Mona Hatoum

Dada und der Rest
Nachricht
Autor
schmirgel
Beiträge: 2742
Registriert: 27. Juni 2003, 03:06
Wohnort: südlich vom Mond
Kontaktdaten:

Mona Hatoum

#1 Beitragvon schmirgel » 12. Juni 2004, 00:41

Die Künstlerin zählt in Europa und den USA schon längst zu den bedeutendsten ihrer Generation. Sie wurde1952 als Tochter palästinensischer Eltern im Libanon geboren und lebt seit 1975 in London.
Das Leben unterwegs, außerhalb ihrer Heimat, hat Mona Hatoum für die Themen Macht und Identität sensibilisiert, die sich durch ihr gesamtes Werk ziehen. 1952 als Tochter palästinensischer Eltern im Libanon geboren, lebt sie seit 1975 in London. In ihren Skulpturen, Videoarbeiten und raumgreifenden Installationen thematisiert sie immer wieder die Verletzlichkeit des Einzelnen und die Gewalt seitens institutionalisierter Macht. Ihr zentraler Bezugspunkt ist der Körper – oftmals ihr eigener Körper, den sie als Medium in ihren Performances, Videoarbeiten und Installationen einsetzt.
Seit Anfang der neunziger Jahre entwickelte Mona Hatoum große Installationen, mit denen sie beim Betrachter widersprüchliche Gefühle von Begehren und Abscheu, Furcht und Faszination auszulösen vermag. So liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit in den raumgreifenden Installationen, von denen die Ausstellung einige der bedeutendsten versammelt: Light Sentence, Corps étranger, Quarters, Homebound. In diesen Schlüsselwerken verbinden sich die performativen und den Betrachter aktivierenden Ansätze des Frühwerks mit einer Formensprache, die ihr Vokabular aus der minimalistischer Skulptur und Konzeptkunst entwickelt, dieses jedoch mit persönlichen und politischen Inhalten auflädt.
Buchstäblich mit Haut und Haar arbeitet Mona Hatoum an ihrer Kunst. Die Entscheidung für ein bestimmtes Material ist für die Künstlerin vornehmlich eine inhaltliche Entscheidung, wobei die Bandbreite der von ihr eingesetzten Werkstoffe schier unerschöpflich zu sein scheint: Stahl und Kunststoffe, Textilien und Seife, Elektrizität und Magnetismus, vorgefundene Haushaltsgegenstände und Massendrucksachen, Glas und Gummi ... Hatoum formulierte so eine künstlerische Sprache, in der vertraute Gegenstände aus dem Alltag in fremdartige und bedrohliche Objekte verwandelt werden. Die Überblicksausstellung trägt dieser Vielfalt Rechnung.
Mona Hatoums Werke sind Formeln für die menschliche Existenz – eindringlich formuliert und dabei vielschichtig und rätselhaft. In ihren eigenen Worten: „Als erstes erlebt man ein Kunstwerk körperlich. Ich mag es, wenn Werke sich sowohl auf der sinnlichen als auch auf der intellektuellen Ebene auswirken. Bedeutungen, Konnotationen und Assoziationen entstehen erst nach der ursprünglichen körperlichen Erfahrung, wenn die Phantasie, der Intellekt und die Psyche durch das, was man gesehen hat, entflammt werden.“
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild
]

Zurück zu „Kunst & Co“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast