AZ - Wuppertal

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Akaias
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AZ - Wuppertal

#1 Beitragvon Akaias » 22. März 2008, 14:22

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Sorry, kein Bock auf deine Story.
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Akaias
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Re: AZ - Wuppertal

#2 Beitragvon Akaias » 22. März 2008, 14:23

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Autonomes Zentrum Wuppertal
// was? // wie? // warum? //

Das Kommunikationszentrum "das Haus e.V."
1973 wurde ein Haus in der Langerfelder Straße in Wuppertal Barmen von verschiedenen Menschen angemietet und als Kulturzentrum für Treffen, Feste und Konzerte genutzt. Aus dieser privaten Initiative ging schließlich 1975 offiziell der Verein "das Haus e.V." hervor. Ziel der Vereinsgründung und damit des Vereins war es, ein Kommunikationszentrum entstehen zu lassen, das vollständig unabhängig von städtischer Finanzierung und Einflußnahme bleiben wollte. 1979 scheiterte das Projekt, da die bautechnischen Forderungen von Feuerwehr und Bauordnungsamt nicht erfüllt werden konnten.
Im Mai 1980 fand daher in Wuppertal die erste Besetzung in diesem Zusammenhang statt. Die leerstehende "Adler-Brauerei" wurde von den "Häusler_innen" besetzt um diese vor dem Abriß zu bewahren und um der Forderung nach einem unabhängigen Zentrum erneut Nachdruck zu verleihen, da nach einem gescheiterten Angebot seitens der Stadt keine weiteren gefolgt waren. Dies war auch die Zeit, in der die inzwischen entstandene Alternativ-Kultur-Szene anfing, sich über die aktive Unterstützung von Kriegsdienstverweigerern, von Anfang an eine zentrale Tätigkeit des Vereins, und kulturpolitische Themen hinaus zu politisieren.
1982 wurde der Verein wieder fündig und bezog ein ehemaliges Fabrikgebäude in der Spitzenstraße in Langerfeld. Das Haus entwickelte sich, trotz dauernder Mietstreitigkeiten, begünstigt durch einen nur mündlichen Mietvertrag, zu einem kulturellen und politischen Zentrum im Osten Wuppertals. Bei der Wuppertaler Politik stieß das Haus immer weniger auf Wohlwollen, was sich wahrscheinlich durch die fortschreitende Politisierung der Szene erklären ließ. Im Sommer 1984 hatte der Vermieter der Räumlichkeiten Erfolg und der Verein mußte die Spitzenstraße auf Grund von Vorwürfen wie ruhestörendem Lärm, Verunreinigung und Ähnlichem verlassen. Damit war das Engagement des "Haus e.V." im Wuppertaler Osten beendet.

Das erste Autonome Zentrum in Wuppertal
Vom Sommer 1984 bis zum Frühjahr 1986 gab es keine selbstbestimmten Räume in denen sich Politik kontinuierlich und in einem breiteren Rahmen entwickeln konnte. Da das Nichtvorhandensein von eigenen Räumen als Mangel empfunden wurde, wurde im Februar 1986 ein seit langem leer stehendes Wohnhaus in der Hedwigstraße 12, auf dem Ölberg besetzt. Eine kleine Gruppe von Menschen wollte sich auf diesem Weg vorerst einmal Raum zum zusammen Wohnen verschaffen. Die Beschaffenheit des Hauses eröffnete neue Möglichkeiten, und kurze Zeit nach der Besetzung wurde in den unteren Etagen erstmals der Versuch unternommen, ein "Autonomes Zentrum" (AZ) aufzubauen. Im Gegensatz zum "Haus e.V." war die Idee des AZ von vornherein stark politisch geprägt, und nicht mehr rein kulturell. Es wurden eine Kneipe, ein größerer Raum für Veranstaltungen und Konzerte und ein "Infoladen" eingerichtet.
Nach kurzer Zeit tauchten jedoch die ersten Probleme unter den Besetzer_innen, Nutzer_innen und Besucher_innen des AZ auf, da es viele Widersprüche untereinander gab. Nach der Räumung der Hedwigstraße 12 am 22.6. 1986 durch die Polizei waren sich dennoch alle Beteiligten ihrer Bedürfnisse bewußt, so daß selbstbestimmte Räume für die Weiterentwicklung ihrer Politik und ihres Lebens notwendig zu sein schienen.

Die Auseinandersetzungen um das Autonome Zentrum zwischen 1986 - 1990

Uellendahler Straße 6a
Unmittelbar nach der Räumung des Hauses in der Hedwigstr. 12 wurde in der Wuppertaler autonomen Szene damit begonnen, über neue Räumlichkeiten zu diskutieren. Die Diskussionen gestalteten sich sehr schwierig, da es verschiedene Positionen zur Art und Weise der Beschaffung von neuen Räumen gab. Es stellte sich die Frage, ob neue Räumlichkeiten durch eine weitere Besetzung beschafft werden sollten oder ob auch eine Anmietung politisch vertretbar wäre. Trotz erheblicher politischer Bedenken seitens der "Besetzer_innen-Fraktion" wurde im August 1987 das Hinterhaus Uellendahler Straße 6a für ein AZ angemietet. Die Finanzierung erfolgte über relativ kleine Mitgliedsbeiträge von vielen Menschen und über die Einnahmen durch den Getränke- und Essensverkauf und die Eintrittsgelder bei Veranstaltungen. Ein großer Unterschied zur Hedwigstraße war, daß die Räume in der Uellendahler Straße nicht auch als Wohnraum genutzt wurden, was viele Konflikte gar nicht erst entstehen ließ.
Durch die nun ausreichend vorhandenen Räume festigten sich die Szene-Strukturen und das AZ wurde zum zentralen Anlaufpunkt, über den viele andere politische Organisationen, Initiativen und gesellschaftliche Gruppen mit den Autonomen in Verbindung traten und sich vernetzten. Politisch gesehen bildete die autonome Bewegung somit langsam einen ernstzunehmenden Faktor in Wuppertal, was sich u.a. auch dadurch ausdrückte, daß das AZ 1987 erstmals im Verfassungsschutzbericht unter der Rubrik "terroristisches Umfeld" auftauchte. Im Oktober 1987 erhielt "das Haus e.V.", welcher als Mieter und inzwischen auch als Trägerverein des AZs fungierte die erste fristlose Kündigung. Eine weitere folgte im Dezember 1987. Da gegen die Kündigung juristisch vorgegangen wurde, konnte die Räumung des Hauses letztendlich um ein gutes Jahr verzögert werden. Am 12.3. 1988 folgte die Räumungsklage und im August des selben Jahres erging der Gerichtsbeschluß, daß das Autonome Zentrum die Uellendahler Straße 6a bis spätestens 31.5. 1989 geräumt haben muß.
Ende Februar 1989 fragte der Trägerverein des AZs, "das Haus e.V." in einem offenen Brief an die Stadtverwaltung und die im Rat vertretenen Parteien, ob diese dem Verein als Ersatz Räumlichkeiten zur Anmietung anbieten könnten. Das Schreiben wurde solidarisch von 43 verschiedenen Organisationen und Initiativen unterzeichnet. Am 15.3. 1989 erhielt der Verein ein Antwortschreiben, in dem mitgeteilt wurde, daß die Stadt keine Räume zur Verfügung oder Anmietung stellen würde. Dies war ein klares Zeichen dafür, daß die Stadt Wuppertal sich nicht auf Verhandlungen einlassen würde.
Am 1. Mai 1989 nahmen an der seit 1986 regelmäßig vom DGB unabhängig durchgeführten autonomen 1. Mai Demonstration etwa 1000 Menschen teil. Sie war eine der zentralen Mobilisierungsveranstaltungen für den Erhalt des Autonomen Zentrums und endete mit einem großen Straßenfest auf dem Ölberger Schusterplatz in der Elberfelder Nordstadt. Auch außerhalb Wuppertals wurden die Auseinandersetzungen um das AZ beobachtet. Am 23.5. 1989 wurde in Hamburg die Bauwagenburg in der Hafenstraße geräumt. Als Reaktion darauf wurden in der darauf folgenden Nacht in Hamburg über 50 Glasscheiben von Banken und Geschäften eingeworfen. In einem Bekenner_innenschreiben erklärte mensch sich u.a. mit dem Autonomen Zentrum Wuppertal solidarisch.
In den letzten Tagen vor dem Räumungstermin wurden in Wuppertal noch verschiedenste Aktionen durchgeführt um auf die Situation aufmerksam zu machen und um den Protest gegen die bevorstehende Räumung zu artikulieren. Vor dem Wirksamwerden der Räumungsklage wurde im AZ die Entscheidung gefällt, das Haus in der Uellendahler Straße 6a nicht zu verlassen. Am 31.5. 1989 wurde die Räumungsklage wirksam und das AZ war somit besetzt. Bei einer Räumung sollte das Haus nicht militant zu verteidigt werden und der Eingang sollte so gut wie möglich verbarrikadiert werden um die Räumung hinauszuzögern. Seit der Besetzung fanden fast täglich Veranstaltungen, Konzerte, Diskussionen und Discos im AZ statt, auch um möglichst viele Menschen vor Ort zu haben um die Räumung durch die Polizei zu verhindern.
Am Morgen des 7.6. 1989 wurde das AZ geräumt. Ein Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei sperrte dazu die gesamte Uellendahler Straße (eine Hauptverkehrsstraße) ab und stürmte das Hinterhaus Nr. 6a. 7 Menschen, die die Einsatzkräfte dort beim Frühstück überraschten wurden sofort festgenommen. Eine Demonstration von ca. 50 Menschen, die sich spontan bildete, wurde von der Polizei brutal aufgelöst. Am Nachmittag des selben Tages folgte eine Protestdemonstration mit ca. 500 Teilnehmer_innen, die von der Polizei massiv eingeschlossen und damit zu einem wandernden Kessel wurde. In der darauffolgenden Nacht brannten vor einem Mercedes - Autohaus, welches auch Bundeswehrfahrzeuge reparierte drei Lkws aus und die Scheiben einer Bank wurden eingeworfen.
Die ersten vier Tage nach der Räumung herrschte in der Elberfelder Nordstadt, dem Stadtteil in dem viele Menschen aus der autonomen Szene wohnten, der Ausnahmezustand. An dem auf die Räumung folgenden Samstag eskalierte die Auseinandersetzung mit der Polizei in der Innenstadt.

Hochstraße 12 - Muno
Da es praktisch unmöglich war, neue, geeignete Räume für ein Autonomes Zentrum auf dem Weg der Anmietung zu beziehen, zum einen, weil die Antwort der Stadt auf die Anfrage nach Räumen eindeutig war und zum anderen weil sich gezeigt hatte, daß auch eine Anmietung überhaupt keinen Schutz vor Illegalisierung bot, wurde am Freitag, den 16.6. 1989, die seit ein einhalb Jahren leerstehende ehemalige Pinsel- und Bürstenfabrik "Muno" in der Hochstraße 12 in der Elberfelder Nordstadt besetzt.
Am 21.6. 1989 wurde um 4.20 Uhr in der Muno-Fabrik der Alarm ausgelöst, da ein Wachposten das Anrücken des Räumkommandos der Polizei beobachtet hatte. Nachdem einige die SEKs der Polizei vom Haus aus mit Farb- und Wasserbeuteln und mit Sand beworfen, entkamen die Besetzter_innen über Hinterhöfe. Zwei Menschen, die nicht flüchten konnten, wurden von der Polizei im Haus körperlich mißhandelt und festgenommen. Für die Räumung setzte die Polizei zwei Räumpanzer ein, mit denen sie die verbarrikadierten Türen und Fenster im Erdgeschoß einrammte. Des weiteren schossen sie fünf Blendschockgranaten. Es war das erste mal, daß in der BRD diese Waffe bei einer Häuserräumung eingesetzt wurde. Im Zuge der Räumung wurden die ersten zwei Stockwerke des Nachbarhauses, ein ganz normales Wohnhaus, gleich mitgestürmt und völlig demoliert. Das gleiche geschah mit sämtlichen Fahrzeugen, die vor und gegenüber der Fabrik geparkt waren. Unmittelbar im Anschluß an die Räumung wurde das angrenzende Stadtviertel, der Ölberg, von Polizeieinheiten durchkämmt, die nach den geflüchteten und verdächtig aussehenden Personen suchten.
Dieser harte Polizeieinsatz sollte ein Zeichen setzen, um Menschen von weiteren Besetzungen in Wuppertal und anderen Städten abzuschrecken. Noch am Tag der Räumung fand eine Protestdemonstration durch die Elberfelder Nordstadt durch, an der sich etwa 300 Menschen beteiligten. Ansonsten ging das polizeiliche Konzept der Einschüchterung aber auf, und viele an der Besetzung beteiligte Menschen mußten ihre gemachten Erfahrungen erst einmal individuell verarbeiten. Erst nach zwei Wochen setzte wieder ein gemeinsamer Diskussionsprozeß und die kollektive Verarbeitung der Erlebnisse ein. Es wurde beschlossen, die im Herbst 1989 anstehenden Kommunalwahlen politisch für die Durchsetzung des AZs zu nutzen. Solidaritätsbekundungen zum Autonomen Zentrum in Wuppertal tauchten immer wieder bundesweit in allen möglichen Publikationen, Flugblättern, Aufrufen und Bekenner_innenschreiben zu militanten Aktionen auf.
Im August 1989 wurde beschlossen, die Muno - Fabrik in der Hochstraße noch einmal zu besetzen, was dann am 11.8., zeitgleich mit der Geburtstagsfeier der Stadt Wuppertal mit dem Motto "Wir sitzen alle an einem Tisch" auch geschah. Die erneute Räumung der Fabrik erfolgte jedoch postwendend. Am 12.8. 1989 hielt ein Pkw vor dem Gebäude und der Fahrer täuschte Motorprobleme vor. Dann sprang plötzlich ein SEK der Polizei von der Ladefläche des hinter dem Pkw zum Stehen gekommenen Lkw und stürmte blitzartig das Haus. Alle Menschen, die sich im und vor dem Gebäude aufhielten, sowie die völlig unbeteiligten Bewohner_innen des angrenzenden Mietshauses wurden festgenommen. Drei Wochen später wurde das noch gut erhaltene Fabrikgebäude im Auftrag der Stadtsparkasse, die zuvor noch behauptet hatte, nicht zu Verhandlungen berechtigt zu sein, abgerissen.
Am 8.6. 1990 kam es noch einmal zu einer symbolischen Besetzung des Geländes der abgerissenen Muno - Fabrik. Es wurde ein großes Zeltdach errichtet und ein Fest gefeiert.

Alte Feuerwache an der Gathe
Im Herbst 1989 wurde von den Autonomen in Wuppertal die "Liste für ein Autonomes Zentrum - AZ" initiiert, die am 1.10. 1989 zur allgemeinen Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen antrat. Für den Ausgang dieser Wahl war das Ergebnis, welches die Liste erzielte marginal und unbedeutend. Die Liste verschaffte jedoch die Möglichkeit offiziell Plakatflächen im gesamten Stadtgebiet zu nutzen und die Forderung nach einem Autonomen Zentrum wirksam in die Öffentlichkeit zu tragen, was der Hauptgrund für die Initiierung der Liste war.
Ende 1989 wurde bekannt, daß die Wuppertaler Berufsfeuerwehr zum 1. Oktober 1990 neue Gebäude in der August - Bebel Straße beziehen würde. Damit tat sich die Frage auf, was mit dem alten, relativ großen und verschachtelten Gebäudekomplex der alten Feuerwache an der Gathe in der Elberfelder Nordstadt, unweit des alten AZs in der Uellendahler Straße geschehen würde. Seitens der Stadt gab es verschiedene Überlegungen. Zum Beispiel gab es Pläne, auf dem Gelände ein multikulturelles Bürgerzentrum und eine große Sporthalle zu errichten. Die für dieses Vorhaben veranschlagten Kosten beliefen sich auf ca. 20 Millionen DM, die jedoch frühestens 10 Jahre später zu finanzieren seien. Daher reduzierte sich das Konzept vorerst darauf, einen Großteil der Gebäude abzureißen und nur das recht gut erhaltene Hauptgebäude und ein Nebengebäude stehen zu lassen.
Im Januar 1990 wurden durch den Trägerverein "das Haus e.V." Verhandlungen mit der Stadt bezüglich der Nutzung eines Gebäudes der Feuerwache für ein Autonomes Zentrum aufgenommen. Im September 1990 wurde mit der Mehrheit von SPD und GRÜNEN dem Erhalt des Haus 1 der Feuerwache zugestimmt. Das Haus 1 war ein kleineres, freistehendes Gebäude neben der Realschule Friedrichstraße. Der Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV) erklärte sich bereit, als Mittler in der Sache der Vergabe der Räumlichkeiten an "das Haus e.V." zu fungieren, indem er als offizieller Mieter des Hauses die Räume an "das Haus e.V. untervermieten würde. Am 24.9. 1990 beschloß der Stadtrat mit den Stimmen von SPD und GRÜNEN, das Haus 1 für ein Autonomes Zentrum, bzw. dem DPWV zur Verfügung zu stellen.

und heute?

2002 ist das Autonome Zentrum wieder umgezogen, da auf dem Gelände der alten Feuerwache tatsächlich eine Turnhalle gebaut wurde. An der Stelle, an der das Haus 1, für 11 Jahre das Autonome Zentrum stand, befindet sich heute ein Parkplatz. Nachdem der Abriss des Hauses angekündigt wurde, kam von Seiten der Stadt das Angebot, ein anderes Gebäude, nur eine Parallelstraße weiter, in der Markomannenstraße 3 für ein Autonomes Zentrum zur Verfügung zu stellen, noch bevor eine Forderung gestellt wurde. Offensichtlich wollte man diesmal von vornherein einer erneuten Auseinandersetzung mit all seinen Folgen und Kosten aus dem Weg gehen.
Auch heute erfüllt es immer noch den gleichen Zweck wie in den 80er Jahren: Es beherbergt den Infoladen, dient als kultureller Veranstaltungsort, hauptsächlich für Punkkonzerte, Parties und Kneipe. Außerdem trifft sich dort die Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und Migrant_innen, die Rote Hilfe Wuppertal, die BJ (LesBiSchwule Jugendgruppe), sowie das Antifa-Cafe. Die verschiedensten Plena finden dort statt und es ist immer noch Anlaufpunkt für Menschen, die Interesse an linker Politik jenseits von Parteien und "NGOs" haben. Auch wenn alle - die im AZ was machen, das ehrenamtlich und aus Spass an der Sache machen, und niemand einzelnes an dem Laden etwas verdient, braucht es Geld für Reparaturen, Neuanschaffungen, Strom, Gas, Wasser, etc.. Finaziert wird dies ausschließlich durch den Getränkeverkauf und durch Veranstaltungen. Das Autonome Zentrum funktioniert jedoch auch nur, wenn alle, die dort hinkommen, das AZ auch als ihren Raum begreifen und irgendwie mithelfen. Das fängt schon im ganz kleinen an. Der Wunsch ist es einen Raum zu schaffen, wo Menschen neue und andere Wege emanzipatorischen Zusammenlebens und -arbeitens ausprobieren und finden können. Im Zentrum der Kritik stehen dabei die überall offen oder latent herrschenden Unterdrückungsmechanismen und -zwänge in der kapitalistischen Gesellschafft, die im AZ überwunden werden sollen.


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