LESBIAN RANK INGFERNO – FÜRST PÜCKLER

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Knox
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LESBIAN RANK INGFERNO – FÜRST PÜCKLER

#1 Beitragvon Knox » 6. Dezember 2017, 17:08

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LESBIAN RANK INGFERNO
FÜRST PÜCKLER
(Eigenproduktion)


Ingferno hat wieder zu geschlagen. Und das gleich in doppelter Hinsicht. Nicht nur, dass der schwäbische Barde mit dieser CD-R ein komplett neues Werk am Start hat, so ist gleichzeitig eine „Best Stoff“-CD-R erschienen, auf der Ingferno die „32 geschmeidigsten Top-Hits“ seiner vier bisher erschienenen Alben zusammen fasst. Hier wollen wir uns aber dem neuesten Machwerk widmen.

Wie bei seinen anderen Scheiben auch, hat Ingo alles selbst im heimischen Kinderzimmer gemacht. Soll heißen, die Musik am Rechner programmiert, dazu ein bisschen Gitarre gespielt und Gesungen, wenn man das denn so nennen will. Die Musik bewegt sich erneut zwischen Schlager, Pop, HipHop und Punk, gepaart mit Texten zwischen Pubertät und Infantilität, was zeitweise richtig Spaß machen kann. Vor allem, wenn man sich gut einen hinter die Binde gegossen hat. Vor ein paar Wochen hatte ich dann auch das Vergnügen, Ingo bei einer Proberaumparty kennen zu lernen – und sein Auftritt als Alleinunterhalter mit Halbplayback war grandios. Manch einer warf ihm in der Vergangenheit ja Sexismus vor, was ich aber nach diesem Auftritt und einem anregenden Gespräch keineswegs bestätigen kann. Jedenfalls findet man genug Ironie in den teils doch recht blödsinnigen Liedern/Texten, um dies entkräften zu können. Die anwesenden Mädels haben Ingo und seine Show zudem am meisten abgefeiert und waren erstaunlich textsicher. Ein bisschen Spaß sollte man nämlich schon verstehen können und nicht alles allzu ernst nehmen. Dennoch finde ich LESBIAN RANK INGFERNO live doch um einiges besser als die Aufnahmen es vermuten lassen könnten. Vor allem weil der Gesang bei den Aufnahmen doch so schräg ist, dass es einem die Fußnägel hochrollt. Dafür ist musikalisch aber für ungemeine Abwechslung gesorgt.

Man muss schon den Sinn für eine gewisse Art Humor haben, um Ingos Trash-Punk etwas abgewinnen zu können und die Meinungen werden sicherlich sehr gespalten sein. Dafür zieht er aber eben sein Ding durch und lässt sich von keinem rein reden. Der Dilettantismus und das „Alles ist erlaubt“ der frühen Punk-Tage wird hier jedenfalls beim Wort genommen und auch genauso umgesetzt. Mirko

https://lesbianrankingferno.bandcamp.com
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Das 21. Jahrhundert wird bald volljährig. Die 18 verspricht es jedenfalls unwiderruflich vom 1. Januar an. Erwarten wir etwa etwas davon? Nichts natürlich.

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