Demoaufruf zur antifaschistischen Demo in Remagen. 14:02:09

alles was so an Punk in der Eifel so abgeht
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
Knox
Beiträge: 63168
Alter: 61
Registriert: 20. April 2003, 22:26
Wohnort: Bierdosenland

Demoaufruf zur antifaschistischen Demo in Remagen. 14:02:09

#1 Beitragvon Knox » 4. Februar 2009, 12:04

DER PROVINZ EINS AUSWISCHEN - den faschistischen Normalzustand brechen


Demoaufruf zur antifaschistischen Demo in Remagen.
14:02:2009 14 Uhr Remagen Bahnhofsvorplatz
DER PROVINZ EINS AUSWISCHEN - den faschistischen Normalzustand brechen

Demoaufruf zur antifaschistischen Demo in Remagen.

Am 3ten Januar 2009 eskaliert die Situation. Fünf jungen AntifaschistInnen werden von ca. 20 gewaltbereiten Neonazis aufgelauert und bis zum Remagener Bahnhof gejagt. Dieser organisierte Überfall ist der vorläufige Höhepunkt der in letzter Zeit extrem erstarkten Aktivität der rechten Szene aus dem Raum Remagen.
Neben diversen gewalttätigen Übergriffen auf MigranntInnen, Menschen aus der alternativen bzw. Punk-Szene und AntifaschitInnen, die in der letzten Zeit immerhäufiger werden, tauchen auch zahllose Schmierereien und Aufkleber mit Nazipropaganda auf, die in Remagen, Sinzig und bis nach Ahrweiler jedem, der nicht in das menschenverachtende Weltbild der Rechtsextremen passt, zeigen soll
"Du bist hier nicht willkommen".
Eine Zone der Angst wollen die Neonazis schaffen und werden hierbei stillschweigend toleriert.
So liegt es auf der Hand, dass Remagen ein neues Ziel der Neonazis bildet, um sich hier festzusetzen und eine Basis für ihre Aktivitäten zu bilden.
Schon 2005 versuchten organisierten Neonazis in Remagen mit einer Demonstration in Remagen Fuß zu fassen. Damals demonstrierten diese für die deutschen Soldaten, die im alliierten Gefangenlager, in dem, während des Kampfes der Alliierten gegen Nazideutschland und seine Verbrechen, die gefangenen deutschen Soldaten untergebracht wurden, zu Tode kamen.
Diesem damaligen temporären Versuch Präsenz zu zeigen folgt nun der Versuch sich dauerhaft in Remagen und der Region festzusetzen.
Gegen diesen faschistischen, menschenverachtenden Zustand wollen wir uns wehren.
Wir wollen nicht akzeptieren, dass sich hier in der Provinz ein neonazistischer und rassistischer Normalzustand einfinden kann und sich langsam aber sicher immer fester einnisten wird.

Dort wo sich organisierte Nazibanden breit machen, Menschen von diesen, aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Überzeugung oder anderen Individualitäten, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, verfolgt und bedroht werden, können und dürfen wir nicht länger zusehen und schweigen.
Wischen wir der Provinz eins aus! Kein ruhiges Hinterland für Nazis!
Brechen wir diesen faschistischen Normalzustand und zeigen eine Alternative, eine antifaschistische Alternative auf.
Für die Freiheit!
Für das Leben!
Kommt zum Antifablock auf die Demo des antifaschistischen Bündnisses

14. Februar Bahnhofsvorplatz Remagen (zwischen Bonn und Koblenz) 14Uhr

Antifa-Demo in Remagen 14.02.09
http://de.indymedia.org/2009/02/241022.shtml
--
Schwarze Katze - Postfach 41 20 - 58664 Hemer
web: http://projekte.free.de/schwarze-katze/
Bild
Bremens Innensenator verliert ein Wort
Ein Gericht stoppt den Bremer Verfassungsschutz per einstweiliger Anordnung.
Die Rote Hilfe darf fortan nicht mehr „gewaltorientiert“ genannt werden.

Benutzeravatar
Knox
Beiträge: 63168
Alter: 61
Registriert: 20. April 2003, 22:26
Wohnort: Bierdosenland

Re: Demoaufruf zur antifaschistischen Demo in Remagen. 14:02:09

#2 Beitragvon Knox » 13. Februar 2009, 20:37

Wir, die Linksjugend ['solid] KV Ahrweiler und Organisatoren der "Aufmucken gegen Rechts! - Nazis raus aus Remagen!" Demo,
geben hiermit die Absage für den morgigen Termin bekannt!

Hierzu kurz die Gründe:

1. massive Interventionen durch die umliegenden Gruppen, da die Terminüberschneidung mit Dresden zu Spannungen in der überregionalen Netzwerkarbeit geführt haben

2. das für den Tag angesetzte Konzert im Anschluss der Demo muss aus organisatorischen Gründen ausfallen, wird aber in Kürze nachgeholt, dies ist ein festes Versprechen

3. unsere bürgerlichen Bündnispartner und die Antifa haben grundlegend verschiedene Ansichten zu den erteilten Auflagen
(Wir als Veranstalter haben nicht vor den Bürgern eine Schlacht mit der Polizei vorzuführen. Kreativer Aktionismus ist erwünscht, nicht aber Gewalttaten aus unseren Reihen.)
Da wir an der konsequenten Umsetzung der Auflagen ein verständliches Interesse haben, wollen wir den Streit auf der Straße vermeiden und diese Dinge noch einmal eindeutig klären.

Die Gründe in der Aufführung:

Parallel zur Demonstration, die am morgigen Samstag (14.02) um 14 Uhr, ab dem Remagener Bahnhof beginnen sollte, war für den Abend ein Konzert für die Jugend geplant, das nicht wie vorgesehen stattfinden kann.
Es gibt tatsächlich Menschen die sich die "Mühe" gemacht haben, Hallenbesitzer davon zu überzeugen, das die voraussichtlichen Teilnehmer der Demonstration, also die Jugend, oder mögliche ungebetene Gäste darunter oder am Rande, ein Sicherheitsrisiko darstellen oder gar, daß Ausschreitungen zu befürchten wären.
Eine Ausweichhalle ist wegen Karneval für den Zeitraum nicht mehr zu bekommen.
Der Hallenpächter der einzigen noch freien alternativen Halle, hat ebenfalls aus den selben Sicherheitsbedenken utopische und gänzlich unerfüllbare Forderungen an uns gestellt.
Das Konzert wird daher zumindest an diesem Tag ausfallen müssen, da eine Alternative in der Kürze der Zeit nun nicht mehr zu realisieren ist.

Dieser Umstand: Wie mit jungen Menschen umgegangen wird, die für eine gute Sache auf die Straße gehen möchten, macht mich nicht nur sauer, sondern wahnsinnig wütend. Als Veranstalter der abgesagten Demonstration schwöre ich daher, bei allem was mir heilig ist, das beide Veranstaltungen mit dem passenden Thema nachgeholt werden.
Viele junge Menschen im ganzen nördlichen Rheinland Pfalz haben wochenlang hart daran gearbeitet, das nicht nur die Demonstration, sondern auch das Konzert für die Jugend stattfinden wird.

Nur zum Leidwesen derer, die eine sehr weite Anfahrt bis zu uns geplant haben, nicht morgen.
Ich bitte dafür schweren Herzens um Verständnis und Entschuldigung.

Auflagen!

Die Auflagen sahen vor das Stofftransparente nur in Straßenbreite, ausschließlich quer zur Fahrbahn gezeigt werden dürfen. Plakatschilder nur bis größe A0 mit einem Stiel von 2x2cm das gleiche Maß galt für Fahnenstöcke bis maximal 150cm. Die Redner waren auf einen/e pro kundgebung beschränkt worden (bei 3 Kundgebungen).

Diese Auflagen waren für Antifaschistische Gruppen nicht hinnehmbar, wir konnten diesbezüglich keine Lösungen im Einverständniss mit Polizei und Ordnungsbehörden treffen.

Ich bitte bundesweit um Weiterleitung an alle Mitglieder und Freunde, aller angeschlossenen Partnerverbände.

Liebe Grüße
Daniel
für die Linksjugend [`solid] im Kreis Ahrweiler
schoppdaniel@googlemail.com
Bild
Bremens Innensenator verliert ein Wort
Ein Gericht stoppt den Bremer Verfassungsschutz per einstweiliger Anordnung.
Die Rote Hilfe darf fortan nicht mehr „gewaltorientiert“ genannt werden.


Zurück zu „Eifel“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast