PROUD TO BE PUNK #27

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Knox
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PROUD TO BE PUNK #27

#1 Beitragvon Knox » 2. Februar 2018, 19:53

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Es ist wieder so weit, eine neue Ausgabe des PROUD… ist da. Trotz Lehrerjob, Hausrenovierung und Umzug hat Jan es wundersamer Weise wieder geschafft, die 80 Seiten seines Fanzines zu füllen. Doch irgendwas ist diesmal anders. Habe eine Weile gebraucht, dann ist es mir aber doch aufgefallen. Und nach mehrmaligem durchblättern war ich dann gewiss darüber.

In dieser Ausgabe sucht man nämlich vergeblich nach einem polit-geschichtlichen Artikel, wenn man mal von der zweiseitigen Kritik zu Bernd Langers Buch „Kunst & Kampf“ absieht. Dafür gibt es zwei ausführliche Interviews. Zum einen mit dem Betreiber-Kollektiv des Fire & Flames-Shops, welches sich selbst als radikal linkspolitisch darstellt. Auch wenn Jan hier beispielsweise nachfragt, wie revolutions-orientierter Linksradikalismus mit einem kommerziellen Shop vereinbar ist, hätte er hier meiner Meinung nach etwas mehr Nachbohren können – auch zu anderen Themengebieten, die angerissen werden. Die Crew antwortet nämlich sehr offen und ehrlich, wodurch sicherlich einige Diskrepanzen mehr zu Tage gebracht werden könnten. Etwas, was bei mir als eher liberaler Linker auch manchmal die ein oder andere Frage aufwirft. Aber wer bin ich, dies zu kritisieren, führe ich doch selbst eher meist oberflächliche Interviews mit zudem uninteressanten Gesprächspartnern. Das nächste kommt bestimmt demnächst. Sehr sympathisch wirkt das Interview mit Ballo, umtriebiger Schlagzeuger und Betreiber des Break the Silence-Labels, welches sehr viel Platz einnimmt und in dem mir Ballo des Öfteren wirklich aus der Seele spricht. Da es nicht ganz meinen musikalischen Präferenzen entspricht, war für mich das Interview mit der tschechischen HC-Band GINNUNGAGAP und der Abriss der Bandgeschichte von AUS-ROTTEN etwas weniger interessant. Dennoch sind beide Artikel lesenswert. Der zweite Teil der Erinnerung an ermordete Punks macht erneut sehr nachdenklich, teilweise auch sprachlos. Sehr wichtig, dass dies immer wieder in den Fokus gerückt wird. Und weil es mich wirklich sprachlos macht, gleich weiter, denn ein kleines Deja-vu erlebte ich beim Tourbericht von ONE STEP AHEAD. War doch in einer der letzten Ausgaben schon ein Tourbericht der Band, in der Jan auch ab und an den Bass schwingt, zu lesen. Überhaupt wird die Band in gefühlt jedem zweiten Artikel erwähnt. Nichts desto trotz war der Erlebnisbericht von dieser Tour, die mit den UIUIUIs aus Leipzig absolviert wurde, ein kurzweiliges Lesevergnügen, da unterhaltsam geschrieben und trotz der inflationär wirkenden Präsenz von ONE STEP AHEAD im Heft nicht unbedingt das Gefühl der Selbstbeweihräucherung entsteht. Die obligatorischen Rezensionen und der Sachsen-Report runden auch diese Ausgabe ab.
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Im Reich der Blütenträume
London 2048. Ein Tennisroboter gewinnt Wimbledon. Auf der Tribüne: Kronprinz Louis. Allein mit seinen Erinnerungen an eine Traumhochzeit.

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