AZ Wuppertal gestürmt

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Akaias
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AZ Wuppertal gestürmt

#1 Beitragvon Akaias » 15. März 2009, 16:06

AZ Wuppertal von Polizei Hundertschaften attackiert. Polizei befindet sich im moment im Gebäude.
Mindestens 2 Verletzte und noch keine Zahl von Festnahmen.
Am frühen 14.3.09 gegen 0:33Uhr wurden von einigen KonzertbesucherInnen im AZ Wuppertal behelmte Polizisten der Einsatzhundertschaft im Treppenhaus des Autonomen Zentrums Wuppertal in der Markomannenstraße bemerkt.
Diese riefen sofort weitere Menschen zur Hilfe. Es wurde sich in den oberen Konzertsaal zurück gezogen und die Tür verschlossen.
Wenig später um 0:36Uhr versuchten die Grünen die Tür einzutreten. Dies gelang zunächst nicht. Woraufhin dann die Tür mit der Flex geöffnet wurde.
Die Polizisten waren laut Zeugenaussagen äußerst aggressiv und wenig gesprächsbereit. Dafür spricht auch, dass es zum jetzigen Zeitpunkt bereits mindestens 2 Verletzte gibt.
Grund der unverhältnismäßigen Attacke ist angebliche eine Jugendschutzüberprüfung, welches jedoch durch den Einsatz der bekannten Wuppertaler Polizeihundertschaften in Zusammenarbeit mit Einsatzhundertschaften aus Essen (laut mehreren Augenzeugen) einen anderen Schatten trägt, dies spricht nicht für eine spontane Jugendschutzkonrolle sondern für ein länger geplantes Vorgehen. Vor Ort ist außerdem die Wuppertal Technischeeinsatzhundertschaft mit Scheinwerferwagen. Auf der Straße "Gathe" stehen die Wannen bis zur Bushaltestelle "Ludwigsstraße" oder sogar noch weiter.
Den Menschen im Autonomen Zentrum wurde Angeboten, dass sie das Gebäude freiwillig verlassen und ihre Personalausweise abgeben. Im moment werden die Ausweise der im Gebäude befindlichen Personen festgestellt. Was weiter geschieht ist nicht bekannt. Sobald ich es weiß werdet ihr es hier lesen können.




Dieser massive Angriff auf Freiräume, ist wie man es aus anderen Städten kennt leider kein Einzelfall. Immer wieder kommt es von Seiten der Polizei zu brutalen und unverhältnismäßigen Angriffen auf linke- und antifaschistische Freiräume. Und so wurde Wuppertal auch in der heutigen Nacht Opfer der staatlichen Willkür und Zerstörungswut.

Ich telefoniere lediglich mit Menschen im AZ selbst. Also ist dies nicht das offizielle Statement des AZ Wuppertal.

Also liebe Leute vergesst eure Gedächtnisprotokolle nicht und auch nicht das Attestieren lassen(falls vorhanden) eurer Verletzungen. Um 19 Uhr ist am Montag wie immer Sprechstunde der Roten Hilfe auch im AZ Wuppertal.

Quelle: http://de.indymedia.org/2009/03/244084.shtml

Akaias
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Re: AZ Wuppertal gestürmt

#2 Beitragvon Akaias » 15. März 2009, 16:08

Pressemitteilung

*Polizeilicher Jugendschutz in Wuppertal - Überfall aufs Autonome Zentrum*


In der Nacht auf den 14.3 überfielen 140 Polizisten und Zollbeamte unter
Leitung des Ordnungsamtes ein Solidaritätskonzert mit dem von Faschisten
abgebrannten Autonomen Zentrum in Stockholm. Ca. 80 Zuhörer lauschten
der schwedischen Band a, als um 0:30 Uhr Bereitschaftspolizisten aus
Essen, Bochum und Wuppertal vor dem AZ vorfuhren und versuchten in die
Räumlichkeiten einzudringen. Der Vorwand für den Polizeieinsatz:
Jugendschutzkontrolle. Unter der Führung des Ordnungsamtleiters Carsten
Vorsich versuchten die Bereitschaftspolizisten mit einem Rammbock in den
Konzertraum einzudringen. Die verängstigen BesucherInnen wurden von den
„Jugendschützern“ zum Teil mit Knüppeln mehrfach und ohne Vorwarnung
geschlagen und stundenlang festgehalten. Die schwedischen Musiker wurden
bei der Fahndung nach Schwarzarbeitern von den Zollbeamten rassistisch
beleidigt. Das Ordnungsamt (KOD) kontrollierte die Personalien der
Anwesenden. Insgesamt nahm die Polizei 5 minderjährige Personen fest,
die in Gewahrsam genommen wurden und von ihren Eltern abgeholt werden
mussten. Drei weitere Gäste wurden in Gewahrsam genommen. Darüber hinaus
zerstörten die Einsatzkräfte Inventar der Kneipe, brachen verschlossene
Kassen auf und beschlagnahmten die Musikanlage und den Getränkebestand.


Dieser Angriff ist nur ein vorläufiger Höhepunkt einer Reihe von
Schikanen der Ordnungsbehörden.

Nach den gewaltsamen Überfällen der Polizei auf die Autonome 1. Mai Demo
2008 und auf das Ölbergfest jagen die Ordnungsbehörden verstärkt
Menschen die sich im öffentlichen Raum selbst bestimmt aufhalten wollen.

Ihre Einsätze enden oft mit Verhaftungen, Straf- und Ordnungsverfahren, bei Menschen ohne Papiere droht häufig die Abschiebung!

SperrmüllfreundInnen, Menschen ohne Papiere Obdachlose und Drogenkranke, genauso wie laute und lustige KneipengängerInnen, MigrantInnen, Hartz IV EmpfängerInnen, schwer schuftende und (oft) unterbezahlte Küchen- und Thekenkräfte – wir wehren uns jetzt gemeinsam!


*Wir laden zur Demonstration am Montag den 16.3.2009 18:00 Uhr vor Mina
Knallenfalls/City Arcaden Wuppertal Elberfeld.*



Freiräume werden nicht erbettelt, sondern erstritten!

KOD verpisst euch!

Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!


http://pyranha. blogsport. de/2009/03/14/polizeilicher-jugendschutz-in-wuppertal-ueberfall-aufs-autonome-zentrum/

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Re: AZ Wuppertal gestürmt

#3 Beitragvon Akaias » 15. März 2009, 16:12

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Bobso
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Re: AZ Wuppertal gestürmt

#4 Beitragvon Bobso » 15. März 2009, 20:05

Joah, mit so nem Schuppen kann mans ja machen! Da können die "Ordnungskräfte" mal wieder dick die Sau raus lassen, da so was ja in üblichen Diskos zu viel Aufsehen erregen würde!

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Re: AZ Wuppertal gestürmt

#5 Beitragvon Knox » 16. März 2009, 12:07

SOLIDARITÄT MIT DEM AZ WUPPERTAL!!! - Demo: 16.3 18h

In der Nacht auf den 14.

3 überfielen 140 Polizisten und Zollbeamte unter
Leitung des Ordnungsamtes ein Solidaritätskonzert (mit dem von Faschisten abgebrannten Autonomen Zentrum in Stockholm) im AZ Wuppertal.


Ca. 80 Zuhörer lauschten einer schwedischen Band , als um 0:30 Uhr Bereitschaftspolizisten aus Essen, Bochum und Wuppertal vor dem AZ vorfuhren und versuchten in die Räumlichkeiten einzudringen.


Der Vorwand für den Polizeieinsatz: Jugendschutzkontrolle. Unter der Führung des Ordnungsamtleiters Carsten Vorsich versuchten die Bereitschaftspolizisten mit einem Rammbock in den Konzertraum einzudringen. Die verängstigen BesucherInnen wurden von den „Jugendschützern“ zum Teil mit Knüppeln mehrfach und ohne Vorwarnung geschlagen und stundenlang festgehalten.


Die schwedischen Musiker wurden bei der Fahndung nach Schwarzarbeitern von den Zollbeamten rassistisch beleidigt. Das Ordnungsamt (KOD) kontrollierte die Personalien der Anwesenden.


Insgesamt nahm die Polizei 5 minderjährige Personen fest, die in Gewahrsam genommen wurden und von ihren Eltern abgeholt werden
mussten. Drei weitere Gäste wurden in Gewahrsam genommen.


Darüber hinaus zerstörten die Einsatzkräfte Inventar der Kneipe, brachen verschlossene Kassen auf und beschlagnahmten die Musikanlage und den Getränkebestand.


Solidarität mit dem AZ Wuppertal! Kommt zur Demonstration am Montag den 16.3.

2009 18:00 Uhr vor City Arcaden Wuppertal Elberfeld
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Re: AZ Wuppertal gestürmt

#6 Beitragvon Akaias » 17. März 2009, 02:36

War jemand bei der Demo? Wie wars?

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Re: AZ Wuppertal gestürmt

#7 Beitragvon CaughtInACrack » 17. März 2009, 06:53

ach du scheiße.. grad ers gelesen :smile:
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"Wenn die Gegenwart wüsste,
dass sie in der Zukunft zur verfälschten Vergangenheit wird,
würde sie sich wehren?"

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Re: AZ Wuppertal gestürmt

#8 Beitragvon Knox » 18. März 2009, 10:56

Wuppertal: Demonstration gegen Stürmung des AZ

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Am gestrigen Abend versammelten sich etwa 400 Menschen in Wuppertal, um gegen das Vorgehen der Polizei am Freitag abend, vgl. http://de.indymedia.org/2009/03/244084.shtml , so wie gegen städtischen Ordnungswahn zu demonstrieren. Die Demo zog lautstark, entschlossen und unangemeldet durch die Innenstadt und das anliegende Kneipenviertel um, anch einer kleinen Runde über den Ölberg, am Autonomen Zentrum zu enden.
Die Demo verlief größtenteils friedlich, denn die Polizei hielt sich zurück.
Ab 18 Uhr sammelten sich Menschen in der Wuppertaler Innenstadt, auf der Haupteinkaufsstraße, die Demo ging dann einige Zeit später, nach etwas Musik und einigen Redebeiträgen los. Viele Passant_inn_en hörten sich die Redebeiträge an, lasen aufmerksam die verteilten Flugblätter, einige schlossen sich der Demo sogar an. Die etwa 400 Demonstrierenden wurden von einer eher überschaubaren Anzahl Polizeibeamter begleitet, etliche Beamte warteten jedoch in Seitenstraßen oder auf Parkplätzen. Die Demo wurde, trotz mehrmaliger Aufforderung nicht angemeldet. Straßentheatereinlagen und ein etwas zu auffälliger Schnüffler das Wuppertaler Staatschutzes sorgten für eine sehr gute Außenwirkung und unsichere Bullen.

Die Demonstration lief durch die Innenstadt, auch hier wurden die Passant_inn_en per Jingle vom Lautsprecherwagen oder per Flugblatt informiert, die Stimmung in der Demo war gut. Entschlossen und mit lauten Parolen ging es weiter, die Demo sorgte überall für Aufsehen, nicht zuletzt die fetzige Musik und einige Böllerwürfe zogen vor Allem junge Menschen an. Zurück ging es dann über die Gathe, eine der Hauptverkehrsstraßen Wuppertals, die, vor einigen Stunden noch voll von Polizeifahrzeugen, nun im Lichte eines Bengalos erstrahlte. Am AZ angekommen, und mit einigen pyrotechnischen Effekten begrüßt, entschloss sich die Demo dann doch, noch weiter zu laufen. Nach einem Sprint auf den Ölberg, merke "Berg", und auf die Hochstraße, wo noch etliche Autofahrer_inn_en erreicht, sowie ein Kontrolleur in einem städtischen Bus bei seiner Arbeit gestört, wurden. Dort löste die Demo sich auf, einige Teilnehmer_inn_en begaben sich in Richtung Innenstadt, andere gingen langsam gen AZ, einzelnd auftauchende Nazis machten sich fix aus dem Staub.

Die merklich überforderte Polizei beschränkte sich auf das Regeln des Verkehrs, sowie das symbolische "einfach da sein und gefährlich aussehen". Als schließlich doch alle am AZ angekommen waren, machte man es sich noch an der Feuertonne bequem oder reiste ab. Hierbei wurden einige Menschen am Hauptbahnhof festgehalten, da sie einen Nazi angegriffen haben sollen. Diese wurden jedoch schnell wieder gehen gelassen, da mehrere Handvoll Unterstützer_inn_en recht zeitnah eintrafen.
Alles in allem war es eine erfreulich große, schöne Demo, wenn auch zu unschönem Anlass.

Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!

mehr dazu hier >>> http://de.indymedia.org/2009/03/244469.shtml
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Re: AZ Wuppertal gestürmt

#9 Beitragvon Knox » 25. März 2009, 20:48

Razzia AZWuppertal - Nachspiel abgelehnt

Die Razzia von Ordnungsamt und Polizei im Autonomen Zentrum von vor anderthalb Wochen wird nicht im Stadtrat am Montag (30.03.09) behandelt. Der Oberbürgermeister hat eine Große Anfrage der Linken abgelehnt.
Die Razzia von Ordnungsamt und Polizei im Autonomen Zentrum von vor anderthalb Wochen wird nicht im Stadtrat am Montag (30.03.09) behandelt. Der Oberbürgermeister hat eine Große Anfrage der Linken abgelehnt.

Alles unter den Tisch kehren und weitermachen. Eigentlich fand ich schon die nachfolgende Aussage unglaublich:
Der kommunale Ordnungsdienst der Stadt Wuppertal wird bei der Polizei kostenlos in Angriffstechniken trainiert. [siehe: http://de.indymedia.org/2009/03/244939.shtml ]

Aber es scheint alles noch schlimmer zu gehen. Was mich am meisten wundert, das die mittlerweile mit solchen öffentlichen Aussagen durchkommen.

Weshalb können Stadtrat und kommunale Behörden öffentlich erklären, sie würden im Rahmen des Jugendschutzes Angriffstechniken gegen Jugendliche trainieren?
http://www.wuppertaler-jugendschutz.de/ ... erulanten/
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Re: AZ Wuppertal gestürmt

#10 Beitragvon Knox » 27. März 2009, 12:26

Polizei kündigt unterdrückende Massnahmen an

Die Wuppertaler Polizei kündigt unterdrückende Maßnahmen gegen Jugendliche an. Im Rahmen des Projektes U25 sollen Jugendliche verstärkt repressiven Kontrollen unterzogen werden.

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Die Wuppertaler Polizei kündigt unterdrückende Maßnahmen gegen Jugendliche an. Im Rahmen des Projektes U25 sollen Jugendliche verstärkt repressiven Kontrollen unterzogen werden.

Zum Wuppertaler Konzept des Jugendschutzes gehört nicht nur das Training von Mitarbeitern des Ordnungsamtes in Angriffstechniken gegen Jugendliche, sondern auch die verstärkte Kontrolle von Jugendlichen durch die Polizei. Wie Kriminaldirektor Andreas Dickel in der heutigen Ausgabe der Lokalzeitung WZ verspricht: "Wir werden auch verstärkt repressive Kontrollen durchführen".

Duden: Repression = Knebelung, Unfreiheit, Unterdrückung, Unterjochung; (geh.): Joch.

Mein Kommentar: "Frieden für ein friedliches miteinander, Gewalt und Unterdrückung für ein gewalttätiges gegeneinander!"
http://www.wuppertaler-jugendschutz.de/ ... kontrolle/
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