USA legalisiert Cannabis als Medizin (ab heute)

alles was mit Rausch zu tun hat (man hab ich einen dicken Kopp hat mal jemand nee Kopfschmertztablette)
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Knox
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USA legalisiert Cannabis als Medizin (ab heute)

#1 Beitragvon Knox » 20. Oktober 2009, 13:54

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Die USA haben medizinisches Marihuana legalisiert. Legalisiert bedeutet in diesem Zusammenhang, zukünftig keine föderalen Gesetze mehr geben wird, die Menschen deswegen in den Knast bringen. Es wird weiterhin Richtlinen geben, um u.a. Geldwäsche vorzubeugen und um Jugendschutz zu bewahren. In 14 von 50 Bundesstaaten ist natürliches Cannabis als Medizin für Menschen, die es benötigen, “geregelt” und verfügbar.
Das Ursprungsland des “Kriegs gegen die Drogen”, USA, haben medizinisches Marihuana legalisiert. Legalisiert bedeutet in diesem Zusammenhang, dass es laut AP-Meldung zukünftig keine föderalen Gesetze mehr geben wird, die Menschen in den Knast bringen. Es wird weiterhin Richtlinen geben, um unter anderem Geldwäsche vorzubeugen und um Jugendschutz zu bewahren. In 14 von 50 Bundesstaaten ist natürliches Cannabis als Medizin für Menschen, die es benötigen, “geregelt” und verfügbar.

In den USA gibt es medizinisches Marihuana unter anderem gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Raucherentwöhnung, .. und natürlich schwereren Krankheitsbildern. Medizinisches Cannabis wird gerne von Personen, die wenig Geld haben als Medizin genommen, da es im vergleich zu Pharmazeutika ein sehr günstiges Medikament mit wenig Nebenwirkungen ist.
http://www.hanfplantage.de/usa-legalisi ... 19-10-2009
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Die Feenkönigin war von Kopf bis Fuß tätowiert,aber nicht mit weihnachtlichen Motiven. Sie wünschte den Besuchern ein „Scheißweihnachtsfest“, und die fünf volltrunkenen Weihnachtsmänner pflichteten ihr bei

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greensnabel
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Re: USA legalisiert Cannabis als Medizin (ab heute)

#2 Beitragvon greensnabel » 4. November 2009, 18:57

Dann les mal hier :

Hanf aus der Apotheke
Seit dem 01. September 2003 ist es in den Niederlanden offi ziell möglich, Hanf für medizinische Zwecke über Apotheken zu beziehen. PatientInnen, denen Cannabis von ihrem Arzt verschrieben wurde, soll es auf diese Weise ermöglicht werden, ihr Medikament zu erhalten. Doch Cannabis ist ein Naturprodukt, was es schwierig macht, eine immer gleich bleibende Qualität zu gewährleisten. Hinzu kommt, dass Cannabis aufgrund internationaler Abkommen tabuisiert und illegalisiert wird. Das macht es auch in Holland nicht einfach, Cannabis als Heilmittel zu etablieren. In vielen holländischen Städten gibt es CoffeeShops, die Cannabisprodukte wie Marijuana oder Haschisch anbieten. Dabei stellt sich die Frage, wo der wesentliche Unterschied zwischen Apothekenhanf und kommerziellen CoffeeShop-Sorten liegt. Um dieser Frage nachzugehen, schickten wir unsere Amsterdamer Kollegen Soma und Ed Borg los, um Proben und Eindrücke zusammeln...

Eigentlich ist Cannabis schon seit längerem in den Niederlanden auf Rezept erhältlich. Im Febru ar 1994, wenige Monate nachdem das erste Rezept für die Verwendung von Cannabis an einen Patienten ausgeben wurde, begann das Stichting Institute of Medical Marijuana (SIMM) inoffi ziell damit, Marijuana an einige niederländische Apotheken auszuliefern. Produziert wurde das Cannabis von der Firma Maripharm.

Am 17. März 2003 trat eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes in Kraft, was den Weg für eine legale Versorgung ebnete. Dem Unternehmen Bedrocan und dem SIMM (Maripharm) wurde genehmigt, Cannabis nach medizinischen Gesichtspunkten zu züchten und an Apotheken abzugeben. Damit sind sie die ersten legalen Lieferanten von Marijuana in Europa! Das Büro für medizinisches Cannabis des niederländischem Gesundheitsministeriums führt eine Qualitätskontrolle des Cannabis durch und organisiert die Verteilung.

Dass Cannabis bei vielen Krankheiten helfen kann, wurde in den letzten Jahren zunehmend erforscht und bekannt. Selbst in Deutschland setzt sich dieses Wissen bei Medizinern, aber auch bei Juristen und einigen PolitikerInnen, immer mehr durch. Die Liste der Krankheiten, auf die Cannabis einen positiven Einfluss haben kann, ist lang



Seit einigen Jahren ist ein Medikament auf dem Markt, das den isolierten Cannabis-Wirkstoff THC (medizinisch auch Dronabinol) enthält. Marinol, so der Name dieses Medikaments, kann seit 1998 in Deutschland verschrieben werden und ist in Apotheken erhältlich. Leider übernehmen nicht alle Krankenkassen die Kosten einer Behandlung mit dem Wirkstoff Dronabinol. Das ist insofern fatal, als die Kosten für Dronabinol vergleichsweise hoch sind. So kostet ein Milligramm Dronabinol in der Apotheke etwa 80 Cent. Bei einer durchschnittlichen Tagesdosis von 10 bis 20 mg ergeben sich daraus monatliche Behandlungskosten von 240 bis 480 Euro.

Bei einem THC-Gehalt zwischen 5 und 12 Prozent enthält 1 Gramm Cannabis bei Kosten von 5 bis 8 Euro 50 bis 120 mg THC. Ein Milligramm THC aus natürlichem Cannabis würde danach 7 bis 10 Cents kosten. Damit liegen die Kosten für Dronabinol über dem zehnfachen der Kosten für natürliches THC. Kein Wunder also, dass viele PatientInnen die günstigere und natürliche Variante des Wirkstoffs vorziehen. In Deutschland sind PatientInnen nach wie vor gezwungen, die Illegalität in Kauf zu nehmen, wollen sie sich mit natürlichem Cannabis therapieren. In den Niederlanden hat man zumindest noch die Möglichkeit, im CoffeeShop fündig zu werden. Aber das ist auch nicht jedermanns Sache. Hanf aus der Apotheke scheint deshalb eine gute Alternative für alle zu sein, die sich im Ambiente eines CoffeeShops nicht wohlfühlen...

Unsere Kollegen Soma und Ed Borg sind beide im Besitz eines Rezepts für die Verwendung von Cannabis. So ausgestattet gingen sie also in eine Apotheke, um ihre Rezepte einzulösen. Zwei Sorten stehen dabei zur Auswahl: Eine für etwa 40,- Euro (SIMM 18), die andere, etwas stärkere Sorte (Bedrocan) für etwa 50,- Euro. Beide Packungen enthalten 5 Gramm, was bedeutet, dass das Gramm 8,- bzw. 10,- Euro kostet. In Amsterdamer CoffeeShops zahlt man für ein Gramm Marijuana zwischen 4,- und 9,- Euro, je nach Qualität.

Die Kosten für medizinisches Cannabis werden derzeit noch nicht von den niederländischen Krankenkassen übernommen, dazu müsste die Droge erst in das Ziekenfonds-Krankenversicherungs system als erstattungsfähig aufgenommen werden.

Der erste Unterschied zwischen Apotheken - und CoffeeShop-Cannabis wäre damit schon mal klar: Der Preis. Einen weiteren Unterschied stellt die Verpackung dar: Während man in den meisten CoffeeShops das Marijuana in einem Plastiktütchen ausgehändigt bekommt, ist Apothekenhanf in einer 5 Gramm-Dose verpackt. Auf der Dose sind Inhaltsstoffe und Hinweise zur Einnahme des Cannabis abgedruckt. Als Einnahmeempfehlung wird angegeben, entweder das Cannabis zu rauchen (dazu sollen 0,5 Gramm pur in einen Joint gedreht werden; nach dem ersten Zug den Joint ausgehen lassen und 15 Minuten warten; je nach Befi nden einen weiteren Zug nehmen und wieder warten...), oder es als Tee zu sich zu nehmen. Unser Mitarbeiter Soma wollte sich die Sorte von Bedrocan in der Apotheke geben lassen. Doch die relativ unfreundliche Apothekerin sagte ihm, sie müsse das Präparat erst bestellen, was drei Tage dauern würde. Soma war doch sehr überrascht, dass er so lange warten sollte, denn jedes andere Medikament kann - wenn es nicht vorrätig ist - in Stunden besorgt werden. Im CoffeeShop seines Vertrauens, dem Dampkring in Amsterdam, wird er hingegen immer freundlich behandelt und umgehend bedient. Ein Umstand, der so manchen Patienten dazu bewegen könnte, weiterhin seine Medizin im CoffeeShop zu kaufen.

Wenn man sich die zwei Sorten aus der Apotheke genauer anschaut und inspiziert, fällt auf, dass die Qualität doch recht gut ist. Während es sich bei SIMM 18 um eine Sorten mit hauptsächlich Indika-Eigenschaften handelt, ist bei Bedrocan die Sativadominanz nicht zu übersehen. Auch das Aroma und das High sind so, wie man das von gutem Cannabis her kennt. Die Blüten sind gut getrocknet und sauber verarbeitet worden.

Die Pflanzen werden so angebaut, dass alle Blüten dieselbe Wirkstoffkonzentration aufweisen. Dazu werden die Pfl anzen schon während der Anbauphase ständig überwacht und ihr Wirkstoffgehalt im Labor überprüft.

Die Firma Maripharm hat sich dazu einen erfahrenen Cannabis-Grower geholt, der neben anderem technischen Aufwand dafür sorgt, dass die Qualität und der Wirkstoffgehalt immer konstant sind.

Das ist eine Voraussetzung für den Einsatz als Medikament, denn nur ein konstanter, reproduzierbarer Wirkstoffgehalt erlaubt den therapeutischen Einsatz. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zwischen den im CoffeeShop angebotenen Sorten und dem Medizinalhanf aus der Apotheke. Die Sorten im CoffeeShop stammen in der Regel von unterschiedlichen Growern, was zwangsläufi g zu Qualitätsschwankungen führen kann, selbst wenn alle mit Stecklingen gearbeitet haben, die von der selben Mutterpflanze stammen.

Für manche PatientInnen birgt dies ein Risiko, das beim Cannabis aus der Apotheke minimert ist.

Im direkten Vergleich schneidet aber so manche Sorte aus dem CoffeeShop besser ab als die offi ziell für PatientInnen herangezogenen Sorten.

Auch wenn die hier abgebildeten Fotos nur einen gewissen Eindruck vermitteln können, machen sie doch deutlich, dass Canna bis aus der Apotheke - nicht zuletzt auch wegen des höheren Preises - keine Konkurrenz zu den CoffeeShop-Sorten werden wird.

Für viele niederländische PatientInnen ist dies schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, denn ihnen wird es endlich offi ziell ermöglich, Cannabis als Heilmittel anzuwenden. In Deutschland sind wir noch nicht so weit. Versuche, Cannabis über Apotheken abzugeben, wie etwa in Schleswig Holstein, sind bisher gescheitert. Und fragt man einen Apotheker, ob er grundsätzlich bereit wäre, Cannabis zu verkaufen, trifft man nicht selten auf Ablehnung.

Dennoch ist es sehr zu wünschen, dass die politisch Verantwortlichen die Notwendigkeit erkennen, natürliches Cannabis auch für deutsche PatientInnen zugänglich zu machen. Und das sollte auch den Eigenanbau mit einschließen, denn dies ist für manchen eine kostengünstige Alternative, an seine Medizin zu gelangen. Und einen positiven Einfluss auf Körper und Geist kann das Gärtnern ohnehin haben...

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Re: USA legalisiert Cannabis als Medizin (ab heute)

#3 Beitragvon greensnabel » 4. November 2009, 18:59

Erstmals Cannabis auf Rezept in Deutschland

Von Jörg Taron 16. Februar 2009,

Chronische Schmerzen, Multiple Sklerose, Krebs- oder HIV: Obwohl es über die Heilwirkung von Cannabis noch keine belastbaren Studien gibt, kämpfen Mediziner seit Jahren um die Freigabe der Droge als Medikament. Nun erhalten erstmals deutsche Patienten Cannabis-Blüten aus der Apotheke.

In Deutschland wird erstmals Marihuana als Medikament abgegeben: Sieben Patienten haben von der Bundesopiumstelle in Bonn eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Sie bekommen seit Mitte Februar aus den Niederlanden importierte „Medizinal-Cannabis-Blüten“ in ihrer Apotheke.

„Einigen Patienten kann man möglicherweise mit Cannabis helfen“, sagte der Leiter der Bundesopiumstelle, Winfried Kleinert. Es gebe bisher aber keine belastbaren Ergebnisse aus Studien. Kleinert: „Aber es gibt eine Vielzahl von Anwendungsbeobachtungen, die die positive Wirkung zeigen."

Das bestätigt Franjo Grotenhermen aus Rüthen. Der Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin“ kämpft seit Jahren dafür, dass Patienten, die sich selber mit Cannabis helfen, aus der Illegalität herauskommen. „Das sind alles schwer kranke Menschen“, sagte Grotenhermen. Immer wieder werde ihm von der helfenden Wirkung von Cannabis berichtet. „Das hilft vielen Kranken, denen herkömmliche Therapien nichts nützen“, sagte Grotenhermen.

Einsatzgebiete sehen er und Kleinert vor allem bei chronischen Schmerzen, Multipler Sklerose, beim Tourette-Syndrom und bei Krebs- oder HIV-Erkrankungen.


Einer der ersten Patienten, die legal Cannabis-Blüten aus der Apotheke bekommen, ist der Duisburger Lars Scheimann. Der 38-Jährige leidet unter dem Tourette-Syndrom. „Ohne Cannabis haben mich meine Ticks im Griff. Ich schlage mit dem Kopf gegen die Wand oder beiße Gläser kaputt“, sagte Scheimann. „Früher haben alle gedacht, ich sei verrückt“, sagte er. Psychopharmaka hätten wenig geholfen und viele Nebenwirkungen gehabt. Vor 15 Jahren sei er dann zufällig an einen Tisch gekommen, an dem Cannabis geraucht wurde. „Weil es mir schlecht ging, habe ich gesagt: Gib mal her, ich will auch.“ Später sei ihm aufgefallen, dass seine Ticks schwächer wurden.

Seitdem ist Scheimann völlig ohne seine Beschwerden. „Wenn ich mal zehn Stunden kein Cannabis rauche, geht es mir sofort wieder schlechter“, berichtete der Duisburger. Eine Rauschwirkung habe er aufgrund seiner Krankheit nicht. „Cannabis wirkt bei mir anders als bei Gesunden.“ 15 Jahre lang habe er sich sein Medikament „auf der Straße“ besorgt. „Ich muss nur erst einmal die Ängste an die Seite packen, weil ich ja nicht mehr kriminell bin."

Nach Einschätzung von Kleinert ist Cannabis als Medikament nur in Ausnahmefällen sinnvoll: „Das wird keine allgemeine Medikation, sondern nur für Patienten, denen andere Mittel nichts helfen.“ Grotenhermen schätzt allerdings, dass dies bei bundesweit mehr als 50.000 Menschen der Fall sein könnte. „Man merkt, dass da ein Denkprozess bei der Gesundheitspolitik stattfindet. Politiker, die Cannabis sonst nur als Droge gesehen haben, erkennen nun


Für den Mediziner Grotenhermen ist es besonders schlimm, dass immer noch Patienten strafrechtlich verfolgt werden, die sich mit Cannabis helfen. Er berichtet von Fällen, in denen schwer kranke Menschen mit Tee oder Zigaretten aus Cannabis-Kraut Schmerzen lindern oder erfolgreich gegen ihre durch Krebstherapien verursachte Appetitlosigkeit kämpfen. „Während die Kids die Drogen an jeder Straßenecke bekommen können, haben es diese Kranken schwer, sich ihre Medizin zu besorgen, weil die ja mit der Drogenszene nichts zu tun haben und teilweise im Rollstuhl sitzen.“


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