Die Geschichte des Schwarzen Blocks

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Knox
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Die Geschichte des Schwarzen Blocks

#1 Beitragvon Knox » 21. Oktober 2007, 19:27

Der Schwarze Block ist eine linke Aktionsform. Doch gehört das "links" zur linken Bewegung? In diesem Artikel wird aufgezeigt, dass es im Kampf nicht um Namen und Symbole geht, sondern um die Durchsetzung von Inhalten. Zudem zeigt dieser Artikel auf, dass viele Menschen die oft negative Eigenschaft besitzen zu verallgemeinern und somit ihre eigenen Grundsätze zuwider handeln.

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Eine Imagination

Die Aktionsform des Schwarzen Blocks wurde in der Zeit der Römischen Bürgerkriege (133 bis 30 v. Chr.) in Latium zum ersten Mal durchgeführt. Damals war die Republik Rom zur beherrschenden Macht des Mittelmeerraums aufgestiegen. Die Vergrößerung des Staatsgebietes erzeugte tiefgreifende soziale Spannungen zwischen adligen Grundgroßbesitzern (Optimaten) einerseits und römischen Kleinbauern beziehungsweise städtischen Proletariern (Popularen) andererseits. Bei Angriffen von Popularen auf Optimaten kam es, im Gewirr des Bürgerkrieges, immer wieder vor, dass Popularen Popularen versehentlich angriffen. Um eine Verwechslung auszuschließen bekleideten sich die Popularen bei Angriffen auf Optimaten nun in der typischen bäuerlichen schwarzen Kleidung. Alle Gruppenmitglieder (eigentlich alle Mitglieder der politischen Arten), egal ob Popularen oder Optimaten, verfolgten unterschiedliche und auch gegensätzliche Ziele. Nur die aritokratische Staatsform, die mit den Fasces durchgesetzt und symbolisiert wurde, wollten fast alle Römer. Durch Vertauschung von Machtverhältnissen und Inhalten übernahmen auch die Optimaten die schwarze Kampfbekleidung. Da viele Bauern in der römischen Legion gedient hatten wurden ihre schwarzen Trachten zur Zeit der Cäsaren die Farbe der Uniformen spezieller römischer Einheiten. Typische Inhalte und Ziele der römischen Aristokraten zu dieser Zeit waren Krieg, Imperialismus, Sklaverei und Massenmord.

In der französischen Revolution (1789 bis 1799) wurde die Aktionsform Schwarzer Block vereinzelt wieder angewandt. Der Vorteil der schwarzen Kleidung war, dass die Angreifer nicht ins "Friendly Fire" gerieten. Inhalte der Revolution waren ethnische Säuberungen und Ziele waren unter anderem Natonalismus und Gleichheit vor dem Gesetz. Das grösste Symbol der französischen Revolution wurde übrigens der Angriff auf ein leeres Gefängnis.

Ab 1809 kämpfte die Schwarze Schar, ein Braunschweiger Freikorps was durch Herzog Fiedrich Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg-Oels aufgestellt wurde, an europäischen Kriegsschauplätzen, gegen die napoleonische Vorherschaft in Europa und für eine deutsche Nation, in schwarzer Uniform mit silbernen Totenkopf.

In den Befreiungskriegen 1813 bis 1815 trug das deutsch-nationalistische Lützowsches Freikorps schwarze Uniform. Die Farbe der Uniformen rührte daher, dass Schwarz die einzige Farbe war, mit der sich durch Einfärbung der Alltagskleidung eine einheitliche Uniformfarbe herstellen ließ. Nach den Befreiungskriegen übernahmen die deutsche Burschenschaften Schwarz als Farbe ihrer Uniformen.

Die damalige, damals noch umgedrehte, Nationalflagge Deutschlands (gelb-rot-schwarz) war eine liberal-sozialistisch-christliche Erfindung. Oder galt das Schwarz sogar dem Anarchismus?

Die deutschen Nationalisten des 19. Jahrunderts wurden von den Monarchisten im übrigen "links" genannt. Das hatte aber eher weniger mit deren Inhalte zu tun, sondern vielmehr damit, dass ab 1848 die Nationalisten und die Monarchisten links im Reichstag saßen. Links und Rechts sind somit Insrumente der Machthabe um Menschen zu kontrollieren. Die beiden Begriffe beschreiben keine Inhalte.

Im Jahr 1871 wurde das Konzept Schwarzer Block wieder angewandt. Die Rechten, also Kommunisten und Sozialisten, zogen sich in Paris schwarze Kleidung an um besser und koordinierter gegen die Nationalgarde kämpfen zu können und sich somit von der dritten französischen Republik zu separieren. Die so enstandene Pariser Kommune gilt als Vorbild für die Rätedemokratie.

Seit 1891 bezeichnen sich Menschen in italienischen Arbeiterzusammenschlüssen, zumeist Bauern, als Faschisten. Sie nennen sich "fasci siciliani" oder "fasci dei lavatori". (Kommt Lavatory nicht aus dem Englischen und bedeutet Toilette?) Es gibt Aktionen in schwarzer Kleidung. Nach einiger Zeit wird die Menschen dieser faschistischen Bewegung als Schwarzhemden bezeichnet. 1922 ergreift in Italien Benito Mussolini die Macht und wählt für die faschistische Bewegung das zeichen der Liktoren aus, das Fasces.

In Deutschland kommt es hingegen nach dem ersten Weltkrieg zu kriegerischen Auseinandersetzungen in der von Sozialdemokraten, Monarchisten, Nationalisten, Kommunisten, Sozialisten und Anarchisten die Aktionsform des Schwarzen Blocks angewendet wird. Die Novemberrevolution 1918/19 führte zur Umwandlung des Deutschen Reiches von einer konstitutionellen Monarchie in eine parlamentarisch-demokratischen Monarchie. Die Aktionsform Schwarzer Block wird verwendet um für die Polizei oder für andere Gegner nicht identifizierbar zu sein

Seit den 1920er Jahren gibt es in Deutschland nationalsozialistische und kommunistisch/anarchistische Schwarzhemden die gegen die Weimarer Republik und gegeneinander kämpfen. Am 1. April 1925 entsteht die Schutzstaffel der NSDAP die, unter Vorbild der Schwarzen Schar, in schwarzen Uniformen auftrat und zum persönlichen Schutz von Adolf Hitler gegründet wurde. 1934 wurde die SS zu einer paramilitärischen Organisation und übte "parteiinternen Polizeidienst" aus. Die Schutzstaffel der NSDAP war maßgeblich am Holocaust beteiligt und wurde nach 1945 als verbrecherische Organisation in Deutschland verboten.

Seit den 1970er Jahren nutzen Autinome die Aktionsform des Schwarzen Blocks. Sie kleiden sich schwarz um nach aussen hin nicht für die Polizei oder für andere Gegner identifizierbar zu sein und als Masse stärker zu wirken. Ziele sind unter anderen Frieden, Anti-Atomkraft, Antikapitalismus, Antifaschismus und Antisexismus. In den 1980er Jahren wird gegen den Schwarzen Block als Terroristische Vereinigung ermittelt.

Seit den 1990er Jahren treten Neonationalsozialisten und Nationalisten im Schwarzen Block auf, die hauptsächlich in Rahmen ihrer Anti-Anifa-Aktionen in schwarzer Kleidung auftreten um Antifaschisten abzufotografieren oder anderweitig anzugreifen. Daneben gibt es Demonstrationen von sogenannten Autonomen Nationalisten, die sich auf Demonstrationen tarnen um für die Polizei und ihre Gegner nicht identifizierbar zu sein.

Seit 2005 nutzt die bayerische Spezieleinheit USK (Unterstützungskommando) bundesweit die Aktionsform des Schwarzen Blocks. Dabei gehen die schwarz vermummten und gepanzerten Polizisten offensiv auch gegen friedliche Demonstranten vor indem sie auf diese schreiend losstürmen und vorher wie die alten Römer mit ihren Knüppeln auf ihre Schilder trommeln. Ausserdem bilden sie Ketten um bei brenzligen Situationen nicht in die Demonstration gezogen zu werden. Zudem trainiert das USK Zugriffe aus Krankenwagen.

Die Aktionsform des Schwarzen Blocks verfällt ab Ende der 1990er Jahren immer mehr zum modischen Trend innerhalb der "linken" Szene. Im Jahr 2007 werden Sympathisanten der rechten SPD als Angehörige des Schwarzen Blocks erkannt.


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hassi_james
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Re: Die Geschichte des Schwarzen Blocks

#2 Beitragvon hassi_james » 22. Oktober 2007, 00:14

Im Jahr 2007 werden Sympathisanten der rechten SPD als Angehörige des Schwarzen Blocks erkannt.


?!?

Müsste das nicht ein N statt dem S sein Bild
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Nünü das Punkgespenst
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Re: Die Geschichte des Schwarzen Blocks

#3 Beitragvon Nünü das Punkgespenst » 22. Oktober 2007, 01:17

Woher kommt der Artikel Knox?

Ein paar recht interessante historische Informationen, ansonsten doch ein recht kruder Text. Das werden historische Vorgänge Seit' an Seit' mit unbelegten, unausformulierten Behauptungen und Thesen geschrieben, irgendwie wird nicht klar worauf der Text hinauswill.

Will er nur historisches Zeugnis von der "Aktionsform Schwarzer Block" abgeben? Denn das ist der hauptsächliche Inhalt. Oder will er den "Schwarzen Block" als "unlinke" Technik diffamieren? Das ist der Anspruch der in der Einleitung rauszulesen ist.

Wirklich gut ist nur die Anmerkung, dass Black Block Action in letzter Zeit "trendy" geworden ist in der dt. Linken. Leider führt der Text diese wichtige Tatsache und den dringend vorhandenen Diskussionsbedarf nicht weiter aus.
Interessant sonst auch noch, dass das USK Zugriffe von RTWs aus üben soll. Tatsache oder nur die willkommene Rechtfertigung für Angriffe auf Feuerwehr und Krankenwagen, wie sie immer wieder bei Demos vorkommen?

Auf jeden Fall ein Bild für den Text...

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Re: Die Geschichte des Schwarzen Blocks

#4 Beitragvon Knox » 22. Oktober 2007, 01:26

Nünü das Punkgespenst schrieb am 21.10.2007 20:47
Woher kommt der Artikel Knox?


http://de.indymedia.org/

http://de.indymedia.org/2007/10/197490.shtml
Zuletzt geändert von Knox am 22. Oktober 2007, 01:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Geschichte des Schwarzen Blocks

#5 Beitragvon Terror1_8_18 » 22. Oktober 2007, 03:11

ahh indy kein wunder, das der text so komisch ist ;-)
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Re: Die Geschichte des Schwarzen Blocks

#6 Beitragvon Hellvis » 23. Oktober 2007, 02:41

ahh indy kein wunder, das der text so komisch ist ;-)



ja Indy hat auch mal sehr seltsame Artikel. Dieser hier ist mal wieder einer von Roland Ionas Bialke, der schreibt gerne mal was. immer totalen blödsinn, irgendson Satanfreak der gerne mit Waffen spielt.

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Re: Die Geschichte des Schwarzen Blocks

#7 Beitragvon Knox » 23. Oktober 2007, 05:01

ja Indy hat auch mal sehr seltsame Artikel. Dieser hier ist mal wieder einer von Roland Ionas Bialke, der schreibt gerne mal was. immer totalen blödsinn, irgendson Satanfreak der gerne mit Waffen spielt.


ach der ist das hähähähä da hab ich schon was komiches von dem gelesen
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