Müllkunst

Dada und der Rest
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schmirgel
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Müllkunst

#1 Beitragvon schmirgel » 15. Juni 2004, 15:48

Dieter Roth
geb. 21.4.1930 in Hannover,
gest. 5.6.1998 in Basel.


Die Angaben zur Biographie basieren auf: Dieter Roth, Gesammelte Werke Band 20 und Band 40 und den von ihm verfassten Ausstellungskatalogen Wiener Secession 1995 und Marseille 1997 sowie dem Katalog Die Haut der Welt, Sohm Dossier 2, Stuttgart, Köln 2000.


1930 Am 21.04.1930 als Karl-Dietrich Roth in Hannover als einer von drei Söhnen einer Deutschen und eines schweizer Kaufmanns geboren.
1933 Besuch der Volksschule in Hannover-Döhren.

1940 Besuch der Oberschule in Hannover.

1943 Roth wird bei Pflegeeltern in Zürich untergebracht. Im Hotel der Familie Fritz Wyss, wo Roth drei Jahre bleiben wird, halten sich während des Krieges auch jüdische und kommunistische Künstler und Schauspieler auf. In diesem Umfeld beginnt Roth Gedichte zu schreiben und fertigt erste Zeichnungen, Pastelle und Aquarelle an.

1946 Die Eltern kommen in die Schweiz, und die Familie wohnt gemeinsam in Herisau. Roth besucht das Gymnasium in St. Gallen. Seine erste Radierung auf Dosenblech sowie erste Ölbilder entstehen.

1947 Bellach
Roth bricht das Gymnasium ab und beginnt eine Lehre als Werbegraphiker bei Friedrich Wüthrich in Bern (bis 1951). Er lernt dort alle wichtigen Drucktechniken kennen. Es entstehen Linol- und Holzschnitte. Roth trifft Franz Eggenschwiler und Paul Thalmann.

1949 Gerlafingen
Erste Collagen aus bemaltem Schrott. Roth erleidet einen Nervenzusammenbruch und unternimmt einen Selbstmordversuch.

1950 Roth erhält Privatunterricht in Lithographie bei Eugen Jordi in Kehrsatz und besucht, zusammen mit Bernhard Luginbühl, Jordis Typographieunterricht in der Gewerbeschule in Bern. Da er nach Abschluß seiner Lehre keine Stelle als Graphiker findet, beginnt er als freier Künstler zu arbeiten. Roths erster Versuch, den Militärdienst zu verweigern, scheitert.

1951 Der Künstler verdient sich seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten auf Baustellen. Weitere Aquarelle entstehen. Er trifft Marcel Wyss und Eugen Gomringer. Sie gründen zusammen die Zeitschrift spirale, die von 1953 bis 1964 in neun Ausgaben erscheinen wird.

1952 Reinigen der Jesuitenkirche in Solothurn. In einer Garage entsteht die großformatige, später Solothurner Wandbild genannte Arbeit, die sich seit 1995 im Kunstmuseum in Solothurn befindet. Der Unikatdruck Ex libris Franz entsteht. Der Verweigerung des Militärdienstes aus gesundheitlichen Gründen wird stattgegeben und Roth wird aus der Armee entlassen.

1953 Bern
Roth lebt weiter von Gelegenheitsarbeiten und Dekorationen.
Er fertigt „ausstellungsgrafik“ an. Die erste Nummer der spirale erscheint. Roth trifft Daniel Spoerri, Claus Bremer und Peter Althaus.

1954 Roth schafft seine erste gebackene Plastik, eine Spirale aus Brotteig, als Beitrag für einen Wettbewerb des Graphiker-verbandes. Mit seiner Gestaltung eines Bäckereischaufensters in der Berner Altstadt erringt er den vierten Platz. Erste Experimente mit der Op Art, mit Komplementärkontrasten, reflektiertem und durchfallendem Licht. Roth ist Leiter der Ausstellung Plastik im Freien in Biel. Für den Sohn Claus Bremers konzipiert er das Kinderbuch mit durchlochten Seiten und geometrischen Strukturen (erscheint 1957). Erster Film: licht und schatten auf der treppe am bubenbergrain. Übernahme der Galerie 33 in Bern zusammen mit Rolf Iseli, Peter Meier und Walter Vögeli. Sie zeigt eine permanente Ausstellung der Gruppe. Roth trifft den Kopenhagener Textilproduzenten Percy von Halling-Koch, der sich sehr für Roths konstruktivistische Arbeiten interessiert und der ihn bittet, Entwürfe für Stoffe und Gardinen anzufertigen. Er erhält den Preis der Kiefer-Hablitzel Stiftung für Malerei in Bern.

1955 Kopenhagen
Herstellung von „gebrauchsgrafik“. Percy von Halling-Koch lädt Roth nach Kopenhagen ein, wo er als fester Mitarbeiter bei Unika-Vaev Textilentwürfe anfertigt.

1956 Kopenhagen
Weitere Textilentwürfe. Roth schreibt ideogramme (von der Konkreten Poesie beeinflusste Gedichte), die 1959 erscheinen. Experimente mit Filmen im Super-8 Format: Der Film Aus dem Rückfenster der Straßenbahn zeigt einen Blick aus der Straßenbahn auf die Gleise mit sich um die Horizontale drehender Kamera. Im Fussballstadion mit an einer Schnur um den Kopf geschwungener Kamera heißt ein weiterer Film. Beim dritten Film übermalt der Künstler das Filmmaterial schwarz und bearbeitet es zusätzlich mit einer Lochzange. Beim Abspielen werden immer wieder Farbstückchen abgesprengt, ein Vorgang, der blitzartige Effekte entstehen läßt, die durch die Perforierung verstärkt werden. Roth wirft die Filme kurz darauf weg. Er macht die Bekanntschaft mit Gerhard Rühm. Er erhält für seine Textilentwürfe eine Goldmedaille auf einer Messe in San Francisco.

1957 Reykjavík
Februar: Roth zieht zu Sigri∂ur Björnsdóttir, einer isländischen Studentin, die er während seiner Arbeit für Unika-Vaev kennengelernt hat, nach Rekjavik, wo die beiden heiraten. Roths Arbeitssuche verläuft erfolglos. Der isländische Graphikerverband lehnt seine Aufnahme ab. Die finanzielle Lage der Familie ist schwierig; seine Frau bestreitet den Lebensunterhalt durch Zeichenunterricht. Roth beginnt mit der Anfertigung von Schmuck nach eigenen Entwürfen, den er bei einem Goldschmied ausstellen kann. Farbige Zirkel- und Reissfederzeichnungen sowie Siebdrucke entstehen. Zusammen mit Einar Bragi gründet er den Verlag forlag ed. Publikation von Büchern beider Autoren. Geburt des Sohnes Karl.

1958 Roth arbeitet aushilfsweise bei dem Architekten Gudmund Kirstinsson. Entwurf der Schlitzbücher (erscheinen 1959). Beiträge für material 1 (erscheint 1959) und das neue forum. Dezember: Auf Einladung des Architekten Newcomb Montgomery reist Roth nach Philadelphia an die School of Arts, um sich dort als Lehrer vorzustellen. Das Vorhaben zerschlägt sich jedoch.

1959 New York
An der Yale University tritt er für vier Tage eine Stellung als Visiting Critic an. Er trifft dort Josef Albers. Roth findet Arbeit als Graphiker bei der Geigy Corporation in New York. Die Op-Art Bücher bok 2 und bok 4 entstehen (erscheinen 1960-61). Er trifft Norman Ives. Mai: Rückkehr nach Reykjavík, Kinetische Bilder (Puzzles), konstruktivistische Stempelbilder und kinetische Plastiken entstehen. Publikation eigener Bilder sowie eines Buches von Sigri∂ur Björnsdóttir.

1960 Arbeit in Ragnar Kjartanssons Keramikwerkstatt. Es entstehen Bücher aus Unikaten („mit nur einer druckform hergestellt“), Fotogramme und Rasterbilder. Beiträge zu den Zeitschriften Konkrete Poesie und nota. Juli: Roths erste Einzelausstellung in der Galerie von Arthur Köpcke in Kopenhagen präsentiert seine Künstlerbücher. August: Basel; Arbeit in der Werbeagentur von Karl Gerstner und Markus Kutter. Publikation eines Buches von Paul Talman. Roth trifft Emmett Williams und Jean Tinguely. November: Paris, Teilnahme am Festival d’Art d’ Avantgarde („kinetische bilder und filmprojektionen auf sich bewegende spiegel“). Roth trifft Robert Filliou. Dezember: Preis der William und Norma Copley Stiftung. Die Jury besteht aus: William Copley, Marcel Duchamp, Max Ernst, Herbert Read und Richard Hamilton.

1961 Reykjavík
Gründung des Möbelhauses Kùlan in Reykjavík zusammen mit Magnus Pálsson und Manfred Vilhjalmsson, „modellbau (mit magnús pálsson)“. Arbeit am Buch für die Copley Stiftung per Korrespondenz mit Richard Hamilton. Collagen aus fremden zerschnittenen Texten entstehen. Roth entfernt sich durch den Einfluß der Nouveaux Realistes, insbesondere Tinguelys, immer mehr vom Konstruktivismus. Er entwirft ein manuskript mit löchern. März: Amsterdam. Für die Ausstellung Bewogen, Beweging gestaltet er ein durchlochtes Plakat. Bücher aus Makulatur und Tageszeitungen. Für die Literaturwurst verwendet Roth kleingehäckselte Romane von Schriftstellern, und verarbeitet diese zusammen mit Gewürzen und Fett in Würstdärmen. Abschied von der Konkreten Poesie mit den stupidogrammen („das dumme bild“), mit denen er 1963 die Galerie von Addi Köpcke füllt. „textfilm (ein brief)“. Beitrag zur Fluxuspublikation Kalenderrolle 61. Artikel über Roths Künstlerbücher von Richard Hamilton in Typographica 3. Herausgabe des Buches You don’t say von Al Copley. Geburt des zweiten Sohnes Björn.

1962 Reykjavík
Die Arbeit an dem Buch Mundunculum beginnt (es erscheint 1967). Roth entwickelt ein Bildalphabet aus 23 Stempeln und verwendet es als Grundmaterial für zahlreiche Bildtexte, Zeichnungen, Assemblagen u. ä., von denen er viele in Mundunculum veröffentlicht. Entwicklung der Konjugationen. Weitere kinetische Objekte (Dreh- und Tonbilder) entstehen. Roth zeigt sein an Tinguely orientiertes Objekt Windharfe, das der aus Metallschrott angefertigt hat, auf einer Ausstellung in Reykjavík. Beiträge zu Kalenderrolle 62, Daily Bul.

1963 Der Drucker und Verleger Hansjörg Mayer besucht Roth in Reykjavík und gewinnt ihn als Autor. Das erste Schimmelbild entsteht: ein Porträt des Schweizer Sammlers und Kunsthändlers Carl Laszlo. Erste Kontakte mit dem Zahnarzt und Sammler Hanns Sohm. Beginn einer langjährigen Kooperation und eines umfangreichen Briefwechsels. Illustrationen in der isländischen Tageszeitung Morgunbladid. Idee: „das negative bild (abblättern, schimmel, kitsch)“. Beiträge zu den Fluxuspublikationen Kalenderrolle 63, V TREE, und An Anthology. Beitrag zu edition originar 1 (erscheint 1965). Gestaltung von Umschlag und Illustrationen zu 4 Leikbaettir von Oddur Björnsson. Geburt der Tochter Vera.

1964 „schablonenkasten zum bildermachen (mit farbe, schuhwichse, nagellack, u. a. m.)“ August: Aufenhalt bei Arnold Saks in New York. September: Philadelphia. Die erste Einzelausstellung Roths in den USA, snow, findet am Museum College of Art statt. Der Flachdruck „das undeutliche (faint)“. Roth trifft Alison Knowles, Dick Higgins, Charlotte Moorman, Nam June Paik, George Brecht, Al Hansen, Bob Watts und Joe Jones in New York. Er beteiligt sich jedoch nicht an deren Aktionen und Happenings. November: New Haven. Roth erhält seinen ersten Lehrauftrag in der Architekturabteilung der Yale University, den er jedoch aufgrund von Differenzen mit den dortigen Professoren bald wieder aufgeben muß. Erste Radierungen mit Schokolade sowie bearbeitete Siebdrucke entstehen. Trennung von Sigri∂ur Björnsdottir.

1965 Providence
Roth unterrichtet für ein Jahr die Graphikklasse an der Rhode Island School of Design nach dem Prinzip „nichtunterricht als unterricht“. Er stellt seinen Studenten frei, an seinem Unterricht teilzunehmen oder diesem fernzubleiben. Teilweise unterrichtet er daraufhin Klassen mit nur zwei oder drei Schülern. Die Gedichte zum ersten Scheisse-Band, der 1966 erscheinen wird, entstehen. Roth erweitert diesen ersten Band in den folgenden Jahren um zwölf weitere. Er entwickelt ein Tonalphabet zum Spielen von Texten. Es entstehen Arbeiten aus organischen Materialien, die Roth als „zerfallobjekte und- bilder (symbolfiguren)“ bezeichnet. Auch für die Druckgraphik („pressungen und quetschungen“) verwendet er nun weitere Eßwaren und schafft z. B. Radierungen mit „pralinen, bananen, keksen u. a. m.“. Beiträge zu Kalender 65, Revue Integration und zu Spatial Poem No. 1 von Mieko (Chieko) Shiomi. Übersetzung des französischen Teils der Anekdoten zu einer Topographie des Zufalls von Daniel Spoerri. Arbeit an Poetrie Nr. 1 (erscheint 1966). Roth trifft André Thomkins. Arbeit mit Rudolph Rieser. Roth gibt ein weiteres Künstlerbuch, das sogenannte Copley-Buch, heraus, das zusammen mit Richard Hamilton entstanden ist.

1966 „änderung und korrektur der texte anderer“; „name einer graphik als die graphik selbst“; „numerierungsstempel mit 10 bildern“; „tage- und adressenbücher als ideenlisten“; „das negative pin-up“; „das illustrierte buch als musikstück“; „das vergleichsbild (und sein gegenteil)“. Roth trifft Oswald Wiener. Juni: Roth hält sich bei Hanns Sohm in Markgröningen auf. Er unterzieht sich in dessen Praxis Zahnbehandlungen, die er mit Kunstwerken bezahlt. Arbeit an die blaue flut. Beiträge zu et 2, Joglars, frau und fräulein, Gorgona 9, spatial poem no. 2 von Mieko (Chieko) Shiomi, Blockprint, Le petit Colosse des YMH. Im Sommer wird Roths Atelier in Providence wegen Mietrückstandes geräumt. Bis auf eine Assemblage auf Karton werden alle Werke zerstört. Arbeit an 246 little clouds (erscheint 1968).

1967 Reykjavík
Arbeit an Poetrie 2. „die blaue flut 2 (a LOOK into the blue tide part 2)“; „2 computeralphabete“; „kindermalbuch“; „malbogen für erwachsene“ (gemeint ist wahrscheinlich das Monokromopopoptopolische Nummer-Malwerk). Arbeit am „doppelbuch“ Noch mehr Scheisse. Eine Nachlese, footnotes to sweethearts... (mit Emmett Williams). Roth lebt zusammen mit Dorothy Iannone. September: Basel. Die ersten „Haufen“ aus übereinandergeschichteten Lebensmitteln, die mit Milch oder Joghurt übergossen werden, entstehen. Es folgt eine Auftragsserie für Weihnachtsgeschenke der Baseler Werbeagentur GGK, die 120 Schimmelhaufen. „handbemalte bücher“; „bücher mit gefüllten seiten“ (gemeint sind Poetrie 2 und die 1968 erscheinende Poeterei 3/4). Beitrag zu dé-collage no. 6. Roths Kunst wird auf internationaler Ebene immer bekannter. Für die Herstellung seiner Druckgraphik gründet er zusammen mit Karl Schulz das Schepperts Studio, eine kleine Druckerei in Braunschweig-Oelper.

1968 London
Roth unterrichtet an der Watfort School of Art in Vertretung für Hansjörg Mayer. Dort entstehen das „rezept zu einem buch ohne thema“, das er unter dem Titel little tentative recipe publiziert und 1969 von seinen Studenten drucken läßt, sowie der „melancholische nippes“, für den Roth Spielzeug in Schokolade eingießt. Er übersetzt die 14 Chansons von Robert Filliou. „das unangenehme, peinliche und schwache tagebuch“. „druck der zeitschrift (10 exemplare)“ (gemeint ist wohl Poemetrie). Mai: Düsseldorf; Roth unterrichtet an der Kunstakademie in Düsseldorf (bis 1971). Es entstehen „selbstbildnisse aus essbarem als alter mann leiche hund u.a.m. ... maden und fliegenkolonien weichplastiken (käse, fleisch).“ Da die Arbeiten einen starken Verwesungsgeruch verströmen, ordnet die Akademieverwaltung die Räumung des Ateliers an, bei der alle Werke vernichtet werden. Roth wird Teilhaber der edition hansjörg mayer. Beginn der Publikation der Gesammelten Werke. Arbeit mit dem Drucker Helmut Kaminski. Juli: Reykjavík; Übersetzung des englischen Teils der Topographie von Daniel Spoerri mit eigenen Anmerkungen. Beiträge zur Zeitschrift ICA Bulletin und zur Ausstellung Zeitkunst im Haushalt in Wuppertal (Vice Versand).

1969 Düsseldorf
Kunstpreis der Stadt Iserlohn. Erste Gewürzbilder und -objekte entstehen. Mai: 37 mit Käse gefüllte Koffer, „ekelhaftes im verborgenen“, werden in der Ausstellung Staple Cheese (A Race) in der Galerie von Eugenia Butler in Los Angeles ausgestellt. Der Künstler wird Teilhaber an der edition hansjörg mayer, Stuttgart, London, Reykjavík. Bis Ende der 70er Jahre werden sie fast alle Bücher Roths gemeinsam herausgeben. Roth beteiligt sich an Mauricio Kagels Film Ludwig van und fertigt die Objekte Die Badewanne des Ludwig van und das Franz Léhar-Sofa an. Teilnahme an der documenta 4 in Kassel. Juli: Reykjavík; Arbeit an einem Fortsetzungsroman („freie behandlung der geschichte 2 tvövaldir & 4 einfaldir von vigfús björnsson“). Die ersten Teile erscheinen 1969 und 1971. Roth zieht seinen Beitrag zur Ausstellung fruend-friends-freunde und freunde in der Kunsthalle Bern vor der Eröffnung aufgrund von Differenzen mit dem Ausstellungsmacher Harald Szeemann zurück. Beiträge zu Daily-Bul 12, Pop Architektur Concept Art, Interfunktionen 3 und Zusammenarbeit mit der Petersburg Press.

1970 Düsseldorf
„stadtansichten (siebdrucke)”; die Werkphase des „banalromantischen monumentalismus (grosse behälter mit verkümmerndem und zerrieselndem)“ setzt ein. Arbeiten wie die Anis-Uhr, Gewürzobjekte oder die Gewürztruhe entstehen. Er verfasst für den Film Ludwig van den franzleharsofatext. Beginn der Zusammenarbeit mit Stefan Wewerka (Köln, Stuttgart, Braunschweig, Berlin, München, Reykjavík): Roth und Wewerka verändern oder führen die Arbeit des Anderen fort. Es entstehen „die kassentexte“ als Beitrag zu Y2. „urbane matsche (versetzung eines textes von richard hamilton)“: Roth übersetzt den Essay Urban Image von 1963. Arbeit mit Karl Egon Schulz.

1971 Reykjavík, London, Düsseldorf, Braunschweig, Berlin, Luzern
Gedichte zu Noch mehr Scheisse. Eine Nachlese... „work in progress“: zweimal wöchentlich schaltet Roth einen Satz als Inserat im Luzerner Stadtanzeiger. Außerdem gestaltet er wöchentlich eine Lithografie auf demselben Stein für die Petersburg Press. Die ersten elf Zustände der Graphiken werden unter dem Titel Eine Muse heraus gegeben. Die Essays Franz Eggenschwiler und 2 Probleme unserer Zeit erscheinen. Vorbereitung einer Wanderausstellung der Bücher und Graphiken zusammen mit Hansjörg Mayer und Hanns Sohm. Erste Kollaborationen (Graphik) mit Richard Hamilton.

1972 Berlin, Braunschweig, Düsseldorf, London, Reykjavík, Stuttgart, Wien, Zürich
Die Wanderausstellung Grafik und Bücher, (1. Teil) beginnt. Übersetzen von Texten in Bilder (in Scheisse, Gesammelte Werke, Bd. 13)“. „Der unterbrochene Schwung der Tiefenschau“. „(Perspektive), in den Berliner Motiven (Straßenfotos)“ (vgl. Ausst.-Kat. Welt aus Sprache, Akademie der Künste, Berlin). Erster „Berliner Dichter Workshop“ mit Achleitner, Brus, Rühm, Wiener. Roth initiiert gemeinsame Bühnenauftritte mit den Wiener Künstlern. Die erste „Bestellzettelausstellung“ findet bei Kurt Kalb in der Galerie Grünangergasse in Wien statt. Auf sogenannten Bestellzetteln können Interessenten aus einem Angebot von 31 Graphiken und einem Objekt auswählen, die Roth dann gemäß Anfrage herstellen läßt. Die zweite Ausstellung dieser Art, Kuchenangebote, findet in Spoerris Eat Art Galerie in Düsseldorf statt. Die ausgewählten Objekte kann der Käufer anschließend bei einem Bäcker seiner Wahl anfertigen lassen. Roths Kunst erreicht einen hohen Bekanntheitsgrad. Er mietet neben Düsseldorf Wohnungen bzw. Ateliers in Wien und in Stuttgart. Nach der Produktion der Piccadilly-Mappe mit Peter Haas, Zusammenarbeit mit dem Drucker Frank Kicherer in Stuttgart. Der Schablonendruck Am Meer, von hinten entsteht als Jahresgabe für den Verein für junge Kunst, Baden-Baden.
1973 Berlin, Düsseldorf, London, Reykjavík, Stuttgart, Zug
Roth beginnt mit seiner ersten Sammlung Flachen Abfalls, d.h. er sammelt sämtlichen an einem Tag anfallenden Abfall, der nicht dicker als etwa ein Zentimeter ist, in Klarsichthüllen, die er in Ordnern abheftet. Diese erste Sammlung umfasst ca. 380 Aktenordner, die zweite, die er 1976 zusammen mit Herbert Hossmann beginnt, wird auf ca. 780 Ordner anwachsen. Es entstehen Lichtdrucke, wie z. B. Big Tardt For Richard, zusammen mit dem Stuttgarter Drucker Eberhard Schreiber sowie der Siebdruck Stefan’s Blues mit Frank Kicherer. Kurzzeitige Zusammenarbeit mit dem Drucker Thomas Rubbel. Er gründet mit dem befreundeten Hamburger Rechtsanwalt Philipp Buse die Dieter Roth Pictures,mit Sitz im schweizerischen Zug und die Hotelkunst AG („Produktion von Grafik in vom Hotelier gewünschten Stil“). Selten gehörte Musik: erste Aufnahmen mit Gerhard Rühm und Oswald Wiener, Die Novembersymphonie. Ab 1974 gibt Roth die Mitschnitte der insgesamt sieben Konzerte dieser Reihe als Schallplatten in seinem Verlag heraus.

1974 Berlin, Braunschweig, Hamburg, Hellnar, Luzern, München, Reykjavík, Stuttgart, Watford, Wien, Zürich, Zug
„Auftauchen des ‚Scheisse’-Stils in den Bildern“. „erstes, fast perfektes, ‚Scheisse’-Gedicht“ . Selten gehörte Musik, das erste Münchner Konzert mit Brus, Nitsch, Rühm und Wiener; „Versuch, das Erlebte als EGO zu schildern (Tagebuch ohne Namen)“. Roth schreibt ein nur aus dem Wort “Murmel” bestehendes Bühnenstück. „Versuche, die Wirkung der Bilder mit den Titeln zu ändern oder aufzuheben“. Uwe M. Schneede richtet im Hamburger Kunstverein die erste repräsentative Retrospektive Dieter Roths bis 1974 aus. Entwürfe für Weinflaschenetiketten u. a. für Langenbacher & Wankmiller in Luzern. Gründung des Dieter Roth’s Familienverlag, der 1978 in Dieter Roth’s Verlag umbenannt wird. Neben eigenen Büchern verlegt Roth Werke von Familienmitgliedern und Freunden. Es entstehen „traditionell gemalte Ölbilder“. Selten gehörte Musik, das Berliner Konzert mit Attersee, Brus, Nitsch, Rainer, Rühm, Steiger und Wiener. Arbeit mit Arnulf Rainer (Fotos, Zeichnungen, Malereien). „Steigern der Wirtshaustisch Manschereien“. Die erste Bastelnovelle erscheint.

1975 Berlin, Braunschweig, Diessen, Hamburg, Hellnar, Karlsruhe, London, Luzern, Mosfellssveit, Prinzendorf, Stuttgart, Vornbach, Watford, Wien, Zürich, Zug
Vera und Björn Roth beteiligen sich zunehmend an den Werken ihres Vaters. „Konzert für Brus, 4 Mann auf 5 Flügeln, im Schloß Prinzendorf mit Nitsch, Rühm, Wiener“. „‘Scheisse’-Musik (Klavier)”. Roth gründet die Zeitschrift für Alles, deren Name Programm ist: Beiträge in Form von Texten, Collagen, Zeichnungen, etc. werden inhaltlich und auch formal unverändert abgedruckt. Die Ausgaben 1-3 verlegt Roth zusammen mit Hansjörg Mayer, bei den nachfolgenden wird er durch Paul Gredinger von der Werbeagentur GGK in Basel unterstützt. Die redaktionelle Arbeit übernimmt seit Mitte der 80er Jahre Barbara Wien. Die Zeitschrift wird 1987, nach Erscheinen der zehnten Ausgabe, die 1396 Seiten in zwei Bänden umfaßt, eingestellt. Es entstehen erste Video-Arbeiten und die Ratio Briefe zusammen mit Arnulf Rainer. Ausstellung bei Kurt Kalb in Wien: Dieter Rot zeigt „Zeichnungen aus Müdigkeit“, „liebliche Zeichnungen“, „Gesprächszeichnungen mit Sprechblasen“, „instabile Zeichnungen“. Selten gehörte Musik, Konzert an der Akademie Karlsruhe mit Brus, Nitsch, Wiener und dem Romenthal Quartett mit Brus, Nitsch, Wiener. „Steigerung der Scheiße und Kacke“. Buchproduktion bei Rainer Pretzell, Berlin und Dr. Cantz in Stuttgart. Arbeit mit Jan Voss an der Mickermappe. Ausstellung der ersten Gemeinschaftsarbeit mit Ingrid Wiener: der Gobelin Bertorelli B in Hamburg. In Collaboration mit Ingrid Wiener entstehen in den 80er und 90er Jahren weitere Teppiche.

1976 Akureyri, Barcelona, Braunschweig, Cadaqués, Diessen, Hamburg, Hellnar, London, Mosfellssveit, Stuttgart, Vornbach, Watford, Wien, Zug.
Die Ausstellung Collaborations mit Richard Hamilton in der Galeria Cadaqués beginnt. Jedes Bild der Ausstellung erhält je ein gemaltes oder gezeichnetes Zertifikat sowie je ein kleines Bild mit Wurstmotiven oder Ähnlichem zugeordnet, das, unterhalb der großformatigen Werke gehängt, den Hunden zugedacht ist. Mit Richard Hamilton und dem Hund Chispas Luis entsteht die Schallplatte Canciones de Cadaqués. Roth stellt, zusammen mit Franz Eggenschwiler und Alfonso Hüppi, Telefon-Zeichnungen aus. „Gespräche als Lieder mit Oswald Wiener“: Tote Rennen. „Steigern der Selbstporträt Aktivitäten“; „Zeichnen zum Kater überwinden“. Roth beginnt mit der zweiten Sammlung Flachen Abfalls. „Drei Geschichten und ein Schauspiel, gemacht aus den Titeln der Collaborations“: In a deserted Landscape, A little Hotel by the Sea, In a little Hotel by the deserted Sea - a Landscape und Die grosse Bockwurst (vgl. Collaborations of Ch. Rotham, 1977)

1977 Barcelona, Basel, Cadaqués, Chicago, Hamburg, Hellnar, London, Madrid, Mosfellssveit, Prinzendorf, Reykjavík, Stuttgart, Wien, Zug
Die ersten Schnellzeichnungen, die Speedy-Drawings, fertigt er während einer Ausstellung bei Felix Handschin in Basel an. Dazu zeichnet Roth mit beiden Händen zugleich, wobei spiegelsymmetrische Kompositionen entstehen. Das Quadrupel Konzert findet, auf Einladung von Friedhelm Döhl, an der Musikakademie Basel statt. Roth bedient sich bei diesem Solo verschiedener Instrumente wie Horn, Flügel und Orgel. Dazwischen redet er mit dem Aufnahmeleiter und trinkt. Die dabei entstandenen Mitschnitte spielt er anschließend ab, während er ein weiteres Solo vorführt, das wiederum aufgenommen wird. „Beginn der Konstruktion des Telex Musik Alfabetes (von 1965) mit Hansruedi Voser“. Zusammen mit Björn und Karl Roth entstehen Aufnahmen in einem Tierheim am Monte Tibidabo in Barcelona. Die 24 Tonkassetten mit insgesamt 24 Stunden Hundegebell werden mit der Galeria Cadaqués als Kassetten-Edition Tibidabo-24 Stunden Hundegebell herausgegeben. Eine Vorführung mit Aufnahme der Galerie-Geräusche findet in Madrid statt. Die R adio Sonate, in der Roth am Klavier auftritt, wird live im Südwestfunk Stuttgart gesendet („45 Minuten Klavier Improvisation in steigender Betrunkenheit“). Roth beginnt zusammen mit Björn und Vera Roth mit den Aufnahmen zur Lorelei, die Langstreckensonate. Dazu werden 40 Stunden Klaviermusik zusammen mit gleichzeitigen Radioaufnahmen diverser Stationen von einem präparierten Kassettenrecorder abgespielt. Beginn der Arbeit am Wandbild bei Ira Wool in Chicago „im Neo-Buddhistischen Stil“. In der Carl Solway Gallery in New York stellen Roth und Hamilton erstmals ihre Interfaces vor, Porträts der Künstler in verschiedenen Techniken. Lesung der Collaborations-Texte im Gemeentemuseum Den Haag zusammen mit Richard Hamilton sowie Lesung des Hamilton-Roth-Schauspiels in London (25 Personen) für Audio Arts. „Gleichzeitig Zeichnen (und Auswischen der Zeichnungen) auf einer Tafel, mit Björn Roth“. „Beginn des Familien-Multiple-Riesen-Porträts der Familie Klein in Stuttgart“. Roth nimmt mit Zeichnungen an der documenta 7 in Kassel teil.

1978 Basel, Chicago, Hamburg, London, Mosfellssveit, München, New York, Prinzendorf, Reykjavík, St. Gallen, Stuttgart, Ulm, Wien, Zug
„Weiterführen der Galeriegeräusch-Hundegebell-Aufnahmen (mit 1000 Hundefotos und 2000 Hundeselbst Zeichnungen) bei Felix Handschin“. Die Schallplatte Roth & Rainer Misch- u. Trennkunst: Autonom-dialogische Thematik entsteht während einer Mal-Session mit Arnulf Rainer. Selten gehörte Musik, das 2. Münchner Konzert mit Attersee, Cibulka, Hossmann, Mayer, Nitsch, Renner, Björn Roth, Rühm, Schwarz, Thomkins und Wiener. „Publikationen in Xerox Technik“ (150 Speedy Drawings). Zusammenarbeit mit Edition Lebeer-Hossmann. „Bilder mit Ton und Filmen“; „Bar-Bilder (zum Flaschendraufstellen)“ Roth beginnt in Stuttgart mit der Arbeit an der Installation BAR 0. „Ausführung von Skulpturen nach flüchtigen, verschwommenen Schnellzeichnungen (mit Vera und Björn Roth)“; „Schnellstzeichnungen“; Fortsetzen der Arbeiten am Chicago Wandbild zusammen mit Björn Roth („Einbau von Lautsprechern für die Stimmen der dargestellten Wesen“). „Beschreibung eines leeren Bildes, aus einem Lautsprecher in der Mitte des Bildes kommend“; „Bunte Musikbilder bei Felix Handschin in Basel“; „Krieg mit dem Ulmer Museum“.

1979 Bielefeld, Braunschweig, Düsseldorf, Hamburg, Kopenhagen, London, Mosfellssveit, München, Prinzendorf, Reykjavík, Wien, Zürich, Stuttgart
Beim „Versuch zu zeigen, daß Affen nicht malen wollen“, handelt es sich um eine während der Wiener Graphik-Biennale zusammen mit Arnulf Rainer abgehaltene Performance, bei der die Künstler mit zwei Affen eine Malsession abhalten. Geräusche und Gespräche der Malaktion werden als Video herausgebracht. „Treten in ein Fettnäpfchen von Beuys in Wien“. Selten gehörte Musik, das Hamburger Tastenkonzert mit Attersee, Hamilton, Nitsch, Rühm, Thomkins, Wiener. „Hamburger Ballett, Tanzen für einen Film von Peter Schönherr nach Musik von Beatrice Cordua“, (bei Hansjörg Mayer verlegter Film). „Beginn des Fernquartetts (die Spieler spielen, einander fern, je ein Instrument) aus Kassettenaufnahmen, mit Vera, Björn und Karl Roth“. Jeder nimmt sein Spiel: Vera (Violine), Karl (Alto), Björn (Violoncello) und Dieter Roth (Klavier) über 12 Stunden auf Tonband auf. Roth unterrichtet an der Münchner Akademie („Alkoholische Miniaturen“) sowie, auf Einladung von Magnús Pálsson, an der Kunstschule Reykjavík. Jedoch muß er diese Stelle bereits nach zehn Tagen wieder aufgeben. Vorbereitung der zweiten Wanderausstellung der Grafik und Bücher u.a.m. aus den Jahren 1971-79 mit Hansjörg Mayer, die vom 1.9.-21.10.79 in der Staatsgalerie Stuttgart gezeigt wird. Die in Roths Stuttgarter Wohnung ab ca. 1974 begonnene Objektassemblage Große Tischruine wird in der Ausstellung aufgebaut und dabei von 3 auf 6 Meter vergrößert. Die Große Tischruine wandert danach nach Amsterdam und Zürich und von dort nach Berlin in die Galerie Onnasch. Die Arbeit erfährt bei jedem neuerlichen Aufbau eine Erweiterung und wird nach einer Installation in Wien bei Kurt Kalb 1986 von Oskar Schmid erworben. Stark vergrößert wird sie danach im Palais Kinsky, 1990 schließlich nochmals modifiziert und erweitert im Palais Harrach aufgestellt. Dann ist sie 1995 in der Wiener Secession sowie 1997 in Marseille zu sehen, um zuletzt, angewachsen auf 12 Meter Länge, 1999/2000 auf der Jahrhundertausstellung in Berlin gezeigt zu werden. Es entstehen weitere Serien von Schnellzeichnungen, die 2-Handed Speedy-Drawings, die in den Büchern Trophies (1979), Bats (1981) und Dogs (1981) veröffentlicht werden. Ende der 70er Jahre beginnen Björn und Dieter Roth mit teilweise stillebenartigen Blumenbildern, wobei ihnen als Malgrund mit Blumen bedruckte Stoffe dienen, die sie überarbeiten.

1980 Reykjavík, Mosfellssveit, Luzern, Basel, Stuttgart
In den nächsten zwei Jahrzehnten pendelt Roth vor allem zwischen Island und der Schweiz. Er arbeitet zunehmend mit seinem Sohn Björn künstlerisch zusammen. Die meisten größeren Werke sind Gemeinschaftsprojekte. Roth bezieht sein Atelier in der Hegenheimer Strasse in Basel. Er entwickelt die Idee der Tischmatten. Er fixiert dazu das Material, das sich auf seinem Arbeitsplatz ansammelt wie Notizen, Fotos oder Abfall auf den Schreibtischunterlagen aus grauem Karton. Zusätzlich können diese Matten noch von Roth, zum Teil auch von seinen Enkeln und deren Freunden, ergänzend bemalt oder collagiert werden. Die Serie Stuttgarter Bilderbogen wird bei Wendelin Niedlich ausgestellt.

1982 Mosfellsveit, Paris, Mols, Venedig, Stuttgart, Basel
Frühjahr: Vorübergehende Aufgabe der Stuttgarter Wohnung und Umzug nach Mols. Roth erhält den Rembrandt-Preis der Johann Wolfgang Goethe-Stiftung im Basler Kunstmuseum. Statt der vorgesehenen Dankesrede winkt er dem Publikum zu und ruft mehrmals „Auf Wiedersehen!“. Gestaltet den Schweizer Pavillon auf der Biennale di Venezia, mit seinem Filmwerk Ein Tagebuch, einer Installation aus 40 Filmprojektoren für Super-8-Filme. Die zeitgleich vorgeführten Filme zeigen autobiographische Szenen aus dem ersten Drittel des Jahres 1982, Roths „täglich stattfindendes Gelebe“. Als begleitender Katalog erscheint sein jüngstes Tagebuch. Das Buch A Diary - Ein Tagebuch markiert den Beginn einer neuen, dokumentarisch ausgerichteten Werkphase. Fortlaufende Collagen mit Vera Roth bei Niedlich. Bruch mit Hanns Sohm.

1983 Island, Berlin, Mols, Basel, Stuttgart
Die erste Retrospektive seiner Werke zwischen 1965 und 1983, Ladenhüter aus d. Jahren 1965-1983, findet in der Galerie Onnasch statt. Roth zeigt u. a. seinen Biennale-Beitrag Ein Tagebuch. Eine der größten Ausstellungen der neueren Objekte und Skulpturen wird ab Juni in den Schweizer Holderbank Zementwerken gezeigt. November: Roth gibt endgültig seinen Wohnsitz in Stuttgart auf.

1984 Mosvellsveit, Basel, Mols, Wien, Chicago, Düsseldorf, Berlin
Kunstpreis der NORD/LB, Hannover. Ein Tagebuch wird im Rahmen einer Einzelausstellung in Chicago im Museum of Contemporary Art präsentiert, anschließend in der von Kasper König in Düsseldorf organisierten Ausstellung von hier aus. Das Wand-Allerwelt-Bild, das in Zusammenarbeit mit Björn Roth, André Thomkins, Ómar Stefánsson und Dominik Steiger entstanden ist, wird im Bahnhofsbuffet des Bahnhofs SSB in Basel präsentiert. Es erscheint das eigentlich als Zeitschrift geplante Einzelheft Kopiks, Lallix ... in Mosfellssveit.

1986 Island, Basel
Roths TV-Auftritt im Januar in der Schweizer Talk-Sendung Ziischtigs-Club zum Thema „Essen oder abnehmen - ein Konflikt nach den Feiertagen“ löst empörte Reaktionen bei Zuschauern aus. Roth erhält für seine Bücher den Maastrichter Charles Nypels-Preis zuerkannt.

1987 Island, Basel, Frankfurt
Für die Ausstellung Publiziertes und Unpubliziertes im Frankfurter Portikus werden zusammen mit Barbara Wien die 3 vorläufigen Listen erstellt, eine umfassende Bibliographie der bisher erschienenen Druckerzeugnisse Roths sowie der Sekundärliteratur.

1988 Island, Basel, Stuttgart
Ausstellung Zeichnungen in der Staatsgalerie Stuttgart.

1989 Island, Basel, Hamburg
In Hamburg wird ihm der Lichtwark-Preis verliehen. Roth wird von Angstzuständen und Depressionen gequält. Er selbst beschreibt das Schreiben der Tagebücher als Therapie.

1991 Island, Basel, Hamburg
Roth erhält den Genfer Prix Caran d’Ache Beaux Arts, eine hoch dotierte Auszeichnung für Kunst der Schweiz. Anfang der 90er Jahre erfolgt die Gründung der Dieter Roth Foundation zusammen mit seinem Hamburger Förderer Philipp Buse. In dessen Haus, in dem der Künstler seit den frühen 70er Jahren ein Atelier hat, entsteht neben der bis dato größten Roth-Sammlung ein umfangreiches Werkarchiv, das neben Roths eigenem Material auch das von Freunden und ehemaligen Mitarbeitern umfaßt. In einer naheliegenden Remise inszeniert Roth mit dem Schimmelmuseum auf zwei Etagen eine Installation der Vergänglichkeit, in der er seine Ende der 60er Jahre entstandenen Konzepte noch einmal geballt demonstriert.

1992 Reykjavík, Mosfellsbaer, Paris, Basel, Holderbank, Sey∂isfjör∂ur, Hamburg, Berlin, Wien
Roth hält sich die meiste Zeit in Island auf. Weiterführung der Arbeiten am Schimmelmuseum in Hamburg zusammen mit seinem Sohn Björn. Die Gartenskulptur wird neben anderen Werken erstmals in der Galerie Claudine Papillon in Paris öffentlich ausgestellt. Zweite große Ausstellung im Holderbank-Werk in der Schweiz. Dabei werden auch Kollaborationen mit Ingrid Wiener und Richard Hamilton gezeigt. Beginn der Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Boekie Woekie in Amsterdam, die in den folgenden Jahren seine Druckgrafik vertreiben und vor allem seine Kopiebücher herstellen.

1994 Island, Basel, Berlin, Hamburg, Wien
Ihm wird der Große Kunstpreis Berlin an der Akademie der Künste verliehen. Roth gibt seine Wohnung in den Tuchlauben in Wien auf.

1995 Reykjavík, Basel, Wien, Zürich, Stuttgart
Ausstellung in der Wiener Secession zusammen mit Björn Roth. Die Ausstellung wird in ähnlicher Form im Sommer 1997 in Marseille wiederholt. Sie besteht eigentlich aus einer einzigen Installation, die sich aus diversen Einzelarbeiten zusammensetzt. Roths Schreibtische, die ebenfalls in die Installation integriert werden, nutzt der Künstler während der Ausstellungen weiterhin als Arbeitstische, indem er an ihnen wie in seinem Atelier arbeitet. Im Zentrum steht jeweils die Gartenskulptur, die zusammen mit Rudolf Rieser erstmals 1970 in dessen Kölner Garten installiert wurde. Seit dieser Zeit wird die Skulptur immer wieder an wechselnden Orten neu aufgebaut und dabei verändert, d. h. Teile werden entfernt, andere hinzugefügt. So z. B. 1975 bei Philipp Buse in Hamburg, wo sie um ca. ein Drittel vergrößert wird. Nach einem neuerlichen Umzug nach Eriswil zu Franz Eggenschwiler wird die Skulptur von Björn und Dieter Roth nach Basel geholt. Sie wird bis heute von Björn Roth für jede Aufstellung erweitert und an die gegebenen Räumlichkeiten angepaßt.

1997 Mosfellsbaer, Sey∂isfjör∂ur, Basel, Marseille
Die Filme Soloszenen, die Roth in Island begonnen hat, werden in Basel weitergeführt. Die Zustände und Gefühle während seiner letzten Abstinenzzeit dienen ihm als Material. Die Filme, die - ähnlich wie schon Ein Tagebuch - Alltagsszenen des Künstlers zeigen, werden 1999 in der Ausstellung d’ARTPERTutto auf der Biennale di Venezia gezeigt. Ausstellung stretch & squeeze im MAC, Galeries Contemporaines des Musées de Marseille. Roth hat gesundheitliche Probleme.

1998 Island, Hamburg, Stuttgart, Zürich, Basel
Januar: Roth setzt Dirk Dobke als Kurator für die Dieter Roth Foundation in Hamburg ein. Damit sollen die Sammlung und das Schimmelmuseum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zusammen beginnen beide, das dort über Jahre angesammelte Werkarchiv zu systematisieren. Ihm wird der art multiple-Preis in Düsseldorf verliehen. Den Preis nimmt sein Sohn entgegen.

Dieter Roth stirbt am 5. Juni 1998 in seinem Atelier in der Hegenheimer Strasse in Basel an Herzversagen.




Schimmelmuseum

Ende der 80er Jahre entsteht der Gedanke, der Sammlung ein eigenes Gebäude zu errichten. Die Idee des Dieter Roth Museums ist damit geboren. Der Sammler erwirbt ein Grundstück in der Nähe der Aussenalster, auf dem sich eine ehemalige Remise, befindet. Das Haus steht zu dieser Zeit schon seit längerem leer und macht einen etwas heruntergekommenen Eindruck. Es soll eigentlich dem Neubau weichen.

Als Roth jedoch das alte, bereits etwas angeschimmelte Haus sieht, will er in diesen Mauern seine Version von Museum inszenieren. Es entsteht eine Installation, die sein Konzept vergänglicher Kunst, das er etwa in den Jahren 1964 bis 1971 entwickelte, auf zwei Etagen demonstriert.



Sie haben die Möglichkeit, das Schimmelmuseum an Ihrem Computer zu besuchen, indem Sie es in einem virtuellen Rundgang [url=http://www.dieter-roth-museum.de/pages/rundgang/index.html]http://www.dieter-roth-museum.de/pages/rundgang/index.html[/url] erleben. Auch wenn sich der charakteristische Geruch und das Kleben unter den Schuhen so nicht vermitteln lassen, können Sie sich zumindest so schon einen ersten Eindruck von der Installation verschaffen.



Dieter Roth

Kein anderer Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat die eigene Existenz so ausschließlich zu seinem Thema gemacht wie der am 5. Juni 1998 verstorbene Dieter Roth.

Alle verfügbaren Medien werden eingesetzt und miteinander kombiniert, um der Vergänglichkeit und Fülle des Lebens Ausdruck zu verleihen. Sein Werk wird so zu einem überbordenden Universum aus Büchern, Zeichnungen, Druckgraphiken, Fotos, Videos, Bildern und Objekten, die organische Materialien und Alltagsgegenstände wie selbstverständlich miteinbeziehen.
Dass die eigene Realität sich durch die Ordnungssysteme der hohen Kunst ebenso wenig direkt vermittelt wie durch jene der Sprache, wird zu Roths Hauptthema und verbindet ihn mit anderen alternativen Positionen der 1960er und 1970er-Jahre.

Indem der Künstler eine Gesamtausgabe des Systemphilosophen Hegel zerkleinert und mit realen Ingredienzen eines Wurstrezepts anreichert, macht er auf gleichzeitig witzige und provokative Weise deutlich, dass er sich stattdessen eine Mitteilung vorstellen möchte, die durch den Magen geht.
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Dieter Roth (1930 - 1998)
»Georg Wilhelm Friedrich Hegel:
Werke in 20 Bänden«, 1974,
Suhrkamp Taschenbuchausgabe zerkleinert, mit Gewürzen und Schmalz angereichert in Wurstdärmen an Holzgestell, 100 x 85 x 14 cm
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Re: Müllkunst

#2 Beitragvon schmirgel » 15. Juni 2004, 15:53

Tina Hauser

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garden of many plasures: chambre #3, 1/2, 2003
Installation in der örtlichen Müllverbrennungsanlage Uvrier
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The Beauty #5, 2001

Die Ästhetik des Mülls sie sie Dada, vor allem Schwitters, in die „Klassische Moderne” integrierten, wird in Tina Hausers Arbeiten in eine ungeahnte Monumentalität gesteigert.
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Re: Müllkunst

#3 Beitragvon schmirgel » 15. Juni 2004, 15:59

Thomas Hirschhorn

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Thomas Hirschhorn: Altar to Raymond Carver


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Plan moi - Thomas Hirschhorn

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"Poubelle Capitaliste"
avagy Thomas Hirschhorn turmixgépe
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Re: Müllkunst

#4 Beitragvon schmirgel » 15. Juni 2004, 16:03

Laura Kikauka

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Laura Kikauka / Constance Hanna
1963 geboren in Hamilton / Kanada
Pendelt zwischen ihren beiden Ateliers, genannt "Funny Farm", in Meaford, Kanada, und Berlin.

Einzelausstellungen
(Auswahl der letzten Jahre)

1995 Contained, Linz / Galerie Paradigma, Linz / Kunsthaus Raskolnikow, Dresden / Spiel.Art Theaterfestival, München
1999 Interaccess, New Music Concerts Festival, Toronto / The Western Front, Vancouver
2002 MAK-Österreich. Museum für angewandte Kunst, Wien

Gruppenausstellungen
(Auswahl der letzten Jahre)

1999 Postfuhramt, Berlin
2000 Sprengel Museum Hannover / Haus der Kulturen der Welt, Berlin
2001 Haus der Kunst, München / Galerie am Prater, Berlin / Podewil, Berlin / Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart - Berlin
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Re: Müllkunst

#5 Beitragvon Loreleypunx » 15. Juni 2004, 18:12

Ich will auch Müll Künstler werden.....ich werd die Tage ma wat bauen.. [img]http://www.ndh.net/home/welling/smiley-011.gif
[/img]
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Re: Müllkunst

#6 Beitragvon schmirgel » 16. Juni 2004, 05:13

Müllkunst ist nur konsequent. Ich meine was bleibt nach 2000 Jahren und mehr?
Höhlenmalerei und Müll.
Da kommt endlich zusammen was zusammen gehört.
Ist auch ein Meilenstein für die zukünftige Archäologie.

Zitate:
>Alle Kultur nach Ausschwitz, samt der dringlichen Kritik daran, ist Müll<
Theodor W. Adorno, Negative Dialektik, 1966

>Wenn Du ein waches Auge hast für das Menschliche, kannnst du sehen, dass jeder Mensch ein Künstler ist. Ich war jetzt in madrid und habe gesehen, wie die Männer, die bei der Müllabfuhr arbeiten, große Genies sind. Das erkennt man an der Art, wie die ihre Arbeit tun und was für Gesichter sie dabei haben. Man sieht, das sie Vertreter einer zukünftigen Menschheit sind.<
Joseph Beuys, Basel, 28.10.1985

>Was ist jedoch mit dem ehemaligen Besitzer los, wenn er sich von etwas getrennt hat? Das Sich-Trennen, als aktiver Vollzug sich selbst zugerechnet, kann als Bestätigung dienen, kein Abfall zu sein: Wer wegwirft, ist nicht das Weggeworfene! In dieser Selbstbestätigungskette drückt sich ein paranoischer Zwang aus, durch souveräne Abfallverfügung und Müll-Loswerden sich seiner selbst als nicht-verworfener Teol innezuwerden. Je hemmungsloser die Müllproduktion läuft, desto mehr Gelegenheiten, sich als Souverän vom Müll abzusondern, indem man ihn beseitigt.<
Erik Porath, 2001



Ich mag Müll
Ich mag Müll,
alles, was staubig ist, schmutzig und dreckig,
alles, was rostig ist, gammelig und speckig,
ja ich mag Müll.

Und was es in so einer Mülltonne alles gibt?
Ich hatte einen Latschen zerfetzt und verschlissen,
Schön fleckig, die Schnürsenkel sind auch zerrissen.
Die Löcher hat ein kleiner Hund reingebissen.
Ich lieb' ihn, denn ich mag Müll.
Oh, ich mag Müll...

Und jetzt noch 'was aus meiner Wunderkiste.
Ich hab' hier eine Zeitung ganz alt und kaputt,
war ein Fisch eingewickelt, ein stinkiger Butt.
es gibt Leute, die sagen, das gehört auf den Schrott,
doch ich lieb' sie, denn ich mag Müll.
Oh, ich mag Müll....

Eine Uhr, die nicht geht und ein Stück Telefon,
vom Regenschirm den Rest und dies' Dings ohne Ton.
Die sind meine Sachen, mit denen ich hier wohn'.
Ich lieb' sie, denn ich mag Müll.
Oh, ich mag Müll...
Oskar
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Re: Müllkunst

#7 Beitragvon Guest » 16. Juni 2004, 05:52

yeah! Oskar ! ich mag müll ... *sing*

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Re: Müllkunst

#8 Beitragvon schmirgel » 16. Juni 2004, 14:59

Sieglinde Klupsch

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Sieglinde Klupsch : Biographie, Bibliographie

1947
geb. in Brebber, lebt und arbeitet in Paris.



Einzelausstellungen.

2002
"TRADEunion. Photographie und Papierarbeiten", Galerie Gabriele Rivet, Köln.



Gruppenausstellungen.

2002
"Formen der Gewalt", Galerie Gabriele Rivet, Köln.

2000
"Sensitive", kuratiert von Christine Macel, Printemps de Cahors, Cahors (Katalog).
Salon POLLUTEC, Lyon, Quator Environment.

1999
"Un Matin du Monde", kuratiert von Evelyne Jouanno, Galerie Eric Dupont, Paris.
"Save the Day", Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main (Katalog).
"The Conclusion of a Paradox", kuratiert von Noritoshi Hirakawa, Venetia Kapernekas Fine Arts, New York.

1998
"Identity Crisis", Spencer Brownstone Gallery, New York.
Gramercy International, Spencer Brownstone Gallery, New York.
"Gare de l'Est", kuratiert von Hou Hanru, Casino Forum d'Art Contemporain, Luxemburg(Katalog).

1997
Spot Gallery, New York.

Bibliographie

2002
Boecker, Susanne. "Schlagring und Schweigen." In: Ticket, Nr12/ 2002, S.14.
Alexowitz, Ralf. "Das Grauen ist unter uns." In: Prinz, Februar 2002, S. 78 und 82
(Abb.).
Haase, Amine. "Traurige Aktualität." In: Kölner Stadtanzeiger vom 9./10. Februar, S. 34.
Stremmel, Kerstin. "Sprache und Schläge." In: Stadtrevue, Nr. 3, S. 78.
Stremmel, Kerstin. "Engagement und Laissez-Fair." In: Stadtrevue, Nr. 10, S. 80.
Haase, Armine. "Schöne Bilder des Verfalls." In: Kölner Stadtanzeiger vom 3/4 Oktober.


2000
Stremmel, Kerstin. "Sinnund Sinnlichkeit. Der 10. Printemps in Cahors." In: Neue Zürcher Zeitung. 24.06. S. 65.
Macel, Christine. "Sieglinde Klupsch". In: Sensitive. Ausstellungskatalog Printemps.de Cahors, S. 44 f.
Thorncroft, Anthony. ""The French get the festival spirit." In: Financial Times vom 3. Juli.
n.n. "Le Printemps de Cahors." In: Paris Photo Guide, Sommerausgabe, S. 32.
Townsend, Chris. "Fresh Perspectives on Contemporary Photography. Reflections." In: HOTSHOE International, September/Oktober, S. 14.


1999
Jansen, Gregor. "Einmal Pizza 'Kippenberger'." In: TAZ vom 09.Februar.
Artpress, page Exporama (Abb.).


1998
Nahas, Dominique. "Identity Crisis." In: Review, April, S. 24.
Gespräch mit Evelyne Jouanno, in: Ausstellungskatalog "Gare de l'Est." Luxemburg.
Englische Fassung S. S. 137, Abb. S. 64-69."Es gab und gibt. " In: Feierkrop vom. 31. Dezember.


1997
Walk on the Soho Side, Ausstellungs-Katalog, New York (Abb.).



Radio, Fernsehsendungen.


2002
Arte, Metropolis.


1998
Kultur Südwest, SW3 (Dezember).
]


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Knox
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Re: Müllkunst

#10 Beitragvon Knox » 25. Oktober 2005, 19:00

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Telefon-Daten illegal ausgewertet
Der Bundesnachrichtendienst muss Metadaten löschen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht nach einer Klage von Reporter ohne Grenzen entschieden.


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