DEMOB - Anti Police

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Knox
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DEMOB - Anti Police

#1 Beitragvon Knox » 2. April 2018, 11:37

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DEMOB
Anti Police 7"

Mad Butcher Classics
DEMOB wurde Ende 1978 von Gitarrist Terry Elcock und Schlagzeuger Johnny Melfah gegründet. Beide lebten in einem der berüchtigtsten Viertel von Gloucester, das landesweit für seine Nervenheilanstalt Coney Hill bekannt ist.

Die beiden wurden auf die Punkrock-Bewegung ihrer Zeit aufmerksam und beschlossen, die erste Punkband ihrer Heimatstadt zu gründen und nannten sie DEMOB. Zu Beginn gab es wie bei den meisten Punkbands dieser Zeit eine Reihe von Line-Up-Wechseln, bis die Band zu einer festen Einheit wurde, bestehend aus: Mark (Miff) Smith (Vocals), Terry Elcock (Gitarre), Paul (Fatty) Price (Bass) und Johnny (Ringo) Melfah (Drums). Die ersten Gigs der Gruppe wurden in lokalen Konzerthallen gespielt, die mit der vollen Unterstützung der Behörden abgehalten wurden, um die Jugendlichen von der Straße zu holen und die Verbrechen und Überfälle an den meisten Samstagnachmittagen im Stadtzentrum von Gloucester City zu reduzieren. DEMOB überredete die Behörden, ihnen einen Platz in Gloucesters jährlicher Karnevalsumzug zu geben. Die nun immer größer werdende Unterstützung der Band führte zu einem Massenaufstand zwischen den Punks und Bikern und dem Aussetzen des Karnevals. Diese Riots sind auf einem Foto in der Collage im aufklappbaren Cover zu sehen. Dieser Aufruhr weckte das Interesse der nationale Presse und des lokalen Plattenlabels Round Ear Records, die sich bereit erklärten, 1981 die Veröffentlichung der ersten 7" "Anti-Police" zu finanzieren. "Anti-Police" ist ein leicht schrammeliger, sehr eingängiger und simpel gespielter Song, der die Riots und das Feindbild in sehr einfacher und direkter Sprache skizziert. Die lokale Polizei diente also als Inspiration für den Song, was die Band im Faltblatt in Bezug auf das Vorgehen der Polizei mit den Worten "They don't care how they catch you, they will nick for sod all. No sympathy from that lot that's what you'll get from the law..." kommentiert. Auf der B-Seite gibt es mit "Teenage Adolescence" einen rudimentären, simplen Punk-Song, der ebenfalls mit einem gleichzeitig dezent schrammeligen Grundrhythmus und sehr eingängigen Refrain im Midtempo die Wut und die Teenage Angst aufgreift und vom Sound her an Bands wie frühe BLITZ, THE PARTISANS erinnert.

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Ausstellung DDR und Punk in Leipzig
Mit Sack überm Kopf in den Wald
„Wutanfall – die Punkband im Visier der Stasi, 1981– 84“ zeigt, wie Subkulturen zur Zielscheibe der DDR-Behörden wurden. Und zur Legende.

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