befindet sich die Magensaftdrüse, welche Säure produziert sowie ein Enzym, das Pepsin liefert, mit dem das im Futter enthaltene Protein aufgespalten wird. Im Magenausgang hält die Magenschleimhaut die Enzyme davon ab, die Magenwand zu schädigen, und hält außer- dem die Futtermasse feucht.

Der Zwölffingerdarm

Das Futter bleibt etwa drei bis vier Stunden im Magen und gelangt dann in den Zwölffingerdarm. Dort produzieren Drüsen eine dickflüssige, alkalische Absonderung, welche die vom Magen her säurehaltige Futtermasse neutralisiert und so die Eingeweide schützt. Andere wichtige Verdauungsenzyme gelangen aus der Bauspeicheldrüse in den Zwölffingerdarm. Sobald die Futtermasse in den Dünndarm gelangt, haben die Enzyme ihre Arbeit getan und das Futter ist in seine Bestandteile zerfallen, der Klumpen ist aufgelöst. Das meiste im Futter vorhandene Wasser wird vom Dickdarm aufgenommen, bevor es in den Mastdarm gelangt und schließlich ausgeschieden wird.

Die Bauspeicheldrüse

Dies ist ein gewebeartiges Organ, das in einer Schleife des Zwölffingerdarms in der Nähe des Magens liegt. Sobald sich Futter im Zwölffingerdarm befindet, wird die Sekretion von Bauchspeicheldrüsensaft angeregt. Abgesehen von weiteren Verdauungsenzymen wird dabei Insulin produziert, das die Glukose speichert. Ist kein Insulin vorhanden, spricht man vom Diabetes mellitus.

Die Leber

Das größte einzelne Organ im Körper aller Tiere ist die Leber, eine sehr wichtige »chemische Fabrik«. Sie hat verschiedene Aufgaben, die mit dem Blut, der Futterspeicherung und der Giftverarbeitung zusammenhängen.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
DRÜSEN UND HORMONE

Die vielen Drüsen eines Hundes teilt man in zwei Kategorien ein: exokrine und endokrine Drüsen. Exokrine Drüsen haben eine äußerliche Sekretion wie Speichel und Schweiß: Brustdrüsen und die Drüsen von Magen, Schnauze und Speiseröhre. Endokrine Drüsen haben eine innerliche Sekretion. Sie geben chemische Botschaften (Hormone) durch den Blutkreislauf und die Hypophyse: die Schilddrüse, die Eierstöcke und die Hoden. »Feedback-Mechanismus«. Die Hypophyse ist eine kleine Drüse an der Unterseite des Gehirns. Sie kontrolliert die meisten anderen Drüsen, indem sie anregende Hormone produziert, wovon jedes einzelne wieder eine andere Drüse dazu stimuliert, Hormone zu produzieren. Das von der »Zieldrüse« produzierte Hormon veranlasst die Hypophyse, mit der Produktion stimulierender Hormone aufzuhören, womit der Mechanismus abgeschlossen ist.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Guest

Re: HUNDE ALLGEMEIN

#17 Beitragvon Guest » 26. März 2006, 15:50

Fell und Haut

Die Haut eines Hundes besteht aus zwei Schichten, der Epidermis (Oberhaut) und der Dermis, der unteren Schicht. Die Epidermis ist beim Hund nicht so dick wie beim Menschen, da der Hund durch sein Fell geschützt ist. Die Dermis besteht aus Blutgefäßen, Hautdrüsen (inklusive Talgdrüsen, siehe unten) und Haarfollikeln, aus denen das Haar durch die Epidermis hindurchwächst. Beim Menschen sind Epidermis und Dermis durch Einkerbungen miteinander verbunden, was der Haut ihre Flexibilität gibt. Der Hund hat nur sehr wenige solcher Furchen; Ausnah- men bilden der Nasenspiegel und die Fußballen. Offensichtlich hat ein Hund bedeutend mehr Haarfollikel als der Mensch, wodurch die beiden Hautschichten miteinander verschmelzen.

Bild

Das Fell des Hundes

Fast alle Hunde - bis auf wenige haarlose Rassen - haben ein dickes Fell, das aus sehr vielen einzelnen Haaren besteht, von denen jedes aus einem Follikel herauswächst. An der Basis eines solchen Follikels, an der Papilla, wird die Haarsubstanz Keratin produziert. Die Haare wachsen aus Follikelkomplexen verschiedener Haare, etwa der Deckhaare, die das rauere Außenfell bilden, so- wie des Unterfells, das meistens weicher ist. Die meisten Follikel haben einen kleinen Muskel, auf dessen Verankerungswinkel am Follikel es ankommt, dass dem Hund »die Haare zu Berge stehen«.

Die Talgdrüsen

Die Talgdrüsen sind normalerweise mit dem Follikel verbunden und sind für die Einfettung des Fells zuständig. Sie produzieren Talg, der das Fell davor schützt, einerseits völlig durchzunässen und andererseits auszutrocknen. Außerdem schützt es den Hund vor Temperaturschwankungen.

Besondere Haare

Bestimmte sensible Haare auf dem Hundekörper haben tiefer gelegene Follikel mit einer erhöhten Nerven- und Blutversorgung. Dies sind die Augenwimpern, die Haare am Außenohr und die Tasthaare.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
HAARWACHSTUM

Das Haar des Hundes wächst ständig, und die meisten Hunde werfen Haare ab. Der Kreislauf des Haarwachstums ist in drei Phasen geteilt: l anagen, 2 catagen und 3 telogen.

Anagen ist das Stadium, in dem das Haar aus der Papilla wächst. Hat das Haar seine größte Länge erreicht, hört es auf zu wachsen. Noch hängt das Haar an der Papilla, das catagene Stadium beginnt. Schließlich zieht sich die Papilla zusammen und entlässt das Haar, bevor sie anfängt, ein neues Haar heranzubilden. Das ist das telogene Stadium, an dem das Haar durch neu nachwachsendes abgestoßen wird. Diese Wachstumsphasen finden an den verschiedensten Körperteilen zu unterschiedlichen Zeiten statt. Der Wachstumskreislauf folgt oft dem Verlauf des Felles.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

sofawolf


Zurück zu „Haltung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast