300 Nazis durch Braunschweig geknüppelt

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Punkz 4 Peace
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300 Nazis durch Braunschweig geknüppelt

#1 Beitragvon Punkz 4 Peace » 21. Juni 2005, 18:53

300 Nazis durch Braunschweig geknüppelt

von Nienburger - 19.06.2005 22:40
Rund 300 Nazis konnten am Samstag, den 18.6. dank massiven Polizeieinsatzes ihre geplante Demo-Route durch Braunschweig gehen. Mindestens 3000 Gegenaktivisten hielten sich in der Stadt auf und blockierten an mehreren Stellen mehrfach die Route, wurden aber mit brutalter Gewalt von der Straße gefegt.
Ich schreibe diesen Bericht aus der Sicht eins "einfachen Demonstranten". Ich nehme weder für mich in Anspruch, alles was an diesem Tag an Antifa- oder Polizeiaktionen gewesen ist mitbekommen zu haben, noch kann ich ausschließen dass ich elementare Teile verpasst habe.

Bereits kurz nach der Ankunft in Braunschweig wurde unsere kleine Gruppe von einem gut informierten Braunschweiger auf einem Drahtesel auf den neuesten Stand gebracht: Die Kundgebung des Bündnis gegen Rechts sei weit abgedrängt worden, wer sinnvolle Aktionen unternehmen wolle sei deshalb aufgefordert sich zunächst im Magniviertel aufzuhalten und von dort vielleicht auf die Straße zu gelangen. Diese Mobilisierung erreichte offensichtlich außer unserer Gruppe noch viele viele andere entschlossene Menschen. Etwa zeitgleich mit dem Bündnis-Kundgebungsauftakt zog eine Masse von ungefähr 300 Menschen durch das Magniviertel in Richtung Bohlweg. Die Polizeipräsenz dort war zu dieser Zeit eher mäßig ausgeprägt. Nach einiger Zeit - die Menge hatte sich zwischenzeitlich zerstreut - wurden wir Zeuge einer Blitzbesetzung des Bohlwegs in Höhe "Galeria Kaufhof". Viele umstehende schlossen sich spontan an; während des Zuges durch das Magniviertel schallten sehr laute Sprechchöre ("Nazis raus", "Gebt den Nazis die Straße zurück.." usf.) und sorgten für eine gute Stimmung, die den ganzen Tag anhalten sollte. Binnen kürzester Zeit versammelten sich rund 500 Menschen auf dem Bohlweg und wurden zunächst nur lasch gekesselt durch die nach und nach anrückenden Polizeieinheiten. Hier war noch nicht von dem später angetroffenen schweren Gerät zu sehen, nur eine Reiterstaffel hielt sich in unmittelbarer Nähe auf und patroullierte zu Beginn der Aktion durchs Magniviertel.
Nachdem die Nazis am Kennedyplatz angekommen waren und dann offensichtlich in beide Richtungen blockierte Routen vorfanden, mussten sie einen Zwangsstop von etwa einer halbe bis einer Stunde einlegen. Langsam kam dann auch Bewegung in die Bohlweg-Blockade. Die Polizei kesselte enger und trennte schließlich einige Antifas vom Rest der Gruppe ab; mit Hilfe der Kollegen vom USK wurden einige Menschen herausgegriffen.
Dies geschah - vermutlich, die Ansagen waren durch Gepfeife und Gejohle nicht zu verstehen - nach dreimaliger Aufforderung. Nach einigem Gerangel und etwas hin und her löste sich die Blockade langsam von selbst auf: Dies unter anderen weil mittlerweile bekannt war, dass die Nazis entgegen ihrer urpsprünglichen geplanten Route sich in Bewegung gesetzt haben. Mensch war also gut beraten, sich eine strategisch günstigere Stelle für Aktionen zu suchen. Am Bohlweg würden die Nasen erst auf ihrem Rückweg vorbei kommen. Bis dahin würde lange Zeit vergangen sein.
Einige entschlossene blieben noch sitzen; nach anderen Berichten sind sie mit brutaler Gewalt und Schlagstockeinsatz entfernt worden. Davon habe ich nichts mehr mitbekommen.
Nach einigem Laufen durch die Innenstadt kam erneut ein Ortskundiger herangeradelt und schickte die herumstreunenden Gruppen zum Media-Markt. Eine weitere Blockade am Gieselerwall (weiter oben erwähnt, sie machte den Weg in die "andere Richtung" dicht.) war mittlerweile rüde, aber ohne Knüppel und schweres Gerät aufgelöst worden.
Am Mediamarkt sammelte sich zum zweiten Mal eine sehr große Menschenmenge, ähnlich der auf dem Bohlweg zu früherer Stunde. Hier zeigte die Polizei nicht so viel Geduld wie zuvor. Nach wiederum dreimaliger Aufforderung kamen unmittelbar Wasserwerfer zum Einsatz. Zunächst sprühte ein einziger Wasser über die Köpfe der sitzenden Menschenmenge hinweg, kurz darauf auch direkt in die Menge hinein. Drei Wasserwerfer trieben die Menschen in hohem Tempo auf eine ziemlich überraschte und einigermaßen verunsichert dastehende Polizeikette zu, die sich vor den heranrennenden Menschen gerade noch in Sicherheit bringen konnte. Diese Treibjagd setzte sich fort bis zum Hagenmarkt. Dort rannten viele noch weiter den Bohlweg hinunter, rissen Bauzäune um und hinterließen auch sonst eine Spur der Verwüstung. Der Rest der Menschenmenge sammelte sich am Hagenmarkt unter den Bäumen, erholte sich etwas und machte einen Ausflug in die Stadt. Offensichtlich gab es zur Zeit nichts weiter zu erreichen. Die drei Wasserwerfer, mehrere Reihen Polizei und Krankenwagen standen still und bewegten sich eineinhalb bis zwei Stunden nicht. Dann wurde der gesamte Hagenmarkt eingekesselt und "wegen Ordnungswidrigen Verhaltens" in Gewahrsam genommen. Die Nazis wurden vorbeigeführt und gebührend ausgepfiffen und angeschrien. Leider konnte die Menge das deutliche Zeichen von der ersten Besetzung nicht wiederholen und so schrien viele Gruppen unterschiedliche Parolen, was nich annährend so entschlossen herüberkam wie das gemeinsame Schreien früher am Tag. Dennoch waren Lautstärke und Entschlossenheit beeindruckend und die erschreckend vielen (tatsächlich rund 300, ich würde die Polizeiangaben hier ausnahmsweise für richtig halten) Nazis konnten nicht viel mehr als hilflos grinsen.
Nachdem der Demonstrationszug einige Zeit vorbei war wurde agekündigt, die in Gewahrsam genommenen Personen - Kinder und Greise zuerst - der Reihe nach nach Aufnahme der Personalien freizulassen. Dies wurde von den verunsicherten Ordnungshütern auch zunächst begonnen. Viele von ihnen waren sich bewusst dass diese Maßnahme rechtlich zumindest fragwürdig war.
Als die Nazis mutmaßlich den Bahnhof erreicht hatten, wurde der Kessel schlagartig aufgelöst. Dies kurz nachdem jemand lautstark verkündet hatte, Klage einreichen zu wollen und Namen und Adressen sammelte.)
Für die zuvor festgesetzte Menge war nichts mehr zu erreichen. Die Nasen scheinen ohne Zwischenfälle den Bahnhof erreicht und ihre Schlußkundgebung abgehalten zu haben.

Einige Anmerkungen: Mehrfach blieben die Bullen nach brutalem Vorgehen plötzlich ruhig, ließen einen Krankenwagen kommen, jemand versorgen und außer sich schaffen, und machten dann erst weiter.

Die Braunschweiger waren sehr gut organisiert und informiert und haben es bestens verstanden die vielen kleinen Gruppen mit Informationen und/oder effektiven Anweisungen/HInweisen zu versorgen.

Wenn man davon ausgeht dass mit den offiziellen 1500 Gegendemonstranten die Teilnehmer an der Bündnis-Kundgebung gemeint waren, müssen mindestens 3000 in der Stadt gewesen sein, da zeitgleich schon die ersten Blockanden stattfanden bzw. vorbereitet wurden.

Die Stimmung in Braunschweig war - auch unter den Bürgern - wirklich sehr gut. Es herrschte eine Kameradschaftlichkeit, Hilfsbereitschaft und Entschlossenheit, wie man sie nur selten erlebt. Auch Passanten äußerten in teilweise deutlichen Worten ihre Zustimmung zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch.

In meinen Augen kann dieser Tag als Erfolg gewertet werden (wenn man ihn denn unbedingt werten will), obwohl die Nazis ihre geplante Route gehen konnten. Sie müssen gemerkt haben wie armselig in der Minderheit und verloren sie sind.


http://de.indymedia.org/2005/06/120966.shtml
"LIEBER AUFRECHT STERBEN, ALS AUF DEN KNIEN LEBEN!"

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann!

„Im Westen wird derzeit selbstgefällig die Diskussion über den Grundsatz geführt, daß wir das Recht auf eine freie Presse genießen. Aber wer hier nicht Selbstbetrug betreibt, weiß genau, daß die Zeitungen von Anzeigen leben, und daß sie Rücksicht darauf nehmen, was bestimmte wirtschaftliche Kräfte diktieren. Die Presse selbst ist Teil enormer Unternehmensgruppen, welche die öffentliche Meinung monopolisieren. Wir haben das Recht verloren, unter dem Recht auf freie Meinungsäußerung Schutz zu suchen.”

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Re: 300 Nazis durch Braunschweig geknüppelt

#2 Beitragvon Punkz 4 Peace » 21. Juni 2005, 18:55

Ergänzung
fehltwas 20.06.2005 10:02

man sollte auch noch erwähnen, dass die Leute nicht umbedingt wegen der verdammten Wasserwerfer, sondern vor den ausrastenden Bullen die brutalst knüppelnd in Menge rannten, flüchteten.
Und noch etwas extrem wichtiges an alle die nicht werfen können oder voll sind wie nix gutes. Es ist natürlich scheiße wenn man auf so übelste Art und Weise vertrieben wird, aber passt bitte auf wenn ihr euren Frust durch das Werfen von diversen Gegenständen entladen wollt. Ich habe mindestens einmal deutlich gesehen wie von hinten einfach ín bloße Richtung von Bullenkette und Wasserwerfer geworfen wurde und der Gegenstand zwischen oder viel schlimmer auf die ersten Reihen Demonstranten( von den Bullen aus niederging). Es kann nicht sein wenn die Leute die sowieso am meisten in Gefahr sind wegen der ausrastenten Knüppelgarde beim flüchten auch noch auf von hinten geworfene Gegenstände achten müssen oder durch sie verletzt werden. ALSO WER SICH NICHT 120% SICHER IST AM BESTEN GAR NIX WERFEN!
Auch die Aktion von Schünemann, der den Einsatzleiter ausgetauscht haben soll, da der erste den Aufmarsch der Nazis abbrechen wollte, sollte man umbedingt erwähnen, und auch dann entsprechend der CDU und Schünemann danke sagen!!!
Allerdings ist das bis jetzt "nur" ein Gerücht es wäre wichtig wenn das mal jemand bestätigen oder dementieren könnte.
Danke
Ansonsten gelungener Wiederstand
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Re: 300 Nazis durch Braunschweig geknüppelt

#3 Beitragvon Punkz 4 Peace » 21. Juni 2005, 18:56

@antifa bs
nixgehtmehr 20.06.2005 10:09

a)Fettes Lob:
1. es waren sehr viele entschlossene Leute unterwegs.
2. euer dezentrales Konzept ist wunderbar aufgegangen.
3. die Infostruktur bzgl. des Standpunktes der Nazis hat funktioniert.

b) Fette Kritik:
1. niemand wusste von einem EA - es sind etliche meist sehr junge Leute direkt nach Flaschenwürfen etc. zt. brutalst festgenommen worden...
2. es gab viel zu wenig sannis!!! es war evtl. nicht abzusehen, dass die bullen so abgehen, aber so gehts auch nicht. die vielen verletzten waren reichlich aufgeschmissen.
3. es war wenig bis keine Presse unterwegs; das hat erstens bewirkt, dass es wohl einen der brutalsten Bulleneinsätze der letzten Zeit gegeben hat und zweitens dazu geführt, dass weder der ndr, ffn...angemessen berichtet haben, obwohl es ja sehr spektakuläre bilder gegeben hat.

auf samstag lässt sich sicherlich einiges aufbauen;
solidarische grüße!
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Re: 300 Nazis durch Braunschweig geknüppelt

#4 Beitragvon Punkz 4 Peace » 21. Juni 2005, 18:57

Zur Kritik an der Organisation
Einzelmeinung aus dem Bündnis gegen Rechts 20.06.2005 12:34

Hallo, bezüglich der verschiedenen Kritikpunkte:

Natürlich gab es auch einen funktionierenden EA. Die Nummer wurde vorher bekanntgegeben. Gerade die Leute aus Hannover hätten sich über alles bei der Vorbereitungsveranstaltung in Hannover informieren können. Ein Fehler war, dass die Nummer nicht auf der Sonderseite veröffentlicht wurde. Dies wurde schlicht vergessen und darf natürlich nicht vorkommen.

Es gab Leute die mit Megaphonen unterwegs waren, allerdings viel zu wenige - weil einfach zu wenige Megas da waren. Hinzu kommt, dass die tragenden Strukturen vor Ort auch nicht gerade "Massenorganisationen" sind. Es wären sicher mehr Leute nötig gewesen, um überall bei den Blokadepunkten in der ganzen Stadt Zettel mit der EA-Nummer und entsprechende Megaphon durchsagen zu machen.

Alle die jetzt hier die Organisation bemängeln können sich gerne beim nächsten Mal melden und ihre Hilfe anbieten!

Mundpropaganda wurde übrigens ständig gemacht. Dafür waren überall Leute unterwegs, die infos weitergegeben haben. Dies hat nach unserer Einschätzung gut geklappt. Ein Problem waren allerdings ständig gezielte Falschinformationen! U.a. waren sehr auffällig "autonom/schwarz" gekleidete Zivibullen unterwegs, die Falschinformationen verbreitet haben (dies war allerdings im vornherein einkalkuliert - dafür gab es ja auch unter anderem das Infotelefon, wo man nachfragen konnte ob die Infos stimmen).

Im übrigen: Die Infotelefon-Nummer müsste ja wohl ziemlich jeden bekannt gewesen sein - ein Anruf und man hätte dort die EA-Nummer bekommen und hätte selbst mit dafür sorgen können, dass sie weitergesagt wird.

Dort gab es auch ständig Infos, wo die Nazis gerade sind und wo spontan Menschen auf die Straße gegangen sind.

Problematisch ist auf jeden Fall, dass viele Menschen unterwegs waren, für die das die erste Demo dieser Art war. Beim nächsten Mal werden wir sicher auf diesen Punkt besondere Aufmerksamkeit setzen und dafür sorgen, dass massenhaft die EA-Nummer und Verhaltenstipps verteilt werden.

Das es nur wenige Sanis gab lag zum auch daran, dass teilweise Sanis kurz vorher abgesagt haben (und es auch nicht mehr gerade viele Sanigruppen gibt).

Dass zu wenig Presse da war liegt nicht in der Hand der Organisatoren. Die Presse war ausreichend informiert.

@Hannoveraner: Warum habt ihr im Kessel nicht selbst dafür gesorgt, allen zu sagen, das sie ihre Personalien nicht abgeben sollen? Warum habt ihr unerfahrenen Leuten nicht gesagt, wie man sich verhalten soll? Es ist Aufgabe aller Leute - gerade auch derjenigen, die mehr Erfahrungen haben - sich um die Mitstreiter um einen herum zu künmmern - und nicht darauf zu warten, dass DGB, SPD, Rote Hilfe oder sonst wer vorbeikommt und alles übernimmt.Eine solche Demo/Aktion ist keine organisierte Butterfahrt mit Reiseleiter der sich um alles und jeden kümmert. Eigenverantwortung und Eigeninitiative ist hier angesagt. Die Organisatoren können nur den organisatorischen Rahmen vorgeben.

Im übrigen: der Erfolg des Tages lag daran dass hunderte Menschen selbständig aktiv geworden sind, es sich nicht haben nehmen lassen auf die Straße zu gehen und Blockaden und ähnliches gemacht haben. Wir können nur in bescheidenen Maße dafür eine Informations- und Organisationsstruktur stellen. Was die Leute daraus machen, haben wir nicht in der Hand. Deshalb nochmal der Dank an alle, die dafür gesorgt haben, dass der Aufmarsch nicht reibungslos über die Bühne gehen konnte!

Sicher werden wir alle Kritikpunkte aufnehmen und auch selbständig analysieren was gut und was schlecht gelaufen ist, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Deshalb: weiterkritisieren. Allerdings die Kritik direkt an dass Bündnis (per Mail) richten und nicht hier in einem öffentlichen Forum alles ausbreiten. Nicht nur die Bullen, sondern auch die Nazis lesen mit!





e-Mail:: buendnisgegenrechts@web.de
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Re: 300 Nazis durch Braunschweig geknüppelt

#5 Beitragvon Punkz 4 Peace » 21. Juni 2005, 18:58

Wichtig!

Egal... 20.06.2005 12:40

Wichtig: Wer Vorladungen zur Polizei oder Staatsanwaltschaft bekommt: auf keinen Fall hingehen! Meldet Euch sofort bei der Ortsgruppe der Roten Hilfe bzw. dem Rechtshilfefonds. Dort erhaltet ihr Rat und auch finanzielle Unterstützung, falls es zu einem Prozeß o.ä. kommt!

So erreicht ihr die Rote Hilfe:

Rote Hilfe / Rechtshilfefonds
Cyriaksring 55 - 38118 Braunschweig - braunschweig@rote-hilfe.de
Tel. 0531-83828 (am besten Freitags ab 19 Uhr - ansonsten Anrufbeantworter)
Jeden 1. Dienstag im Monat trifft sich die Ortsgruppe der Roten Hilfe um 19 Uhr im Antifa-Café, Cyriaksring 55.
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Re: 300 Nazis durch Braunschweig geknüppelt

#6 Beitragvon Punkz 4 Peace » 21. Juni 2005, 18:59

Gewalt
roter Löwe 20.06.2005 12:50

Die Taktiken der Bullen waren echt mal wieder nicht schön anzusehen. Am Mediamarkt war ich nicht mit dabei, da wir zu dem Zeitpunkt schon richtung Hagenmarkt gestrebt waren (irgendjemand hatte verbreitet da würden wir dann blocken wollen ...).
Sind dann auch am Hagenmarkt geblieben und wurden später eingekesselt (wir saßen vorher auf der Straße, zogen uns aber zurück, als sich der Bullenmob in Bewegung setzte. Als dann die Wasserwerfer abrückten sah und hörte ich wie Flaschen gegen diese flogen. Keine ahnung ob die Bullen auch da vorher geschlagen haben. Trotzdem muss ich sagen, das ich den einsatz von einzelnen leeren Flaschen gegen einen Wasserwerfer für leicht .. mhm sagen wir mal sinnlos halte.
Leute, die Dinger sind gepanzert. Genau wie die Bullenketten. Denen schmerzt vll. kurz der Kopf, aber mehr bringt es auch nicht. Außer das ganze noch weiter eskalieren zu lassen. Wenn ihr der Meinung seid irgendwas gegen einen Wasserwerfer werfen zu müssen (Gewalt ist IMHO keine Lösung) dann bitte Dinge die diesem auch in irgendeiner Form interessieren. Was das sein könnte überlasse ich eurer eigegen kreativität.
Als wir dann gekesselt waren konnte man wirklich schön die Hilflosigkeit der Bullen beobachten, ich glaube vielen von ihnen war es wirklich unangenehm was sie da machen mussten. Ich hab mir dann im Schleyer-Style ein Schild gemalt mit der Aussage: "Seit 30 min (wurde angepasst) Gefangener der Polizei"
Damit dann vor den grünen Menschen lang gegangen. Bei denjenigen die Ahnung von der Geschichte unseres Landes hatten habe ich damit sogar ein amüsiertes Lächeln hervorrufen können. Ok, waren nicht viele ... aber immerhin.
Dixie-Klos wurden übrigens nicht aufgebaut. Stand zwar ein Transporter mit zwei da, aber die blieben auf der anderen Seite des Gürtels. Trinken gabs auch nur für die Bullen. Fällt das eigentlich schon unter seelische Grausamkeite wenn die da mampfend und trinkend vor dir stehen und du nix hast?
An alle die da auch mit eingekesslt waren kann ich nru sagen: Sehts mit Humor. Ihr wisst das die keine rechtliche Grundlage für Bußgelder haben. Sie wissen das auch. Wenn doch was kommt legt Widerspruch ein. Klagt dagegen. Sippenhaft gibt es in Deutschland nicht mehr. Und da wir ja alles friedliche unebeteiligte Bürger sind können die uns mal.

Und für den nächsten Kessel immer dran denken, dass Deutschland Jahrzehntelange Erfahrungen mit Kesselschlachten hat. Des ging meistens gut, ein paarmal aber auch nicht.

just my two Beer
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Re: 300 Nazis durch Braunschweig geknüppelt

#7 Beitragvon Punkz 4 Peace » 21. Juni 2005, 19:00

Die Abschlusskundgebung der Nazis am Bahnhof
Rafael Beine 20.06.2005 13:25

Gegen 18:30 kamen die Nazis am Bahnhofsvorplatz an, wo deren Abschlusskundgebung stattfinden sollte. Es hatten sich dort auch schon 2 Nazis und einige Hundert Ordnungshüter eingefunden. Die linken Gegendemonstranten waren ja schon in der Stadt eingekesselt und ausgesperrt worden bzw. kamen nicht durch die Polizeikette durch. Etwa 40 bis 50 Gegendemonstranten haben es doch bis zum Bahnhofsvorplatz geschafft. Zum größten Teil Kinder und junge Jugendliche und beschämend wenige nicht sehr linke Gegendemonstranten, wie ich, die wahrscheinlich aufgrund ihres Kleidungsstiels zunächst nicht von der Polizei beachtet wurden. Das änderte sich schnell, als die Nazis da waren. Der Lautsprecherwagen scherte aus und versuchte auf den Vorplatz zu gelangen. Wegen der Gegendemonstration und den vielen Polizisten musste er am Busbahnhof bleiben, während die restlichen Nazis von der Polizei in den Bahnhof geschickt wurden. Es gab noch ein paar Versuche von den Nazis, Fahnen herumzutragen, aber als sie dann ohne die anderen Nazis, nur mit den Kameraden von der Polizei, auf dem Platz standen, haben sie schweigend eingepackt. Währenddessen spielte der Lautsprecherwagen im Hintergrund die erste Strofe des Deutschlandliedes. Die Polizei umstellte den Wagen. Aber nicht etwa, um das zu unterbinden, sondern um ihn vor den "gefährlichen" Bürgern und Kindern zu schützen, die jetzt ziemlich sauer auf die Polizei wurden (Deutsche Polizisten schützen die Faschisten / Ihr habt den Krieg verlor´n). Ein Beamter ergriff sogar das Wort für die Faschos und meinte uns belehren zu müssen, dass vom Deutschlandlied überhaupt keine Strofe verboten sei. Es gab sogar einen Minikessel und Gesichtsschutz und Schlagstock wurden drohend gezückt, während andere Grünhelme versuchten, beschwichtigend und deeskalierend zu lächeln. Als der Lautsprecherwagen dann ohne Abschlusskundgebung abfuhr und alle Nazis im Bahnhofsgebäude waren, wurde der Kessel aufgelöst. Danach kam noch der DGB mit Besen für ein Pressefoto und dann hatte ich auch keine Lust mehr.

e-Mail:: r.beine@tu-bs.de



Ergänzung zum Abschluss der Nazi@Rafael Beine
Hannover2 20.06.2005 18:55

Also dazu muss ich mal erstmal sagen, dass der Lauti der Nazis zunächst so gut wie gar nicht bewacht war ... zudem haben die bullen nie ernsthaft versucht zu kesseln .. da war ne reihe vorn und hinten aber an den seiten massig platz --- ich bin selbst hin und her marschiert .. man hätte den lauti vermutlich von der seite sogar bekommen da wir in ner kleinen gruppe von ca 5 leuten an der seite waren und da hingekommen wären ohne bemerkt zu werden ... zumindest kurzzeitig ... aber für ne ernsthafte organisation waren da einfach zu wenig leute die was mitgetan hätten !

Schlimm fand ich aber ... das , kaum hatten wir paar antifamäßig gekleidete angefangen rumzubrüllen ..kamen ja ne menge schon erwähnte kids an ... und schwubb hatten die ersten bullen die knüppel draußen und begannen zu drängeln ...

alles in allem bissl unschön und zu wenig kompetente leute leider .. aber die wurden ja leider alle schon vorher geblockt ... wir sind bei dem parkhaus bissl klettern gegangen aber anders kam man da ja erstmal nich runter

alles in allem hatten die zwei drei jungs die da den lautio zusammenpacken mussten echt volle hosen !





@Hannover2
ha 21.06.2005 13:12

das die die den lauti abbauten irgendwie angst hatten glaube ich irgendwie nicht! die sahen sehr amüsiert aus und haben sich sogar richtig zeit gelassen beim abbau! nur die bullen fanden das nicht so lustig und trieben die npd´ler etwas an! danach ist der wagen nur kurz von polizei begleitet worden und soweit ich weiss wurde nichts mehr gegen diesen nazi-lauti unternommen obwohl der ohne polizeischutz war!
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Re: 300 Nazis durch Braunschweig geknüppelt

#8 Beitragvon DJ Zündapp » 21. Juni 2005, 21:37

hab ich alles bei indymedia gelesen, muss ja ziemlich krass gewesen sein, was die polente sich da geleistet hat!

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Re: 300 Nazis durch Braunschweig geknüppelt

#9 Beitragvon Tommy » 22. Juni 2005, 00:19

Ein einfacher Verweis auf Indymedia hätte es doch auch getan anstelle alles hier nochmal zu posten und somit Speicherplatz und Traffic beim Knox zu vergrößern.
Bild
Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Lamm abstimmen, was es zum Abendessen geben soll. (Marvin Simkin)

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Re: 300 Nazis durch Braunschweig geknüppelt

#10 Beitragvon Punkz 4 Peace » 22. Juni 2005, 17:18

@Tommy: Is was dran; hab ich nich dran gedacht, von wegen Traffic und Speicher...

Dafür jetzt: Bericht mit Bildern

http://de.indymedia.org/2005/06/121158.shtml

Und hier ein kleiner Auszug mit wichtigen Links:

Und nicht vergessen: Die NPD hat noch zwei weitere Demos derselben Machart in Niedersachsen angekündigt, in zwei Städten, in denen erfahrungsgemäß starker antifaschistischer Widerstand zu prognostizieren ist:
Die NPD-Demo am 3.9. in Oldenburg könnte sogar noch etwas größer als die Vorhergehenden werden, da diese die letzte Möglichkeit der NPD darstellen wird, sich vor den vorgezogenen Neuwahlen noch einmal öffentlich zu präsentieren. Antifa-Treffpunkt ist am 3.9. um 10 Uhr direkt am Bahnhof, bald geht unter http://www.alhambra.de eine Sonderseite online. Bis dahin gibt es erste Infos unter http://www.usb-ol.tk. Ein 2001 in Oldenburg geplanter Naziaufmarsch wurde nach 250m von entschlossenen Antifas gestoppt.
Göttingen, das die NPD am 29.10. heimsuchen will, ist traditionell ein antifaschistische Hochburg. Informiert euch bei den drei bestehenden Antifa-Gruppen: http://www.puk.de/ali, http://www.puk.de/redicalm und http://www.puk.de/aundk.
Zuletzt geändert von Punkz 4 Peace am 22. Juni 2005, 17:19, insgesamt 1-mal geändert.
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