"Gallebären" in China

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CaughtInACrack
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"Gallebären" in China

#1 Beitragvon CaughtInACrack » 8. März 2007, 17:13

Wilderer fangen die Bären in unzugänglichen Bergwäldern und verkaufen sie an Farmen. Dort werden sie operiert, meist mehrfach, meist von Laien. Nicht einmal jedes zweite Tier überlebt die schmerzhafte Prozedur. Im Bauch hat der Bär fortan eine offene Wunde. Ständig sickert Gallenflüssigkeit heraus und das ist der Stoff, um den es geht. Die Bärengalle ist ein altes Heilmittel der Traditionellen Chinesischen Medizin und heute ein teures Aphrodisiakum auf dem internationalen Schwarzmarkt.

In der Wildnis wird ein kräftiger Bär problemlos bis zu 25 Jahre alt. Eingesperrt im engen Käfig stirbt ein "Gallebär" meist schon nach 10 Jahren. Alle Bären sind mit Wunden übersäht. Aus Langeweile schlagen sie mit ihrem Kopf gegen die Gitterstäbe bis er blutet. Die Bären sind abgemagert und dreckig, sie können sich nicht umdrehen oder aufsetzen, sie haben Schmerzen.

Derzeit fristen rund 9.000 Bären in knapp 170 chinesischen Farmen ihr qualvolles Dasein - und das ist ganz legal. Hier wird billig produziert, was auf dem internationalen Schwarzmarkt hohe Preise erzielt: Bärengalle für Traditionelle Chinesische Medizin, aber auch für Shampoo, Wein oder Tee.

https://www.wspa.de/gallebaeren_ds/
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"Wenn die Gegenwart wüsste,
dass sie in der Zukunft zur verfälschten Vergangenheit wird,
würde sie sich wehren?"

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